Eine unbequeme Wahrheit
Originaltitel:
An Inconvenient Truth
Kinostart:
12.10.2006
Leserbewertung:
Vorhang auf für Al Gore
„Was wäre, wenn…“ ist eine allseits beliebte Fragestellung, die die Menschen immer wieder von Alternativen träumen lässt, davon, dass eine andere Welt möglich wäre. Und so ist es nach dem Anschauen des Films Eine unbequeme Wahrheit / An Inconvenient Truth nur allzu natürlich, dass man sich unweigerlich frägt, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn im Jahr 2000 bei jener doch recht fragwürdigen Entscheidung bei den Präsidentschaftswahlen in den USA der Sieger nicht George W. Bush, sondern Al Gore gewesen wäre.
Dass die Entscheidung anders ausgefallen ist, hat die Welt nicht unbedingt ruhiger, sicherer und sauberer gemacht, ein Eindruck, der sich nach dem Film noch weiter verstärkt. Dabei ist Eine unbequeme Wahrheit / An Inconvenient Truth beileibe keine Dokumentation im Stile Michael Moores, die mit brachialer Gewalt auf den politischen Gegner einprügelt, sondern eine ebenso spannende wie fundierte Auseinandersetzung mit dem weltweiten Klimawandel, in deren Mittelpunkt eben jener Beinahe-Präsident der USA steht, der im Jahr 2000 verlor und der heute mehr denn je ein Siegertyp ist, weil er die Zeichen der Zeit erkannt hat.
Bereits seit dem Jahr 1992 engagiert sich Al Gore für den Umweltschutz und hat sich seit jener Wahlniederlage vollkommen dem Thema des globalen Klimawandels verschrieben. Mit einer aufwendigen Multimedia-Präsentation zieht der Politiker durch die Lande, begleitet von einem Medientross, der den Feldzug Gores für eine lebenswerte Zukunft mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. So ganz kann der einst steif wirkende Vizepräsident unter Bill Clinton seine etwas belehrende Aura nicht ablegen, doch man spürt bei Davis Guggenheims Film jederzeit, dass hier ein Überzeugungstäter spricht, der seine wissenschaftlich hervorragend aufbereiteten Fakten dann und wann auch mal mit einem Cartoon oder eindrucksvollen Naturaufnahmen untermauert, um das unaufhaltsame Fortschreiten der Zerstörung festzuhalten. Fast scheint es so, als habe Al Gore endlich seine eigene Bestimmung gefunden und verstehe es nun erst wirklich, die Menschen mit seinen Thesen und Argumenten zu begeistern. Und so zögert man keinen Moment, Al Gore Glauben zu schenken, wenn er von sich sagt, er habe endgültig mit der Politik abgeschlossen, um sich ganz seiner neuen Aufgabe zu widmen.
Davis Guggenheims Einblicke in den Menschen Al Gore und seine Herzensangelegenheit ergeben einen überaus spannenden, aufrüttelnden Film, der eigentlich zum Pflichtprogramm für alle Menschen rund um den Globus werden sollte – vor allem aber für jene Politiker wie George W. Bush, die leichtfertig Chancen zu einem ökologischen Umdenken verspielen, um die Machtinteressen weniger zu schützen. Eine unbequeme Wahrheit / An Inconvenient Truth ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Dokumentarfilme der vergangenen und kommenden Jahre und hat allein schon wegen des Themas einen massenhaften Zuspruch an den Kinokassen mehr als verdient. Und es bleibt zu hoffen, dass der Film nicht nur die Menschen zum Gang ins Kino, sondern auch zum Umdenken bewegt. Es ist höchste Zeit!
(Joachim Kurz)
Dass die Entscheidung anders ausgefallen ist, hat die Welt nicht unbedingt ruhiger, sicherer und sauberer gemacht, ein Eindruck, der sich nach dem Film noch weiter verstärkt. Dabei ist Eine unbequeme Wahrheit / An Inconvenient Truth beileibe keine Dokumentation im Stile Michael Moores, die mit brachialer Gewalt auf den politischen Gegner einprügelt, sondern eine ebenso spannende wie fundierte Auseinandersetzung mit dem weltweiten Klimawandel, in deren Mittelpunkt eben jener Beinahe-Präsident der USA steht, der im Jahr 2000 verlor und der heute mehr denn je ein Siegertyp ist, weil er die Zeichen der Zeit erkannt hat.
