Der Schmerz des Verschwindens
Immer wieder zieht es Françoise (Marianne Basler) zurück nach Berlin. Sie hofft, ihre Tochter Marie zu finden, die hier vor vielen Jahren entführt wurde, als sie gerade drei Jahre alt war. Ihr Mann Pierre (Aurélien Recoing) ist aus Paris nachgekommen, um bei ihr zu sein. Tatsächlich bedarf seine sensible Gattin auch der Betreuung, denn die fortwährende Last der Nicht-Vergessen-Könnens macht sie zu einem Fall für die Psychiatrie. Doch dann begegnet Françoise auf einem ihrer Streifzüge der jungen Nina (Julia Hummer), die in einem betreuten Wohnprojekt untergebracht ist. Nina hat sich soeben mit der rastlosen Streunerin und Diebin Toni (Sabine Timoteo) angefreundet, die sich einfach nimmt, was sie zum Leben braucht und die niemals zurückschaut. Zusammen erleben sie eine kurze Zeit der Nähe, einen Augenblick des Glücks. Bei ihrem Aufeinandertreffen glaubt Françoise fest daran, endlich ihre seit langem vermisste Tochter wiedergefunden zu haben. Sieht sie nur Gespenster?
Gespenster von Christian Petzold ist mit Sicherheit von allen deutschen Wettbewerbsbeiträgen der schwerste und vielleicht auch der künstlerisch anspruchsvollste. Sein forschender Blick auf die Qualen einer Frau, die sich nicht mit dem Verschwinden ihrer Tochter abfinden kann, geht unter die Haut und quält – vielleicht zu sehr. Dementsprechend gehen die Meinungen über Petzolds Film auch auseinander wie bei keinem anderen deutschen Film – für die einen ist Gespenster eine sensible Studie, für die anderen ein Film, der die Laune verhagelt oder schlichtweg langweilt. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen.
Gespenster von Christian Petzold ist mit Sicherheit von allen deutschen Wettbewerbsbeiträgen der schwerste und vielleicht auch der künstlerisch anspruchsvollste. Sein forschender Blick auf die Qualen einer Frau, die sich nicht mit dem Verschwinden ihrer Tochter abfinden kann, geht unter die Haut und quält – vielleicht zu sehr. Dementsprechend gehen die Meinungen über Petzolds Film auch auseinander wie bei keinem anderen deutschen Film – für die einen ist Gespenster eine sensible Studie, für die anderen ein Film, der die Laune verhagelt oder schlichtweg langweilt. Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Gespenster - Berlinale Wettbewerb 2005
Produktionsland:
Deutschland, Frankreich
Produktionsjahr:
2004
Länge:
85 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Christian Petzold
Hauptdarsteller:
Benno Fürmann, Sabine Timoteo, Marianne Basler, Aurélien Recoing
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 2 von insgesamt 2)
Von: susanne erhard am: 21.02.05
grauenvoll, kein einziger guter dialog, die ewige langeweile, benno f. in einer "wahnsinns"-rolle, unglaubwürdig. auf keinen fall reingehen!!!
Von: am: 20.02.05
viel zu artifiziell,
Menschen ohne Fleisch und Blut,
alle leben wie in Luftblasen
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