„Wir brauchen mehr Eier…“
Spielfilme über Krankheiten und das Sterben gehen oft genug auf einem schmalen Grat zwischen Betroffenheit und Kitsch und enden meist zielsicher in letzterem. Wer erinnert sich nicht an „Love Story“, bei der ein Krebsleiden dem Traumpaar einen geigenumflorten Garaus machte? Oder Till Schweigers Road-Movie Knocking on Heaven’s Door, das zielsicher immer dann unerträglich wurde, wenn er der beiden Hauptdarsteller mal wieder röchelnd am Boden lag. Da bilden Filme wie der von Pedro Almodovar produzierte und wundervoll unprätentiöse My life without me schon eher die Ausnahme.
Sehr gewagt erscheint deshalb die Herangehensweise des jungen deutschen Regisseurs Florian Schwentke an das Thema – in seinem Film Eierdiebe macht er sich einfach darüber lustig. Als Martin (Wotan Wilke Möhring), ein junger Student, mit der Diagnose Hodenkrebs ins Krankenhaus eingewiesen wird, fühlt er sich der Willkür der „Eierdiebe“ – so die Bezeichnung für die behandelnden Ärzte – und der Gnadenlosigkeit des abgestumpften Pflegepersonals ausgesetzt, für die er binnen kürzester Zeit nur noch „der Hoden“ ist. Vorbei ist der Traum vom Elitestudium in den USA, stattdessen droht die Kastration. Gegen den Rat der Ärzte entscheidet sich Martin gegen die Totaloperation und beginnt eine Chemotherapie. Als er auf der Krebsstation Freunde finden, denen es ähnlich ergeht, rührt sich sein Lebenswille und Widerspruchsgeist. Gemeinsam mit Nickel und Harry (Janek Rieke und Antoine Monot jr.) und der Patientin Susanne (Julia Hummer) bringt Martin frischen Wind in die eiskalte Routine des Krankenhausalltags.
Schwarzhumorig und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus schildert Eierdiebe den Horror einer Krebserkrankung, ohne dabei ins Zotige oder Banale abzudriften und sorgt so für Lacher, die einem im nächsten Moment im Halse stecken bleiben. Ein Film, der einem im wahrsten Sinne des Wortes mächtig an die Eier geht…
Sehr gewagt erscheint deshalb die Herangehensweise des jungen deutschen Regisseurs Florian Schwentke an das Thema – in seinem Film Eierdiebe macht er sich einfach darüber lustig. Als Martin (Wotan Wilke Möhring), ein junger Student, mit der Diagnose Hodenkrebs ins Krankenhaus eingewiesen wird, fühlt er sich der Willkür der „Eierdiebe“ – so die Bezeichnung für die behandelnden Ärzte – und der Gnadenlosigkeit des abgestumpften Pflegepersonals ausgesetzt, für die er binnen kürzester Zeit nur noch „der Hoden“ ist. Vorbei ist der Traum vom Elitestudium in den USA, stattdessen droht die Kastration. Gegen den Rat der Ärzte entscheidet sich Martin gegen die Totaloperation und beginnt eine Chemotherapie. Als er auf der Krebsstation Freunde finden, denen es ähnlich ergeht, rührt sich sein Lebenswille und Widerspruchsgeist. Gemeinsam mit Nickel und Harry (Janek Rieke und Antoine Monot jr.) und der Patientin Susanne (Julia Hummer) bringt Martin frischen Wind in die eiskalte Routine des Krankenhausalltags.
Schwarzhumorig und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus schildert Eierdiebe den Horror einer Krebserkrankung, ohne dabei ins Zotige oder Banale abzudriften und sorgt so für Lacher, die einem im nächsten Moment im Halse stecken bleiben. Ein Film, der einem im wahrsten Sinne des Wortes mächtig an die Eier geht…
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Eierdiebe
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2003
Länge:
88 Min. (Min.)
Verleih:
Odeon/Filmwelt
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
22.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Robert Schwentke
Hauptdarsteller:
Wotan Wilke Möhring, Janek Rieke, Antoine Monot jr., Julia Hummer
FILMBEWERTUNG
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