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Rhythm is it! – TV-Tipp der Woche

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Kinostart: 01.01.2005

Freitag, den 3.3. 2006, ARTE, 22:05 Uhr

Berlin im Januar 2003: In einer alten Omnibus-Remise im Industriehafen studieren 250 Berliner Kinder aus 25 verschiedenen Nationen Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps ein. Choreographiert wird das Projekt von Royston Maldoom, die musikalische Leitung der Berliner Philharmonikern hat Sir Simon Rattle inne. All dies geschieht im Rahmen des ersten großen Education-Projektes der Initiative Zukunft@Bphil, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeit der Berliner Philharmoniker für das breite Publikum zu öffnen und zugleich Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten Berlins mit der Magie der Musik vertraut zu machen. Viele der Teilnehmer an diesem einzigartigen Projekt standen zum ersten Mal im Leben auf einer großen Bühne, mit einem Starchoreographen und einem Orchester von Weltrang hatte sowieso noch niemand zusammen gearbeitet.

Exemplarisch für die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der Teilnehmer haben die Filmemacher Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch drei Einzelpersonen herausgegriffen, Marie, die noch um ihren Hauptschulabschluss bangt; Olayinka, der erst vor kurzem als Kriegswaise aus Nigeria nach Deutschland gekommen ist, und Martin, der mit seinen eigenen Ängsten zu kämpfen hat. Und tatsächlich gelingt während der intensiven Probenarbeit das wagemutige Vorhaben der Initiatoren. Denn am Ende des Projekts wirken sie allesamt frischer, selbstbewusster und zuversichtlicher als zu Beginn.

Olayinkas depressiver Blick ist verschwunden, Maries Teint erscheint gesünder und Martin ist erstaunt über seine neu gewonnene Offenheit anderen Menschen gegenüber. Eine Reise in sich selbst und zu den eigenen Potenzialen, wie sie tiefgreifender und aufrüttelnder nicht sein könnte. Und ein deutliches Signal dafür, welche Auswirkungen solche Initiativen haben können.

Bereits die Dreharbeiten stellten ein großes Abenteuer dar, denn die Arbeit mit den Tänzern wurden auf DVCam gedreht, um so nah wie möglich an den jungen Eleven dran zu sein und zugleich flexibel reagieren zu können. Schließlich kamen rund 200 Stunden Rohmaterial zusammen, das mehrer Monate lang gesichtet, transkribiert und ausgewertet werden musste, so dass der Schnitt des Filmes ein halbes Jahr in Anspruch nahm. Auch die Tonspur erforderte einen enormen Aufwand, denn die Filmmusik und die Aufnahmen der Berliner Philharmoniker wurden in 5.1 Surround-Qualität aufgenommen und in Dolby Digital gemischt, so dass allein der Sound des Films ein Fest für die Ohren ist.

Wer es bislang nicht ins Kino geschafft hat, der kann sich die mitreißende Dokumentation eines außergewöhnlichen Projekts nun endlich im Fernsehen anschauen.

Daten & Fakten

Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2004
Länge: 105 (Min.)
Kinostart: 01.01.2005

Cast & Crew

Regie: Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Revolverknall am: 01.03.06
Mitreißend, aber Sir Simon Rattle spielt sich zu sehr auf, mag ich nicht.

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