Jules und Jim – TV-Tipp der Woche
Kinostart:
01.01.2005
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Donnerstag, 28.4. 2005, 3sat, 22:25
Jules (Oskar Werner), ein junger Deutscher, und Jim (Henri Serre), ein junger Franzose, lernen sich vor dem Ersten Weltkrieg im Pariser Künstlerviertel Montmartre kennen. Rasch erkennen die beiden, dass sie sich optimal ergänzen, der eine ein leichtlebiger Bohémien, der andere ein ernsthafter Biologe und Wissenschaftler. In jenen unbeschwerten Tagen vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges durchstreifen die beiden ausgelassen ihr Paris und treffen schließlich auf eine Frau namens Catherine (Jeanne Moreau), die beide gleichermaßen fasziniert. Doch sie sind weit davon entfernt, sich wegen dieser Frau zu entzweien, zumal Catherine zu verstehen gibt, beide gleichermaßen zu lieben. Schließlich entscheidet sich Catherine – nun schwanger – doch für Jules, heiratet ihn kurz vor Kriegsbeginn und geht mit ihm nach Deutschland.
Nach dem Krieg, jener „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, besucht Jim die beiden, die mittlerweile mit ihrer gemeinsamen Tochter in einem Bauernhaus im Schwarzwald leben. Rasch erkennt Jim, dass die Verbindung der beiden nicht glücklich ist. Und so ist es kaum verwunderlich, dass die alte Leidenschaft zwischen Jim und Catherine rasch wieder entflammt. Jules leidet zwar unter dem sich anbahnenden Verhältnis, doch er will weder seinen Freund noch seine Frau verlieren und duldet die Liaison still. Doch auch mit Jules erreicht Catherine nicht das, was sie will. Und so kehrt dieser nach Paris zurück. Erst Jahre später werden sie sich wiedersehen. Um seine Frau und den Freund nicht zu verlieren, duldet Jules ihr intimes Verhältnis. Zu Catherines großer Enttäuschung bleibt die Verbindung zwischen ihr und Jim kinderlos. Als dieser wieder nach Paris geht, ahnt Catherine, dass sie ihn für immer verlieren wird. Aber durch einen Zufall begegnen sich die drei Freunde Jahre später wieder. Als Jim schließlich aus dem Dreierbund ausschert, kommt es zur Katastrophe...
Es ist schon erstaunlich, dass der Regisseur François Truffaut seinen Film Jules und Jim nach dem autobiographisch gefärbten Roman von Henri-Pierre Roché aus dem Jahre 1961 vergleichsweise locker durch die Zensur bringen konnte – wenn auch erst ab 18. Denn seine Schilderung einer Ménage à trois ohne jegliche moralische Vorverurteilung und so voller Lebensfreude widersprach selbst in den Sechzigern noch dem sittlichen Empfinden des überwiegenden Teils der Bevölkerung. Diejenigen allerdings, die nicht so sittenstreng dachten, erfreuten sich an einem Film, der wie kaum ein anderer zuvor (und danach), die Freuden und die Schrecken der Liebe und der Freundschaft auf den Punkt brachte – bis in den Tod. Ein gleichermaßen beschwingtes wie melancholisches Meisterwerk.
Nach dem Krieg, jener „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, besucht Jim die beiden, die mittlerweile mit ihrer gemeinsamen Tochter in einem Bauernhaus im Schwarzwald leben. Rasch erkennt Jim, dass die Verbindung der beiden nicht glücklich ist. Und so ist es kaum verwunderlich, dass die alte Leidenschaft zwischen Jim und Catherine rasch wieder entflammt. Jules leidet zwar unter dem sich anbahnenden Verhältnis, doch er will weder seinen Freund noch seine Frau verlieren und duldet die Liaison still. Doch auch mit Jules erreicht Catherine nicht das, was sie will. Und so kehrt dieser nach Paris zurück. Erst Jahre später werden sie sich wiedersehen. Um seine Frau und den Freund nicht zu verlieren, duldet Jules ihr intimes Verhältnis. Zu Catherines großer Enttäuschung bleibt die Verbindung zwischen ihr und Jim kinderlos. Als dieser wieder nach Paris geht, ahnt Catherine, dass sie ihn für immer verlieren wird. Aber durch einen Zufall begegnen sich die drei Freunde Jahre später wieder. Als Jim schließlich aus dem Dreierbund ausschert, kommt es zur Katastrophe...
Es ist schon erstaunlich, dass der Regisseur François Truffaut seinen Film Jules und Jim nach dem autobiographisch gefärbten Roman von Henri-Pierre Roché aus dem Jahre 1961 vergleichsweise locker durch die Zensur bringen konnte – wenn auch erst ab 18. Denn seine Schilderung einer Ménage à trois ohne jegliche moralische Vorverurteilung und so voller Lebensfreude widersprach selbst in den Sechzigern noch dem sittlichen Empfinden des überwiegenden Teils der Bevölkerung. Diejenigen allerdings, die nicht so sittenstreng dachten, erfreuten sich an einem Film, der wie kaum ein anderer zuvor (und danach), die Freuden und die Schrecken der Liebe und der Freundschaft auf den Punkt brachte – bis in den Tod. Ein gleichermaßen beschwingtes wie melancholisches Meisterwerk.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Jules und Jim – TV-Tipp der Woche
Produktionsland:
Frankreich
Produktionsjahr:
1961
Länge:
103 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Francois Truffaut
Hauptdarsteller:
Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre, Marie Dubois, Boris Bassiak
FILMBEWERTUNG
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