No Regret
Originaltitel:
Huhwaehaji Anah
Kinostart:
01.01.2007
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Berlinale Panorama
Vor zehn Jahren hat der chinesische Regisseur Wong Kar-wai den schönsten aller schwulen Liebesfilme gedreht: Happy Together. Ein Geschichte über zwei Männer aus Hongkong, die in Argentinien vergeblich versuchen, ihre Beziehung zu retten. Quälend ist das für die beiden, ein Wechselbad zwischen Trennung und Versöhnung, zwischen Liebe und Hass.
Eine unmögliche schwule Liebe – das ist auch das Thema von Leesong Hee-ils No Regret / Huhwaehaji Anah. In seinem Spielfilmdebüt erzählt der koreanische Regisseur die Geschichte um Su-min (Lee Young-hoon), der aus einem Waisenhaus auf dem Lande nach Seoul kommt und dort den reichen Jae-min (Lee Han) kennen lernt. Su-min, gerade mal Anfang 20, will in der Großstadt sein Glück finden, ehrgeizig und stur verdient er sich sein Geld, zuerst als Fabrikarbeiter, dann als Küchenhilfe und schließlich landet er als Stricherjunge in einer Schwulenbar. Der konservative, gut betuchte Jae-min lebt auf der Sonnenseite des Lebens mit einer Frau an der Seite, die er bald heiraten wird. Doch das alles macht ihn nicht glücklich - erst als er Su-min begegnet, scheint er sein wahres Glück gefunden zu haben.
Aber Su-min will zunächst nichts von Jae-min wissen, seine Abneigung leugnet er nicht, er verstösst ihn immer wieder – doch Jae-min lässt nicht locker, entwickelt regelrecht ein stalkinghaftes Verhalten, um Su-min endlich körperlich näher zu kommen. Su-min hat Angst, ahnt er womöglich die Gefahr, das es nicht gutgehen kann, sich mit einem reichen, verwöhnten Managersöhnchen einzulassen. Der Film lässt sich Zeit für dieses lange Hin und Her und als endlich der Knoten platzt, Su-min sich auf Jae-min einlässt, ist die Liebesbeziehung, wenn auch leidenschaftlich, aber nur von kurzer Dauer. Aus Liebe wird Hass, aus Zärtlichkeit Brutalität. Am Ende kippt der Film in die typisch koreanische Grausamkeit, deren Glaubwürdigkeit jedoch sehr in Frage zu stellen ist.
No Regret hat seine schönen Momente, zeigt große Gefühle, teilweise leider zu plakativ nach dem Motto, die Kamera zeigt alles, Tabus gibt es keine. Der Film entlässt einen seltsam unberührt aus dem Kino, ohne über den Stoff im Nachhinein noch länger nachdenken oder reden zu wollen. Dann doch lieber gleich noch mal zuhause Happy Together auf DVD angucken.
(Katrin Knauth)
Eine unmögliche schwule Liebe – das ist auch das Thema von Leesong Hee-ils No Regret / Huhwaehaji Anah. In seinem Spielfilmdebüt erzählt der koreanische Regisseur die Geschichte um Su-min (Lee Young-hoon), der aus einem Waisenhaus auf dem Lande nach Seoul kommt und dort den reichen Jae-min (Lee Han) kennen lernt. Su-min, gerade mal Anfang 20, will in der Großstadt sein Glück finden, ehrgeizig und stur verdient er sich sein Geld, zuerst als Fabrikarbeiter, dann als Küchenhilfe und schließlich landet er als Stricherjunge in einer Schwulenbar. Der konservative, gut betuchte Jae-min lebt auf der Sonnenseite des Lebens mit einer Frau an der Seite, die er bald heiraten wird. Doch das alles macht ihn nicht glücklich - erst als er Su-min begegnet, scheint er sein wahres Glück gefunden zu haben.
