L.A. Crash

Kinostart: 04.08.2005
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Leben ist lebensgefährlich

36 Stunden in L.A., 36 Stunden im Leben einer Handvoll Menschen, die auf der Suche sind. Ein schicksalhafter Autounfall führt sie zusammen. Der Schmelztiegel USA abseits der Sonnenseite des Lebens. Eine Verkettung von Zufällen zur falschen Zeit am falschen Ort.

Staatsanwalt Rick Cabot (Brandan Fraser) und seine Ehefrau Jean (Sandra Bullock) werden nachts auf offener Straße überfallen. Da die beiden Täter schwarz sind, fühlt sich das Paar in seinen rassistischen Vorurteilen bestätigt. Jean ist völlig verängstigt, da sie auch mit Geld keine völlige Sicherheit kaufen kann. Die beiden Täter. die Trickbetrüger Peter (Larenz Tate) und Anthony (Chris „Ludacris“ Bridges), stehlen das Auto und rauschen davon. Noch mehr Hass auf Farbige hat der Officer John Ryan (Matt Dillon), der mit seinem jungen Kollegen Tom (Ryan Philippe) auf nächtlicher Streife durch die Straßen von L.A. unterwegs ist. Die beiden stoppen den Wagen des schwarzen Ehepaars Cameron (Terrence Howard) und Christine (Thandie Newton). Obwohl die Beschreibung der Täter des Autodiebstahles nicht auf das Paar zutrifft, besteht Officer Ryan auf Leibesvisitation und inspiziert den Körper von Christine etwas zu genau. Diese fühlt sich erniedrigt und macht ihrem Mann Cameron bittere Vorwürfe, weil er sie nicht verteidigt hat. Der Nachwuchscop Tom ist von den Geschehnissen schockiert und fragt am nächsten Tag nach einem neuen Partner. Doch auch er kann seine Vorurteile nicht völlig ablegen und begeht einen entscheidenden Fehler.

Am anderen Ende der Stadt versucht der Leutnant Graham Waters (Don Cheadle) seine Familie zu schützen und manipuliert einen Fall. Waters liefert einen Ausländer an die Polizei aus, wissentlich, dass er den wahren Täter damit schützt.

Daniel ist Latino und arbeitet beim Schlüsseldienst. Seine Tochter Lara (Ashlyn Sanchez) fürchtet sich vor Waffen und schläft unter ihrem Bett. Seine Familie bringt Daniel mehr schlecht als recht durch. Als er seinen Kunden Farhad (Shaun Toub), Besitzer eines iranischen Kleinwarenladens, auffordert, ein neues Schloss für die Ladentür zu besorgen, reagiert dieser mit Ablehnung. Es kommt zum Streit und Daniel lässt den Auftrag platzen. Als in der Nacht im Laden eingebrochen wird, steht für den Ladenbesitzer der Täter fest und er macht sich auf die Suche nach ihm.

Eine Gruppe von Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Irgendwann führt sie das Schicksal zusammen und die Weisheit „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“ gewinnt an Bedeutung. Ihre Wege kreuzen sich, trennen sich wieder. Alles sind hin und her gerissen zwischen Angst, Wut, Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Glück.

Regisseur und Drehbuchschreiber Paul Haggis hat einen schwermütigen und nachdenklichen Film über die Menschen von L.A. gemacht. Die Episoden thematisieren den offenen und versteckten Rassismus, die Grenzen der sozialen Systeme und zeigen Vorurteile der verschiedenen ethnischen Kulturen auf. Auch wenn versucht wird, sich davon freizumachen, bleibt man in den anerzogenen und gesellschaftlich determinierten Ansichten gefangen. Haggis spricht sich gegen diesen Wahn aus, zeigt neben vergebenen Chancen auch unerwartete Hilfsbereitschaft und Menschen, die über sich reflektieren und sich ändern können.

Nach seinem Erfolg als Drehbuchautor von Million Dollar Baby liefert der Kanadier mit dem Ensemble-Drama ein beeindruckendes Regie-Debüt. Ein packendes und leidenschaftliches Drama, für das er auf seine 25 Jahre in L.A. zurückblickte.

(Gesine Grassel)

DATEN & FAKTEN

ÜBERBLICK

Titel: L.A. Crash
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2004
Länge: 113 (Min.)
Verleih: Universum / Central

VERÖFFENTLICHUNGEN

Kinostart: 04.08.2005

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FILMBEWERTUNG

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Bisherige Kommentare (Anzeige: 5 von insgesamt 9)
Von: frank a.k.a white ashtray am: 02.11.05
der neue " black & white" würd ich sagen. viel action sehr guter film. ludacris passt da gur rein. genial
Von: Katha am: 06.08.05
genialer Film, der mich auch heute, eine Woche nachdem ich ihn gesehen habe nicht richtig los. Regt sehr zum Nachdenken an und weckt starke Emotionen. Teilweise fand ich ihn arg konstruiert, aber trotzdem gut gemacht und sehr empfehlenswert.
Von: am: 01.08.05
Ein grandioser Film ... kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen
Von: Robert S. am: 28.07.05
Der Film ist für mich einer der besten Filme des Jahres 2005, denn die Thematik in diesem Film ist leider immer noch aktuell und wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern. Die Rassen-Diskirminierung ist in den USA, der Weltmacht, ist leider immer allgegenwärtig. In den Köpfen der Leute ist es zwar drin, aber Paul Haggis zeigt uns die täglich Realität in den USA!!! Absolut Top dieser Film!
Von: Sadduh am: 28.07.05
Der Film ist einfach nur Genial, ein wahres Miesterwerk!! Die Gefühle die beim schauen dieses Filmes in einem brodeln sind phänomenal, man fühlt mit jeder Person mit, einfach nur super genial gemacht!!!
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