Das Ende eines Mythos
Mit großer Spannung erwartet wurde der einzige deutsche Wettbewerbsbeitrag beim diesjährigen Filmfestival in Cannes – Don’t Come Knocking von Wim Wenders. Die hohe Erwartungshaltung war unter anderem auch dadurch begründet, dass Wenders bei seinem neusten Film wieder mit Sam Shepard zusammen arbeitete, mit dem er auch Paris, Texas gedreht hatte, der Film, der als letzter deutscher Film eine Goldene Palme erringen konnte. Im Fall von Don’t Come Knocking zeichnet sich Shepard für das Drehbuch verantwortlich und übernahm zugleich auch noch die Hauptrolle des alternden Western-Darstellers Howard Spence.
Spence ist Schauspieler und auf Western spezialisiert. Bei den Dreharbeiten zu seinem neuesten Film im Monument Valley spürt Spence, dass er bald sterben wird. Kein Wunder, hat der Mann doch ein Leben voller Exzesse hinter sich. Kurz entschlossen schwingt er sich auf sein Pferd und reitet davon. Spence erstes Ziel ist seine Mutter (Eva Marie Saint) mit der er seit mehr als dreißig Jahren keinen Kontakt hatte. Sie teilt ihm mit, dass er ein Kind hat, das scheinbar in Butte in Montana lebt. Inzwischen hat sich ein von der Filmproduktion angeheuerter Privatdetektiv auf Spence Fersen geheftet, der von der Filmproduktion angeheuert wurde, um den flüchtigen Darsteller wieder an den Set zu bringen. Spence macht sich auf den Weg nach Butte und findet dort eine seiner zahllosen Liebschaften wieder, Doreen (Jessica Lange), die tatsächlich einen Kind von ihm bekommen hat. Der Filius Earl (Gabriel Mann) reagiert sehr allergisch auf seinen Vater, der dann auch noch herausfinden muss, dass er auch noch eine Tochter namens Sky (Sarah Polley) hat, deren Mutter allerdings bereits gestorben ist. Im Gegensatz zu ihrem Stiefbruder Earl findet Sky Gefallen an Spence, zumindest ist sie ein wenig von ihm fasziniert.
Wim Wenders hat immer wieder beteuert, das Amerika das Land seiner Träume ist. In Don’t Come Knocking beschäftigt er sich mit zwei zentralen Themen. Zunächst geht es Wenders um die Demystifizierung einer amerikanischen Ikone, der des Cowboys. Spence, der alle in traditionellen Western gepflegten Attribute des „lonsome riders“ besitzt, wird während seines Rittes zurück in die eigene Vergangenheit mit den Auswirkungen seines früheren Handelns konfrontiert. Man kann nicht behaupten, dass aus dem Saulus nun ein Paulus würde, doch wenigstens kommt er ein wenig ins Grübeln. Zudem beschäftigt sich der Film mit der Wichtigkeit familiärer Bedingungen, ähnlich übrigens wie Jim Jarmusch Broken Flowers, der auch im Wettbewerb lief.
Kann Wenders Film in Cannes gewinnen? Möglich wäre das schon. Don’t Come Knocking hat ein exzellentes und gut aufgelegtes Cast, hervorzuheben sind besonders die Leistungen von Sam Shepard und Jessica Lange. Kameramann Franz Lustig zaubert ein ums andere Mal imposante Bilder auf die Leinwand, die stark an die Gemälde von Edward Hopper erinnern und Wenders erzählt die Geschichte lakonisch und gewürzt mit reichlich Humor. Am Samstag Abend sind wir alle schlauer.
Foto - © 2004 Reverse Angle International / IFC All Rights Reserved
Spence ist Schauspieler und auf Western spezialisiert. Bei den Dreharbeiten zu seinem neuesten Film im Monument Valley spürt Spence, dass er bald sterben wird. Kein Wunder, hat der Mann doch ein Leben voller Exzesse hinter sich. Kurz entschlossen schwingt er sich auf sein Pferd und reitet davon. Spence erstes Ziel ist seine Mutter (Eva Marie Saint) mit der er seit mehr als dreißig Jahren keinen Kontakt hatte. Sie teilt ihm mit, dass er ein Kind hat, das scheinbar in Butte in Montana lebt. Inzwischen hat sich ein von der Filmproduktion angeheuerter Privatdetektiv auf Spence Fersen geheftet, der von der Filmproduktion angeheuert wurde, um den flüchtigen Darsteller wieder an den Set zu bringen. Spence macht sich auf den Weg nach Butte und findet dort eine seiner zahllosen Liebschaften wieder, Doreen (Jessica Lange), die tatsächlich einen Kind von ihm bekommen hat. Der Filius Earl (Gabriel Mann) reagiert sehr allergisch auf seinen Vater, der dann auch noch herausfinden muss, dass er auch noch eine Tochter namens Sky (Sarah Polley) hat, deren Mutter allerdings bereits gestorben ist. Im Gegensatz zu ihrem Stiefbruder Earl findet Sky Gefallen an Spence, zumindest ist sie ein wenig von ihm fasziniert.
Wim Wenders hat immer wieder beteuert, das Amerika das Land seiner Träume ist. In Don’t Come Knocking beschäftigt er sich mit zwei zentralen Themen. Zunächst geht es Wenders um die Demystifizierung einer amerikanischen Ikone, der des Cowboys. Spence, der alle in traditionellen Western gepflegten Attribute des „lonsome riders“ besitzt, wird während seines Rittes zurück in die eigene Vergangenheit mit den Auswirkungen seines früheren Handelns konfrontiert. Man kann nicht behaupten, dass aus dem Saulus nun ein Paulus würde, doch wenigstens kommt er ein wenig ins Grübeln. Zudem beschäftigt sich der Film mit der Wichtigkeit familiärer Bedingungen, ähnlich übrigens wie Jim Jarmusch Broken Flowers, der auch im Wettbewerb lief.
Kann Wenders Film in Cannes gewinnen? Möglich wäre das schon. Don’t Come Knocking hat ein exzellentes und gut aufgelegtes Cast, hervorzuheben sind besonders die Leistungen von Sam Shepard und Jessica Lange. Kameramann Franz Lustig zaubert ein ums andere Mal imposante Bilder auf die Leinwand, die stark an die Gemälde von Edward Hopper erinnern und Wenders erzählt die Geschichte lakonisch und gewürzt mit reichlich Humor. Am Samstag Abend sind wir alle schlauer.
Foto - © 2004 Reverse Angle International / IFC All Rights Reserved
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Don't Come Knocking - Cannes 2005
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2005
Länge:
122 (Min.)
Verleih:
Reverse Angle/UIP
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Wim Wenders
Hauptdarsteller:
Sarah Polley, Jessica Lange, Sam Shepard, Gabriel Mann, Eva Marie Saint
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: Rüdiger Speer am: 26.08.05
Ich bin Reporter bei der Zeitschrift "Theaterbild" und dieser Film ist mit Abstand der langweiligste Film denn ich mir je im Kino angesehen habe.!
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