Sex, Lügen und Video
Originaltitel:
Sex, Lies & Videotape
Kinostart:
01.01.2007
Leserbewertung:
Der Startpunkt der Indie-Welle?
Der erfolgreiche Anwalt John (Peter Gallagher) und seine Frau Ann (Andie MacDowell) führen ein beschauliches und wenig aufregendes, gutbürgerliches Leben. Doch hinter der Fassade lauern die Abgründe einer Beziehung, die nur noch Kulisse für die eigenen Neurosen ist. Da seine Frau an Sex nicht mehr interessiert ist und deswegen einen Therapeuten (Ron Vawter) aufsucht, unterhält ihr Gatte John eine Affäre mit Anns nymphomaner Schwester Cynthia (Laura San Giacomo). Als Johns Freund aus früheren Tagen Graham (James Spader) in die Stadt zurückkehrt, läuft die Dreiecksgeschichte schnell aus dem Ruder, zumal nun die bislang wohl gehütete Affäre zwischen John und Cynthia ans Tageslicht kommt. Auch Graham hat seine Last mit der Sexualität: Selbst impotent, befragt er Frauen in intimen Interviews vor der Kamera nach ihren sexuellen Wünschen und Leidenschaften, und diese fühlen sich so gut bei ihm aufgehoben, dass sie bereitwillig darüber Auskunft geben. Schnell gibt auch Cynthia den neugierigen Fragen Grahams nach und breitet ihr Sexualleben vor der Kamera aus. Doch erst als ihre Schwester nach langem Zögern sich ebenfalls offenbart, geraten die verkrusteten Verhältnisse in Bewegung…
Mit Sex, Lügen und Video / Sex, Lies & Videotape, dem Debütfilm des bis dato völlig unbekannten Steven Soderbergh begann Ende der Achtziger der unaufhaltsame Aufstieg des amerikanischen Independent-Films, der bis zu diesem Zeitpunkt in den Kinos vergleichsweise erfolglos gewesen war. Nun aber ging das Jahrzehnt der großen Blockbuster zu Ende, und nach langen Jahren war der Weg für anspruchsvolle Filme mit engagierten Themen jenseits des Mainstream-Einerleis wieder möglich. Der Film wurde mit Auszeichnungen geradezu überhäuft, so wurde er für Oscars, BAFTA Awards, Césars und Golden Globes nominiert, er gewann die Goldene Palme in Cannes, den FIPRESCI-Preis auf dem Festival an der Croisette und den Independent Spirit Award. Auch die Schauspieler wurden mit zahlreichen Ehrungen bedacht – ein Preissegen, der angesichts der Erfolge amerikanischer Independent-Filmer im kommenden Jahrzehnt nahezu prophetisch erschien.
(Joachim Kurz)
Mit Sex, Lügen und Video / Sex, Lies & Videotape, dem Debütfilm des bis dato völlig unbekannten Steven Soderbergh begann Ende der Achtziger der unaufhaltsame Aufstieg des amerikanischen Independent-Films, der bis zu diesem Zeitpunkt in den Kinos vergleichsweise erfolglos gewesen war. Nun aber ging das Jahrzehnt der großen Blockbuster zu Ende, und nach langen Jahren war der Weg für anspruchsvolle Filme mit engagierten Themen jenseits des Mainstream-Einerleis wieder möglich. Der Film wurde mit Auszeichnungen geradezu überhäuft, so wurde er für Oscars, BAFTA Awards, Césars und Golden Globes nominiert, er gewann die Goldene Palme in Cannes, den FIPRESCI-Preis auf dem Festival an der Croisette und den Independent Spirit Award. Auch die Schauspieler wurden mit zahlreichen Ehrungen bedacht – ein Preissegen, der angesichts der Erfolge amerikanischer Independent-Filmer im kommenden Jahrzehnt nahezu prophetisch erschien.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Sex, Lügen und Video
Originaltitel:
Sex, Lies & Videotape
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
1989
Länge:
96 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2007
CAST & CREW
Regie:
Steven Soderbergh
Hauptdarsteller:
Andie MacDowell, James Spader, Peter Gallagher, Laura San Giacomo, Ron Vawter
FILMBEWERTUNG
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