Erkenne Dich selbst. Drehe einen Film
Eine deutsche Geschichte in Köln: der 26 jährige „Crash“ (Matthias Schweighöfer) hat sich für „die gute Tat“ entschieden, ist im Rettungsdienst beruflich tagtäglich auf den Straßen unterwegs. Selbst durch einen schweren Unfall in seiner Kindheit traumatisiert, kommt er nur schwer mit der Realität eines Retters zurecht, flüchtet sich aus der Welt des Leids und des Todes immer häufiger in seine eigenen Träume – bis er bei einem Einsatz auf die schwangere „November“ (Jessica Schwarz) trifft, in die er sich sofort verliebt. Zum ersten Mal scheint er nun glücklich zu sein, scheint nur die Liebe einen tatsächlichen Ausweg aus seiner persönlichen Sinnkrise zu bieten. Doch schließlich holt ihn die Vergangenheit wieder ein, als sich sein Schicksal aus der Kindheit zu wiederholen scheint ...
Obwohl Kammerflimmern Hendrik Hölzemanns Debüt als Regisseur und gleichzeitig seine Abschlussarbeit an der Filmakademie Ludwigsburg darstellt, ist er kein Unbekannter – hatte er sich doch mit dem Drehbuch von Benjamin Quabecks Nichts Bereuen bereits positiv hervorgetan.
Es ist die Welt der kaputten Ehen, des Milieus, der Drogen, Partys, Penner und anstrengenden zwischenmenschlichen Beziehungen, die Hölzemann nunmehr ausführlich beschreibt. Draußen herrscht hier unerbärmlich der alltägliche Wahnsinn und drinnen in den Wohnungen auch nur Zwist und Leid. Ein Drama, das existentialistisch vom Leben und noch mehr vom Zerfall erzählt. Daran können auch etwas Sex und eine Tasse Tee zwischen Rettungsdienst und Wiederbelebung nichts ändern.
Hölzemann packt viel Persönliches und Autobiographisches rein in seinen Film, der einem aufgrund der vielen, an Fernsehbilder erinnernden Einzelszenen oft überfrachtet vorkommt. Denn seinen Zivildienst verbrachte er selbst als Rettungssanitäter (ebenfalls in Köln), wie Crash hatte er in seiner Kindheit einen schweren Unfall, wie sein Hauptdarsteller findet er Skateboards gut. Alles ganz schön wichtig und bedeutsam also, könnte man meinen – und doch bleibt am Ende ein großes Fragezeichen auf der Kinoleinwand stehen. Wo soll bei diesem Film nur das Besondere sein, wo ist der Punkt, an dem man sagen kann: kinowürdig!? Nein, der ist kaum zu finden, so dass man sich schon fragen kann, ob so ein Film nun auch noch in die deutschen Kinos muss, die eh schon unter einem riesigen Angebot stöhnen und der Zuschauer mit seinen Kinobesuchen kaum hinterherkommt. Fazit: Nichts gegen eine solide Abschlussarbeit und heilende Nabelschau - als Kinoereignis aber leider kaum geeignet.
Obwohl Kammerflimmern Hendrik Hölzemanns Debüt als Regisseur und gleichzeitig seine Abschlussarbeit an der Filmakademie Ludwigsburg darstellt, ist er kein Unbekannter – hatte er sich doch mit dem Drehbuch von Benjamin Quabecks Nichts Bereuen bereits positiv hervorgetan.
Es ist die Welt der kaputten Ehen, des Milieus, der Drogen, Partys, Penner und anstrengenden zwischenmenschlichen Beziehungen, die Hölzemann nunmehr ausführlich beschreibt. Draußen herrscht hier unerbärmlich der alltägliche Wahnsinn und drinnen in den Wohnungen auch nur Zwist und Leid. Ein Drama, das existentialistisch vom Leben und noch mehr vom Zerfall erzählt. Daran können auch etwas Sex und eine Tasse Tee zwischen Rettungsdienst und Wiederbelebung nichts ändern.
Hölzemann packt viel Persönliches und Autobiographisches rein in seinen Film, der einem aufgrund der vielen, an Fernsehbilder erinnernden Einzelszenen oft überfrachtet vorkommt. Denn seinen Zivildienst verbrachte er selbst als Rettungssanitäter (ebenfalls in Köln), wie Crash hatte er in seiner Kindheit einen schweren Unfall, wie sein Hauptdarsteller findet er Skateboards gut. Alles ganz schön wichtig und bedeutsam also, könnte man meinen – und doch bleibt am Ende ein großes Fragezeichen auf der Kinoleinwand stehen. Wo soll bei diesem Film nur das Besondere sein, wo ist der Punkt, an dem man sagen kann: kinowürdig!? Nein, der ist kaum zu finden, so dass man sich schon fragen kann, ob so ein Film nun auch noch in die deutschen Kinos muss, die eh schon unter einem riesigen Angebot stöhnen und der Zuschauer mit seinen Kinobesuchen kaum hinterherkommt. Fazit: Nichts gegen eine solide Abschlussarbeit und heilende Nabelschau - als Kinoereignis aber leider kaum geeignet.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kammerflimmern
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2004
Länge:
100 (Min.)
Verleih:
Constantin Film
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
03.02.2005
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 25)
Von: touni am: 15.10.09
Genialer film! Hat mich zutiefst beeindruckt. Beängstigend und wunderbar zugleich.
Einfach unglaublich!!
Von: ländsl am: 09.05.09
Dieser Film war so real und doch so besonders ankucken unbedingt lohnt sich !
Von: Arya Winterwolf am: 29.03.08
Dieser Film hat mich berührt. Mein Vater meinte nur, was siest du auch immer so tragische Filme an, doch ich finde diesen Film auch künstlerisch gut gemacht.
Von: filmfreak am: 20.01.08
hey ich hab leider nur das ende gesehen und würde mich freuen wenn mir jemand sagen könnte wann der film nochmal läuft!!also zumindest das was ich gesehen hab war echt klasse!!
Von: uli am: 08.01.07
der film war echt klasse.. hab mich echt gewundert denn viel hat man ja noch net davon gehört! kann ihn aber jedem empfehlen. hat auch irgendwo etwas nachdenkliches..
lg
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