Die Wurzeln des Blues
Im dritten Teil des Blues-Project beschäftigt sich der Regisseur Martin Scorsese mit den afrikanischen Wurzeln des Blues und begleitet den Musiker Corey Harris auf einer Entdeckungsreise vom Mississippi-Delta bis ins westafrikanische Mali. Mehr noch als in den beiden voran gegangenen Filmen des Blues Project von Wim Wenders und Richard Pearce betätigt sich Scorsese als Musikarchäologe, den vor allem die Herkunft und die Lebensumstände interessieren, die diese Musikrichtung seit jeher begleiten. Durch diese quasi soziologische Herangehensweise ist der Blues für Scorsese mehr ist als nur ein bestimmter Musikstil: er ist vielmehr die lebendige und komplexe Ausdrucksform der Lebensumstände eines großen – des schwarzen – Teils der nordamerikanischen Bevölkerung.
Mehr noch als in Wim Wenders Film The Soul of a Man bindet Scorsese historische Aufnahmen in den Film ein, die vor allem aus einer Quelle stammen – der Sammlung Lomax. John A. Lomax und sein Sohn Alan, die sich selbst als ‚Ballad Hunters’ verstanden, haben den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Tausende von Blues-Stücken quer durch die USA für das Archive of Folk Culture Collections in der Library of Congress gesammelt. Auf diesen Aufnahmen sind unter anderem John Lee Hooker, Son House und Lead Belly zu sehen. Kontrastiert werden die eindrucksvollen Dokumente von Bildern spontaner Sessions, die sich während der Begegnungen für den Film ergaben , so etwa mit Corey Harris, Willie King, Taj Mahal, Keb’ Mo’, Otha Turner, Habib Koité, Salif Keita und Ali Farka Touré.
Auf diese Weise entsteht eine eindrucksvolle Odyssee durch Länder, Kontinente und Epochen, eine Reise, die niemals den Eindruck erweckt, als würde hier über etwas längst Vergangenes berichtet. Vielmehr erscheint der Blues als eine Art kollektives Gedächtnis der Afroamerikaner, das nach wie vor seine zeitlose Gültigkeit hat, ein vielstimmiges \"Praise the Blues!\" im Zwölftaktschema.
Mehr noch als in Wim Wenders Film The Soul of a Man bindet Scorsese historische Aufnahmen in den Film ein, die vor allem aus einer Quelle stammen – der Sammlung Lomax. John A. Lomax und sein Sohn Alan, die sich selbst als ‚Ballad Hunters’ verstanden, haben den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Tausende von Blues-Stücken quer durch die USA für das Archive of Folk Culture Collections in der Library of Congress gesammelt. Auf diesen Aufnahmen sind unter anderem John Lee Hooker, Son House und Lead Belly zu sehen. Kontrastiert werden die eindrucksvollen Dokumente von Bildern spontaner Sessions, die sich während der Begegnungen für den Film ergaben , so etwa mit Corey Harris, Willie King, Taj Mahal, Keb’ Mo’, Otha Turner, Habib Koité, Salif Keita und Ali Farka Touré.
Auf diese Weise entsteht eine eindrucksvolle Odyssee durch Länder, Kontinente und Epochen, eine Reise, die niemals den Eindruck erweckt, als würde hier über etwas längst Vergangenes berichtet. Vielmehr erscheint der Blues als eine Art kollektives Gedächtnis der Afroamerikaner, das nach wie vor seine zeitlose Gültigkeit hat, ein vielstimmiges \"Praise the Blues!\" im Zwölftaktschema.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Feel Like Going Home
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2003
Länge:
82 (Min.)
Verleih:
Reverse Angle/Filmwelt
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.07.2004
CAST & CREW
Regie:
Martin Scorsese
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