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Schindlers Häuser – Photographie und Jenseits, Teil 12

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Kinostart: 07.06.2007

Die Poesie des rechten Winkels

Rudolph Michael Schindler, geboren 1887 in Wien, studierte von 1906 bis 1913 Bauingenieurwesen und Architektur in Wien, wo er Student von Adolf Loos und Otto Wagner war, zwei der wichtigsten Vertreter modernen Bauens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach dem Ende des Studiums führte Schindlers Weg in die USA, wo er ab 1918 für Frank Lloyd Wright arbeitete. Dieser sandte den jungen Österreicher 1920 nach Los Angeles, um den Bau des Hollyhock-Hauses für Aline Barnsdall zu überwachen – der Beginn einer lebenslangen Liebe zu Kalifornien, wo Schindler in den kommenden Jahrzehnten hauptsächlich wirkte.

Im Laufe seines Lebens entwarf Schindler mehr als 400 Bauten, von denen rund 150 realisiert werden konnten. Kennzeichnend für seinen Stil sind vor allem die offene Struktur, die Innen- und Außenräume nicht trennt, sondern verbindet und die Akzentuierung von Bauelementen, die sonst eher schamhaft versteckt werden.

Der Filmemacher Heinz Emigholz, selbst ein bildender Künstler mit großem Interesse an anderen Kunstformen, hat Schindlers Häuser in einer Vielzahl von Innen- und Außenansichten porträtiert, die nicht bloß sture Abbildung von Architekturen eines Meister der klassischen Moderne sind: Trotz der Statik seiner Einstellungen lässt er Platz für die "reale Welt", für Geräusche, Einrichtungen und Eigenarten der Bewohner die die Gebäude heute mit Leben erfüllen. Ein schöneres Kompliment kann es eigentlich für einen Architekten kaum geben, als zu zeigen, wie sehr seine Entwürfe leben und wie gut es sich in ihnen leben lässt. Für Architekten und solche, die es werden wollen, ist Schindlers Häuser – Photographie und Jenseits, Teil 12 ein klares "Must".

(Joachim Kurz)

Daten & Fakten

Produktionsland: Österreich
Produktionsjahr: 2007
Länge: 99 (Min.)
Verleih: Filmgalerie 451
Kinostart: 07.06.2007

Cast & Crew

Regie: Heinz Emigholz

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