Die Fuchtel der Diktatur
Eigentlich ist es eine spannende und interessante Geschichte, die Regisseur Hiner Saleem in seinem Film Kilometre Zero erzählt. Als einer der ersten Filmemacher überhaupt hat Saleem nach dem Ende des Irakkrieges einen Film in seiner ehemaligen Heimat, dem Kurdengebiet im Norden des Irak, gedreht. Teilweise unter abenteuerlichen Umständen, die sich leider auch ab und an in der technischen Qualität des Film widerspiegeln, hat Saleem einen beeindruckenden Film produziert, der einen Einblick in die schrecklichen Leiden der irakischen Bevölkerung unter dem tyrannischen Regime Sadam Husseins gewährt.
Im Jahr 1988, mitten im Krieg zwischen dem Iran und dem Irak, wird der junge Kurde Ako (Nazmi Kirik) in die irakische Armee zwangsrekrutiert. Miserabel ausgebildet wird er an die Front geschickt. Dort leidet er nicht nur unter dem iranischen Feind, der die im Schlamm eingegrabene irakische Armee erbarmungslos beschießt, sondern auch unter seinen sadistischen Vorgesetzten, die zwar wissen, wie man Untergebene schikaniert, aber keine Ahnung von moderner Kriegsführung haben. In seiner Verzweiflung ist Ako sogar bereit, sich selbst zu verstümmeln, um dem Gemetzel zu entkommen und zu seiner Frau zurück zu kehren. Doch auf dem Höhepunkt des Unglücks erhält Ako eine Aufgabe, die ihn scheinbar aller Sorgen entledigt. Er soll den in die irakische Fahne gehüllten Sarg eines Gefallenen nach Hause begleiten. Mit dem Pickup eines Taxifahrers (Robert Alazraki) macht er sich auf den Weg über die staubigen Straßen des Irak.
Doch der vermeintlich leichte Job entpuppt sich für Ako schnell als äußerst anstrengend. Der arabische Taxifahrer hat für den jungen Kurden nur Verachtung übrig und macht ihm das Leben so schwer, wie nur irgend möglich. Immer wieder wird das ungleiche Duo auf ihrer Irrfahrt einem LKW mit einer Statue Sadam Husseins begegnen, die umgestürzt auf der Ladebühne liegt - eine Mahnung an das spätere Schicksal des Diktators.
Wie schon in seinem letzten Film Wodka Lemon versucht Saleem eine Blick auf die Skurrilitäten und Absurditäten des täglichen Lebens zu werfen. In diesem Fall ist es der Blick auf das "normale Leben" in einer tyrannischen und menschenverachtenden Diktatur. Saleem zeichnet damit ein lebendiges Bild des Iraks unter der Ägide Sadam Husseins, auch wenn manch ein Witz daneben geht. Nicht alles mag an Kilometre Zero gelungen sein. Und doch hinterlässt der Film ein starkes Gefühl der Beklommenheit beim Zuschauer.
Im Jahr 1988, mitten im Krieg zwischen dem Iran und dem Irak, wird der junge Kurde Ako (Nazmi Kirik) in die irakische Armee zwangsrekrutiert. Miserabel ausgebildet wird er an die Front geschickt. Dort leidet er nicht nur unter dem iranischen Feind, der die im Schlamm eingegrabene irakische Armee erbarmungslos beschießt, sondern auch unter seinen sadistischen Vorgesetzten, die zwar wissen, wie man Untergebene schikaniert, aber keine Ahnung von moderner Kriegsführung haben. In seiner Verzweiflung ist Ako sogar bereit, sich selbst zu verstümmeln, um dem Gemetzel zu entkommen und zu seiner Frau zurück zu kehren. Doch auf dem Höhepunkt des Unglücks erhält Ako eine Aufgabe, die ihn scheinbar aller Sorgen entledigt. Er soll den in die irakische Fahne gehüllten Sarg eines Gefallenen nach Hause begleiten. Mit dem Pickup eines Taxifahrers (Robert Alazraki) macht er sich auf den Weg über die staubigen Straßen des Irak.
Doch der vermeintlich leichte Job entpuppt sich für Ako schnell als äußerst anstrengend. Der arabische Taxifahrer hat für den jungen Kurden nur Verachtung übrig und macht ihm das Leben so schwer, wie nur irgend möglich. Immer wieder wird das ungleiche Duo auf ihrer Irrfahrt einem LKW mit einer Statue Sadam Husseins begegnen, die umgestürzt auf der Ladebühne liegt - eine Mahnung an das spätere Schicksal des Diktators.
Wie schon in seinem letzten Film Wodka Lemon versucht Saleem eine Blick auf die Skurrilitäten und Absurditäten des täglichen Lebens zu werfen. In diesem Fall ist es der Blick auf das "normale Leben" in einer tyrannischen und menschenverachtenden Diktatur. Saleem zeichnet damit ein lebendiges Bild des Iraks unter der Ägide Sadam Husseins, auch wenn manch ein Witz daneben geht. Nicht alles mag an Kilometre Zero gelungen sein. Und doch hinterlässt der Film ein starkes Gefühl der Beklommenheit beim Zuschauer.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kilometre Zero – Cannes 2005
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 4 von insgesamt 4)
Von: idris am: 15.06.06
Ich finde das der film sehr gut ist es lässt ein einblick in die weld die ein mensch in europa sich nicht vorstellen könnte.
Von: am: 10.02.06
Super Film muss jeder sehen ob kurde oder iraker oder Chrisst!!!
Von: deler am: 23.01.06
sehr gut gemacht
Von: am: 08.06.05
Ein Muss für jeden
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