Laitakaupungin Valot
Originaltitel:
Licht im Morgengrauen – Cannes 2006
Kinostart:
01.01.2006
Leserbewertung:
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Melancholisch schön
Pedro Almodovar, Richard Linklater, Nanni Moretti und nun also Aki Kaurismäki – die Besetzung des diesjährigen Wettbewerbs klingt – neben manchen peinlichen Ausrutschern wie ein „Who is who“ des Arthouse-Kinos. Und es ist bemerkenswert und spricht für die Qualität des Autoren-Kinos, mit welcher Selbstverständlichkeit diese und andere Regie-Größen des Kinos Jahr für Jahr in wechselnder Besetzung auf den roten Teppich an der Croisette zurückkehren. Ein gern gesehener Gast ist Aki Kaurismäki, der in diesem Jahr mit Laitakaupungin Valot / Licht im Morgengrauen den Abschluss seiner Loser-Trilogie präsentiert, die einst mit Wolken ziehen vorüber und Mann ohne Vergangenheit begann.
Der Wachmann Koistinen (Janne Hyytiäinen) ist – wie meist bei Kaurismäki – ein stiller, zurückgezogener und schweigsamer Geselle. Er ist eine solche Unperson, dass sich seine Kollegen nicht einmal an seinem Namen erinnern, obwohl er schon seit mehreren Jahren mit ihnen zusammenarbeitet. Eines Tages begegnet er der jungen Mirja (Maria Järvenhelmi), doch die meint es nicht gut mit dem notorisch vom Schicksal Gebeutelten. Der erkennt zu spät in welche Falle er bei seiner harmlosen kleinen Liebelei getappt ist.
Das große Thema von Kaurismäkis neuem Film ist Einsamkeit, wie er selbst sagt, und allem Anschein nach gelingt ihm die Umsetzung dieses Zustandes in erlesenen Bildern, wie die Kritiker bei ARTE feststellen. Auch Variety zeigt sich durchaus angetan von Kaurismäkis stilsicherer und zurückgenommener Inszenierung, die bisweilen an die Gemälde Edward Hoppers erinnert, bemängelt aber den bitteren Unterton in der Geschichte, der doch zu sehr aufs amerikanische Gemüt schlägt. Der Spiegel hingegen schätzt gerade die beharrliche Ruhe und Melancholie des neuen Kaurismäki und meint, der Film habe alles, was man von einem echten Kaurismäki erwarte. Der Hollywood Reporter findet den Film zwar gelungen erzählt, doch wird dort die emotionale Tiefe vermisst, die verhindere, dass der Film so richtig zu Herzen gehe, wie man sich das wünsche.
Der Wachmann Koistinen (Janne Hyytiäinen) ist – wie meist bei Kaurismäki – ein stiller, zurückgezogener und schweigsamer Geselle. Er ist eine solche Unperson, dass sich seine Kollegen nicht einmal an seinem Namen erinnern, obwohl er schon seit mehreren Jahren mit ihnen zusammenarbeitet. Eines Tages begegnet er der jungen Mirja (Maria Järvenhelmi), doch die meint es nicht gut mit dem notorisch vom Schicksal Gebeutelten. Der erkennt zu spät in welche Falle er bei seiner harmlosen kleinen Liebelei getappt ist.
Das große Thema von Kaurismäkis neuem Film ist Einsamkeit, wie er selbst sagt, und allem Anschein nach gelingt ihm die Umsetzung dieses Zustandes in erlesenen Bildern, wie die Kritiker bei ARTE feststellen. Auch Variety zeigt sich durchaus angetan von Kaurismäkis stilsicherer und zurückgenommener Inszenierung, die bisweilen an die Gemälde Edward Hoppers erinnert, bemängelt aber den bitteren Unterton in der Geschichte, der doch zu sehr aufs amerikanische Gemüt schlägt. Der Spiegel hingegen schätzt gerade die beharrliche Ruhe und Melancholie des neuen Kaurismäki und meint, der Film habe alles, was man von einem echten Kaurismäki erwarte. Der Hollywood Reporter findet den Film zwar gelungen erzählt, doch wird dort die emotionale Tiefe vermisst, die verhindere, dass der Film so richtig zu Herzen gehe, wie man sich das wünsche.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Laitakaupungin Valot
Originaltitel:
Licht im Morgengrauen – Cannes 2006
Produktionsland:
Finnland
Produktionsjahr:
2006
Länge:
80 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2006
CAST & CREW
Regie:
Aki Kaurismäki
Hauptdarsteller:
Janne Hyytiäinen, Maria Järvenhelmi, Ilkka Koivula, Maria Heiskanen, Paju
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