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Layla Fourie

Meinungen
1

3 Sterne aus 2 Bewertungen

Kinostart: 04.07.2013
FSK: 12
Genre: Drama
Tags: Schuld, Unfall, Südafrika, Fahrerflucht, Wahrheit, Lüge, Berlinale 2013, Berlinale 2013 Wettbewerb, Lügendetektor

Die Wahrheit und die Lüge

Wohin dieser Film will, was sein Thema sein wird, das sehen wir schon zu Beginn, gleich in der ersten Szene: Ein Mann befragt eine Frau, die auf die teilweise intimen Fragen stets nur mit Ja oder Nein antwortet. Dazu sehen wir Kurvendiagramme und hören Töne einer Apparatur, die sich schnell als Lügendetektor herausstellen wird. Es ist ein Einstellungsgespräch - zugegeben eines der ungewöhnlicheren Sorte - aber für den neuen Job von Layla Fourie (Rayna Campbell) doch ein konsequentes Verfahren, denn schließlich soll sie bei ihrer neuen Arbeit diese Apparatur bedienen.
Natürlich ist schnell klar, dass just sie selbst sich mit den Fragen nach Wahrheit und Lüge und deren Folgen wird auseinandersetzen müssen. Und genau so kommt es dann auch. Ihr erster Einsatz führt Layla und ihren kleinen Sohn Kane (Rapule Hendricks), den die alleinerziehende Mutter nicht anders unterzubringen weiß, in ein Casino, wo neue Mitarbeiter eingestellt werden sollen. Und diese Mitarbeiter müssen natürlich genauso zuverlässig sein wie Layla selbst.


Pia Marais ist selbst in Südafrika geboren und wuchs dort auf - und so war es für sie anscheinend folgerichtig, den Film in Johannesburg und Umgebung zu drehen. Gelegentlich gewährt sie Einblicke in die Realität des Landes, zeigt Stacheldrahtzäune, Überwachungskameras und deutet damit an, dass Layla Fourie auch jenseits der alten Geschichte um Schuld und Sühne, um Wahrheit und Lüge einiges erzählen könnte über den Umgang einer Gesellschaft mit den Schatten ihrer Vergangenheit.

Doch Marais belässt es bei kurzen Andeutungen und konzentriert sich so sehr auf die Figurenkonstellation und deren innere Konflikte, dass dieser Film ebenso gut in Deutschland oder anderswo spielen könnte. Weil diese Geschichte aber schon so häufig erzählt wurde und auch Pia Marais dem Plot abgesehen von der Kulisse nichts fundamental Neues hinzuzufügen weiß und nicht zuletzt aufgrund der recht zähen Inszenierung verfehlt Layla Fourie das Ziel, einen Film zu erschaffen, der nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

(Joachim Kurz)

Daten & Fakten

Produktionsland: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Südafrika
Produktionsjahr: 2013
Länge: 105 (Min.)
Verleih: Real Fiction
Kinostart: 04.07.2013

Cast & Crew

Regie: Pia Marais
Drehbuch: Pia Marais, Horst Markgraf
Kamera: Andre Chemetoff
Schnitt: Mona Bräuer, Chris Teerink
Musik: Bachar Khalifé
Hauptdarsteller: August Diehl, Rapulana Seiphemo, Rayna Campbell, Rapule Hendricks, Terry Norton

MEINUNGEN

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Bisherige Meinungen

(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Lisa Film am: 25.04.13
Einer der langweiligsten Filme, die ich auf der diesjährigen Berlinale gesehen habe...

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