Rumble in Shanghai
Schauplatz des neuen Films von Stephen Chow ist das Shanghai der 30er Jahre. Die Stadt ist fest in der Hand der berüchtigten, skrupellosen Äxte-Gang und wird von dieser täglich terrorisiert. Schutzgelderpressungen stehen auf der Tagesordnung. Nur ein unbedeutendes Viertel am Stadtrand namens „Schweinestall“ ist bislang von den Übeltaten der Triade verschont geblieben.
Sing (Stephen Chow) ist ein herumlungernder Trottel, der es sich als Ziel gesetzt hat, Mitglied der mächtigen Bande der gekreuzten Äxte zu werden. Fälschlicherweise gibt er sich als solches aus und versucht von einem hilflosen Bewohner des „Schweinestalls“ Schutzgeld zu erpressen. Darauf hin passiert etwas, womit Sing allerdings nicht gerechnet hat. Ein Nudelmacher (Dong Zhi Hua), ein Kuli (Xing Yu) und ein Schneider (Chiu Chi Ling), drei an sich ganz gewöhnliche Bürger, entpuppen sich als ein Trio wahrer Kampfkunstmeister. Sie treten zum Kampf gegen die zufällig gerade in der Nachbarschaft weilende Äxte-Gang an und wissen sich exzellent zu verteidigen. Der Rückzug der verprügelten Mafiosi ist zunächst nur ein Etappensieg und der Auftakt zu einem humorvollen Kampfkunstspektakel, das schließlich die verborgenen Talente und der Kräfte Sings und der übrigen „Schweinestall-Bewohner“ ans Tageslicht befördert.
Als langjähriger Bruce-Lee- und Martial-Arts-Fan hat Stephen Chow einen sehr persönlichen Film gemacht. Aufgewachsen im dicht besiedelten Kowloon in Hongkong erinnern die Mietshäuser des „Schweinstalls“ an die Wohnstätte seiner eigenen Vergangenheit. Zur Inszenierung der eindrucksvollen Kampfszenen hat er sich von klassischen Martial-Arts-Filmen inspirieren lassen und gleichzeitig mit modernster digitaler Technologie beholfen. Die komischste Szene im Film ist, als Pseudo-Gangster Sing während einer Kampfszene so weit in die Höhe schnellt, dass er auf Buddha in Form einer Wolke trifft.
Kung Fu Hustle hat in Asien und den USA bislang über 60 Millionen US Dollar eingespielt. An der einheimischen Kinokasse in Hongkong war er der erfolgreichste Film im Jahr 2004. Auf dem 29. Hong Kong International Filmfestival räumte er gleich sechs Preise auf einmal ab, darunter den Hauptpreis für den besten Film. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund, dass sich das Hongkong-Kino seit Jahren in einer Dauerkrise befindet und die Anzahl der Filmproduktionen beängstigend rückläufig ist. Wurden in den Achtzigern, der Goldenen Ära des Hongkong-Kinos noch bis zu 300 Filme jährlich produziert, waren es im letzten Jahr gerade noch 65 Produktionen. Die nachlassende Qualität der Hongkong-Filme, die massive Konkurrenz von japanischen und koreanischen Filmen und die illegale Piraterie hat das Hongkonger Filmpublikum immer mehr davon abgehalten, sich einheimische Produktionen im Kino anzusehen.
Doch Hongkong-Filmveteran Stephen Chow weiß es besser. Er hat es, wie schon bei seinem letzten Film Shaolin Soccer, auch mit Kung Fu Hustle geschafft, sich in einer vor sich hin kränkelnden Filmindustrie und einem eher desinteressierten Kinopublikum abzusetzen und damit erfolgreich zu sein. Mit den richtigen Ingredienzien hat er eine Melange aus spektakulärerer Kampfkunst, Special Effects, Slapstick Komödie und chinesischer Tradition komponiert.
Kung Fu Hustle ist ein cineastischer Leckerbissen für Kill-Bill-Fans und Martial-Arts-Liebhaber. Alle, die sich 95 Minuten auf asiatischen Humor einlassen und gut unterhalten werden wollen, werden nicht enttäuscht sein.
(Katrin Knauth)
© des Bildes und des Trailers: Sony Pictures Releasing GmbH
Sing (Stephen Chow) ist ein herumlungernder Trottel, der es sich als Ziel gesetzt hat, Mitglied der mächtigen Bande der gekreuzten Äxte zu werden. Fälschlicherweise gibt er sich als solches aus und versucht von einem hilflosen Bewohner des „Schweinestalls“ Schutzgeld zu erpressen. Darauf hin passiert etwas, womit Sing allerdings nicht gerechnet hat. Ein Nudelmacher (Dong Zhi Hua), ein Kuli (Xing Yu) und ein Schneider (Chiu Chi Ling), drei an sich ganz gewöhnliche Bürger, entpuppen sich als ein Trio wahrer Kampfkunstmeister. Sie treten zum Kampf gegen die zufällig gerade in der Nachbarschaft weilende Äxte-Gang an und wissen sich exzellent zu verteidigen. Der Rückzug der verprügelten Mafiosi ist zunächst nur ein Etappensieg und der Auftakt zu einem humorvollen Kampfkunstspektakel, das schließlich die verborgenen Talente und der Kräfte Sings und der übrigen „Schweinestall-Bewohner“ ans Tageslicht befördert.
