Irrlichternde Odyssee ins Leere
Amos Gitai gilt als eine der Gallionsfiguren des neuen israelischen Kinos, doch sein neuer Film Free Zone, der gestern im Wettbewerb von Cannes lief, ist kaum dazu angetan, diesen Ruf nachhaltig zu stärken. Längst machen andere, jüngere israelische Regisseure bemerkenswerte Filme mit innovativem Stil, Witz, Frechheit und einem durchaus scharfen politischen Bewusstsein, allesamt Ingredienzien, die man bei Free Zone schmerzlich vermisst.
Free Zone erzählt die Geschichte der jungen Amerikanerin Rebecca (Natalie Portman), die wegen ihres Verlobten nach Jerusalem gekommen ist. Doch nun ist die Beziehung vorbei, und Rebecca will fort, so schnell wie möglich, egal wohin. Auf ihrer Flucht gerät sie in das Taxi von Hanna (Hanna Laslo), die mit der verwirrten Amerikanerin in die „Free Zone“ nach Jordanien fährt, um dort eine größere Summe Geld für ihren Mann zu übernehmen. Eine Fahrt, die schließlich zu einer Odyssee wird, und zwar zu einer verdammt langweiligen...
Schwerfällig und tapsig kommt Amos Gitais neuer Film daher, eine irgendwie bedeutungsschwangere Parabel über die Situation Israels, deren tieferer Sinn dem schläfrigen Zuschauer allerdings verborgen blieb. Die technischen und visuellen Unzulänglichkeiten, die der Film zu bieten hat, werden nur noch von den Dialogen übertroffen, die larmoyant bis platt und kaum dazu angetan sind, eine größere Perspektive auf die Situation Israels zu werfen, wie dies Gitai wohl intendierte. Wie schrieb der Hollywood Reporter etwas gehässig, aber für den Großteil der Zuschauer zutreffend über Amos Gitais neues Werk: Gäbe es einen Preis für den schlechtesten Film des Wettbewerbs, Free Zone wäre ein heißer Anwärter darauf.“ Dem bleibt eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Und der Rest ist Schweigen...
Free Zone erzählt die Geschichte der jungen Amerikanerin Rebecca (Natalie Portman), die wegen ihres Verlobten nach Jerusalem gekommen ist. Doch nun ist die Beziehung vorbei, und Rebecca will fort, so schnell wie möglich, egal wohin. Auf ihrer Flucht gerät sie in das Taxi von Hanna (Hanna Laslo), die mit der verwirrten Amerikanerin in die „Free Zone“ nach Jordanien fährt, um dort eine größere Summe Geld für ihren Mann zu übernehmen. Eine Fahrt, die schließlich zu einer Odyssee wird, und zwar zu einer verdammt langweiligen...
Schwerfällig und tapsig kommt Amos Gitais neuer Film daher, eine irgendwie bedeutungsschwangere Parabel über die Situation Israels, deren tieferer Sinn dem schläfrigen Zuschauer allerdings verborgen blieb. Die technischen und visuellen Unzulänglichkeiten, die der Film zu bieten hat, werden nur noch von den Dialogen übertroffen, die larmoyant bis platt und kaum dazu angetan sind, eine größere Perspektive auf die Situation Israels zu werfen, wie dies Gitai wohl intendierte. Wie schrieb der Hollywood Reporter etwas gehässig, aber für den Großteil der Zuschauer zutreffend über Amos Gitais neues Werk: Gäbe es einen Preis für den schlechtesten Film des Wettbewerbs, Free Zone wäre ein heißer Anwärter darauf.“ Dem bleibt eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Und der Rest ist Schweigen...
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Free Zone - Cannes 2005
Produktionsland:
Israel
Produktionsjahr:
2005
Länge:
94 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Martin Fiedler am: 21.10.05
Ich finde keineswegs, dass dieser Film - abgesehen davon, was er sonst noch alles sein mag - unpolitisch ist: Ganz im Gegenteil. Dadurch, dass Amos sich "ganz" auf die drei, sich treffenden Frauen - eine Jüdin, eine Palestinenserin und eine Amerikanerin, und deren Verstricktheit, in Ihre jeweils eigenen Lebensbedingungen konzentriert, kommt umso mehr, der sozio-politische Background hervor. Dies kommt absolut verdichtet in der Szene hervor, in welcher die drei, vollkommen unterschiedlichen Frauen, mit einem gemeinsamen Ziel unterwegs sind, ihre Köpfe im Einklang zu wunderbarer Radio-Musik schwingen lassen, dieser Sound unterbrochen wird von einer Terrormeldung, was die drei völlig unbeeindruckt ihr Genießen fortsetzen läßt.
Weiters ist für eine Kritik an diesem Film zu berücksichtigen, dass er von Anbeginn an experimentell ausgelegt war und ist: Die Schauspieler waren größtenteil dazu aufgefordert zu imporvisieren. Frei nach Andrej Tarkowskis´ Empfehlung, die Schauspieler nicht über das noch Kommende zu informieren, sondern sie jeweils nur mit bestimmten Situationen zu konfronieren, schafft Gitai in Free Zone eine sonderbare Vermischung von fiktiven und tatsächlichen Charakteren: Das Casting ist dabei schon mehr als im üblichen Sinne Regiearbeit.
Alles in Allem ein wunderbares Kinoerlebnis, zugegebenermaßen für Cineasten, die sich freuen, eine, vom Common Sense abweichende Bildersprache präsentiert zu bekommen.
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