Bereits seit dem Jahr 1992 engagiert sich Al Gore für den Umweltschutz und hat sich seit jener Wahlniederlage vollkommen dem Thema des globalen Klimawandels verschrieben. Mit einer aufwendigen Multimedia-Präsentation zieht der Politiker durch die Lande, begleitet von einem Medientross, der den Feldzug Gores für eine lebenswerte Zukunft mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. So ganz kann der einst steif wirkende Vizepräsident unter Bill Clinton seine etwas belehrende Aura nicht ablegen, doch man spürt bei Davis Guggenheims Film jederzeit, dass hier ein Überzeugungstäter spricht, der seine wissenschaftlich hervorragend aufbereiteten Fakten dann und wann auch mal mit einem Cartoon oder eindrucksvollen Naturaufnahmen untermauert, um das unaufhaltsame Fortschreiten der Zerstörung festzuhalten. Fast scheint es so, als habe Al Gore endlich seine eigene Bestimmung gefunden und verstehe es nun erst wirklich, die Menschen mit seinen Thesen und Argumenten zu begeistern. Und so zögert man keinen Moment, Al Gore Glauben zu schenken, wenn er von sich sagt, er habe endgültig mit der Politik abgeschlossen, um sich ganz seiner neuen Aufgabe zu widmen.
Davis Guggenheims Einblicke in den Menschen Al Gore und seine Herzensangelegenheit ergeben einen überaus spannenden, aufrüttelnden Film, der eigentlich zum Pflichtprogramm für alle Menschen rund um den Globus werden sollte – vor allem aber für jene Politiker wie George W. Bush, die leichtfertig Chancen zu einem ökologischen Umdenken verspielen, um die Machtinteressen weniger zu schützen. Eine unbequeme Wahrheit / An Inconvenient Truth ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Dokumentarfilme der vergangenen und kommenden Jahre und hat allein schon wegen des Themas einen massenhaften Zuspruch an den Kinokassen mehr als verdient. Und es bleibt zu hoffen, dass der Film nicht nur die Menschen zum Gang ins Kino, sondern auch zum Umdenken bewegt. Es ist höchste Zeit!
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Eine unbequeme Wahrheit
Originaltitel:
An Inconvenient Truth
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2005
Länge:
95 (Min.)
Verleih:
UIP
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
12.10.2006
CAST & CREW
Regie:
Davis Guggenheim
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 15)
Von: Meier am: 30.04.08
Dieser kaum bessere VHS-Vortrag hat einen Oscar gewonnen? Dann ist es um die Amis nicht nur schlecht bestellt, weil für sie Umweltschutz ein Fremdwort ist, sondern auch, weil sie nicht mehr wissen, wann ein Film gut und informativ ist.
Von: BertrandRussel am: 25.03.07
Sehenswert auch für bereits gut Informierte. Besonders zu empfehlen für solche, die schnell in die Materie einsteigen wollen. Danke Al Gore.
Von: nata am: 14.03.07
unter der erde liegen meint ich ^^
Von: nata am: 14.03.07
Ich bin gerade mal 14 und wir haben den film mit der schule gesehen und ich hab mich echt für alle geschämt die aus dem kino raus sind und meinten der film sei LANGWEILIG, wie kann die eigene zukunft langweilig sein?? und sie fühlten sich zu cool für den film!!!ich finde den film super!!! und er ist total verständlich gemacht.... Also wenn ihr die WAHRHEIT vertragt schaut euch den Film an!!!!! und wenn ihr wie die andern reagiert dann seit ihr nicht zu gut für die welt, nein die welt ist zu gut für euch!!! ich will später mal kinder haben, aber wenn man so in die zukunft sieht lehnt man das doch erstmal dankend ab!!!
obwohl wir doch so viel ändern könnten!!! und all die politiker die, die ganzen Fakten überhöhren sinds doch die in 50 Jahren unter der Erde lieben und sich nen scheiß dafür intresieren was mit UNSRER zukunft ist, also schaut euch den film an UND LEHRNT!!!
Von: sabsi am: 31.01.07
Hey!! Schaut euch diesen brillianten Film umbedingt an! Ich hätte wirklich in meinen Träumen nie gedacht, dass die Klimaerwärmung schon solche Ausmaße hat! Die Gletscher schmilzen, Grönland gibt es in 30 Jahren wahrscheinlich gar nicht mehr, Überflutungen und zugleich im selben Land Dürreperioden, unzählige Tierarten sterben aus, neue Krankheiten werden hervorgerufen, ... etc! (Es gibt schon erste Malaria Fälle in Deutschland! Nicht von Urlaubern aus anderen Ländern mitgebracht!!!)Die Anzeichen dafür sind doch gigantisch, oder?? Man muss einfach der Wahrheit ins Auge sehen! Es ist an der Zeit, dass wir aufwachen!! (wie auch der Titelsong zu diesem Film lautet)und es ist wahr! WIR können noch was ändern!Ich hab den Film mit der Schule angeschaut und kann ihn nur weiterempfelen! Das gute daran ist, dass "eine unbequeme Wahrheit" nicht in einer komplizierten wissenschaftlicher Fachsprache, sonder sehr gut, auch für eine 14 jährige, zu verstehen war!!