Als langjähriger Bruce-Lee- und Martial-Arts-Fan hat Stephen Chow einen sehr persönlichen Film gemacht. Aufgewachsen im dicht besiedelten Kowloon in Hongkong erinnern die Mietshäuser des „Schweinstalls“ an die Wohnstätte seiner eigenen Vergangenheit. Zur Inszenierung der eindrucksvollen Kampfszenen hat er sich von klassischen Martial-Arts-Filmen inspirieren lassen und gleichzeitig mit modernster digitaler Technologie beholfen. Die komischste Szene im Film ist, als Pseudo-Gangster Sing während einer Kampfszene so weit in die Höhe schnellt, dass er auf Buddha in Form einer Wolke trifft.
Kung Fu Hustle hat in Asien und den USA bislang über 60 Millionen US Dollar eingespielt. An der einheimischen Kinokasse in Hongkong war er der erfolgreichste Film im Jahr 2004. Auf dem 29. Hong Kong International Filmfestival räumte er gleich sechs Preise auf einmal ab, darunter den Hauptpreis für den besten Film. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund, dass sich das Hongkong-Kino seit Jahren in einer Dauerkrise befindet und die Anzahl der Filmproduktionen beängstigend rückläufig ist. Wurden in den Achtzigern, der Goldenen Ära des Hongkong-Kinos noch bis zu 300 Filme jährlich produziert, waren es im letzten Jahr gerade noch 65 Produktionen. Die nachlassende Qualität der Hongkong-Filme, die massive Konkurrenz von japanischen und koreanischen Filmen und die illegale Piraterie hat das Hongkonger Filmpublikum immer mehr davon abgehalten, sich einheimische Produktionen im Kino anzusehen.
Doch Hongkong-Filmveteran Stephen Chow weiß es besser. Er hat es, wie schon bei seinem letzten Film Shaolin Soccer, auch mit Kung Fu Hustle geschafft, sich in einer vor sich hin kränkelnden Filmindustrie und einem eher desinteressierten Kinopublikum abzusetzen und damit erfolgreich zu sein. Mit den richtigen Ingredienzien hat er eine Melange aus spektakulärerer Kampfkunst, Special Effects, Slapstick Komödie und chinesischer Tradition komponiert.
Kung Fu Hustle ist ein cineastischer Leckerbissen für Kill-Bill-Fans und Martial-Arts-Liebhaber. Alle, die sich 95 Minuten auf asiatischen Humor einlassen und gut unterhalten werden wollen, werden nicht enttäuscht sein.
(Katrin Knauth)
© des Bildes und des Trailers: Sony Pictures Releasing GmbH
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kung Fu Hustle – Gong fu
Produktionsjahr:
2004
Länge:
95 (Min.)
Verleih:
Sony
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
02.06.2005
CAST & CREW
Regie:
Stephen Chow
Hauptdarsteller:
Stephen Chow, Wah Yuen, Qiu Yuen, Kwok Kuen Chan, Siu Lung Leung
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: Gast am: 12.02.06
Das stimmt eine von besten Kung Fu Filme. Vielleicht habe den Film fünf oder sechs oder mehr mals gesehen.
Von: Punkie am: 11.06.05
Der gestörteste Film den ich je gesehen habe!!! Die Kampfszenen ziehn sich ewig hin und man schläft dabei fast ein. Und alles ist so unlogisch, dass man am liebsten das Kino verlassen würde. Leute, verschwendet dafür kein Geld!!!
Von: Temel am: 05.06.05
,,Der beste film aller zeiten´´ was meint ihr da drausen
Von: pp am: 16.05.05
wer die chinesisch sprache nicht so gut wie muttersprache kann, kann Kung Fu Hustle nie richtig verstehen.
Von: am: 12.05.05
Der Film an sich ist nicht schlecht gemacht. Jedoch erinnert er in seinen Kampfszenen stark an Matrix. Die Kampfszenen sind somit extrem übertrieben und nicht mehr in alter Jackie Chan oder Bruce Lee Maniere. In der Musik und vorallem in einer best. Szene hat er sich anscheinend von Stanley Kubrick und seinen Filmen beeinflussen lassen. Ein sehenswerter Film aber nichts für Leute , die einen Film in alter Bruce Lee Art erwarten.