Aber Su-min will zunächst nichts von Jae-min wissen, seine Abneigung leugnet er nicht, er verstösst ihn immer wieder – doch Jae-min lässt nicht locker, entwickelt regelrecht ein stalkinghaftes Verhalten, um Su-min endlich körperlich näher zu kommen. Su-min hat Angst, ahnt er womöglich die Gefahr, das es nicht gutgehen kann, sich mit einem reichen, verwöhnten Managersöhnchen einzulassen. Der Film lässt sich Zeit für dieses lange Hin und Her und als endlich der Knoten platzt, Su-min sich auf Jae-min einlässt, ist die Liebesbeziehung, wenn auch leidenschaftlich, aber nur von kurzer Dauer. Aus Liebe wird Hass, aus Zärtlichkeit Brutalität. Am Ende kippt der Film in die typisch koreanische Grausamkeit, deren Glaubwürdigkeit jedoch sehr in Frage zu stellen ist.
No Regret hat seine schönen Momente, zeigt große Gefühle, teilweise leider zu plakativ nach dem Motto, die Kamera zeigt alles, Tabus gibt es keine. Der Film entlässt einen seltsam unberührt aus dem Kino, ohne über den Stoff im Nachhinein noch länger nachdenken oder reden zu wollen. Dann doch lieber gleich noch mal zuhause Happy Together auf DVD angucken.
(Katrin Knauth)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
No Regret
Originaltitel:
Huhwaehaji Anah
Produktionsland:
Südkorea
Produktionsjahr:
2006
Länge:
114 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2007
CAST & CREW
Regie:
Leesong Hee-il
Hauptdarsteller:
Lee Young-hoon, Lee Han, Hawng Choon-ha, Kim Jeong-hwa, Lee Seung-cheol
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Artikel zum Thema
El Camino de los Ingleses
Deserto Feliz
Angel
Berlinale 2007: Goldener Bär für "Tuyas Ehe"
Lost in Beijing
Die Herzogin von Langeais
The Desert Dream
Bordertown
300
Beaufort
Berlinale 2007: Goldener Bär für Kurzfilm "Raak"
Berlinale 2007 - Alle Filmkritiken im Überblick
The Walker
El otro
Getting Home
Les Témoins
When A Man Falls In The Forest
Haebyuneui Yoein
Tagebuch eines Skandals
Letters From Iwo Jima
Goodbye Bafana
In memoria di me
"Wasserschlacht " gewinnt Berlin Today Award
Eye in the Sky
O ano em que meus pais saíram de férias
Szabadság, szerelem
Die Fälscher
The Good German
Ad Lib Night
La Vie en Rose
Berlinale 2007: Kulturstaatsminister Neumann betont Bedeutung des Filmfestivals
Berlinale 2007: "Lost in Beijing" darf doch gezeigt werden
Vorschau auf die 57. Berlinale
Berlinale 2007: Sieben junge Filmfans vergeben Jurypreis "Dialogue en perspective"
Der Gute Hirte
Berlinale 2007: Filmmarkt wächst weiter
Berlinale 2007: Berlinale Kamera für Márta Mészáros
Berlinale 2007: 50.000 Euro für den Erstlings-Bär
Berlinale 2007: Panorama eröffnet mit "The Tracey Fragments"
Berlinale Keynotes: Neues Format bei der Berlinale
Berlinale angelt sich weiteren Hauptsponsor
Berlinale: Programm der Perspektive Deutsches Kino komplett
"Berlin Alexanderplatz" bei der Berlinale 2007
Berlinale 2007: Wettbsprogramm fast vollständig
Prominente Jury bei der Berlinale 2007
22. Panorama der Berlinale gibt erste Filme bekannt
Berlinale eröffnet mit "La Vie En Rose"
Berlinale: Christian Petzolds "Yella" im Wettbewerb
Berlinale: Internet-Filme halten Einzug
Berlinale gibt erste Titel für Sektion "Perspektive Deutsches Kino" bekannt
Berlinale 2007: Meisterwerke von Okamoto Kihachi im Forum
Berlinale 2007: Goldener Ehrenbär für Arthur Penn
Berlin Today Award eröffnet Berlinale Talent Campus 2007
Mitglieder für Berlinale-Jury gesucht






