Montag, 11. Oktober 2010, ARTE, 20:15 Uhr
Eine geschickt konstruierte, charmante französische Liebeskomödie mit einem hochkarätigen Starensemble erwartet die Zuschauer von Die Männer, die ich liebte von Claude Berri aus dem Jahre 1980. Der im vergangenen Jahr verstorbene Schauspieler und Filmemacher, der 2008 mit Willkommen bei den Sch'tis / Bienvenue chez les Ch'tis den erfolgreichsten französischen Film überhaupt produzierte, hat mit der charismatischen Catherine Deneuve als faszinierender Femme fatale eine schelmische Romanze inszeniert, die nun innerhalb des Programms von ARTE ihre Deutschlandpremiere feiert.
Was Männer anbetrifft, bindet sich die ebenso aparte wie temperamentvolle Alice (Catherine Deneuve), Mitte dreißig und Mutter zweier Kinder, allenfalls temporär. Ist sie bereits – oder erst – ein paar Jahre mit Julien (Jean-Louis Trintignant) zusammen, verlangt es sie nach Trennung, und zwar ausgerechnet am Heiligabend, an dem sie eine ganz besondere Tischgesellschaft geladen hat: Ihre einstigen Liebsten Simon (Serge Gainsbourg) und Patrick (Gérard Depardieu), den Vater ihrer Tochter Sofia (Vanessa Guyomard). Während Alice mit den Männern über die Fallstricke der Liebe sinniert, wird in Rückblicken die Geschichte ihrer turbulenten Beziehungen erzählt ...
Die Männer, die ich liebte gelangte seinerzeit nicht in die deutschen Kinos; zu überragend gestaltete sich der Erfolg des Dramas Die letzte Metro / Le dernier métro von François Truffaut, der drei Monate zuvor in Frankreich erschienen war, neben zahlreichen Auszeichnungen für einen Oscar nominiert wurde und ebenfalls mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu in den Hauptrollen aufwartete, so dass Claude Berris pfiffige Komödie ungleich weniger Beachtung fand, aber immerhin für die Filmmusik von Serge Gainsbourg sowie für Alain Souchon als Besten Nebendarsteller für den César nominiert wurde. Die Männer, die ich liebte, der zuvorderst durch die mitreißende Schauspielkunst seiner populären Protagonisten besticht, stellt ein verschmitztes Stück gegen die romantische Vorstellung dar, dass alle Liebe letztlich nach Ewigkeit strebt.
(Marie Anderson)
Was Männer anbetrifft, bindet sich die ebenso aparte wie temperamentvolle Alice (Catherine Deneuve), Mitte dreißig und Mutter zweier Kinder, allenfalls temporär. Ist sie bereits – oder erst – ein paar Jahre mit Julien (Jean-Louis Trintignant) zusammen, verlangt es sie nach Trennung, und zwar ausgerechnet am Heiligabend, an dem sie eine ganz besondere Tischgesellschaft geladen hat: Ihre einstigen Liebsten Simon (Serge Gainsbourg) und Patrick (Gérard Depardieu), den Vater ihrer Tochter Sofia (Vanessa Guyomard). Während Alice mit den Männern über die Fallstricke der Liebe sinniert, wird in Rückblicken die Geschichte ihrer turbulenten Beziehungen erzählt ...
Die Männer, die ich liebte gelangte seinerzeit nicht in die deutschen Kinos; zu überragend gestaltete sich der Erfolg des Dramas Die letzte Metro / Le dernier métro von François Truffaut, der drei Monate zuvor in Frankreich erschienen war, neben zahlreichen Auszeichnungen für einen Oscar nominiert wurde und ebenfalls mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu in den Hauptrollen aufwartete, so dass Claude Berris pfiffige Komödie ungleich weniger Beachtung fand, aber immerhin für die Filmmusik von Serge Gainsbourg sowie für Alain Souchon als Besten Nebendarsteller für den César nominiert wurde. Die Männer, die ich liebte, der zuvorderst durch die mitreißende Schauspielkunst seiner populären Protagonisten besticht, stellt ein verschmitztes Stück gegen die romantische Vorstellung dar, dass alle Liebe letztlich nach Ewigkeit strebt.
(Marie Anderson)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Die Männer, die ich liebte – TV-Tipp der Woche
Originaltitel:
Je vous aime
Produktionsland:
Frankreich
Produktionsjahr:
1980
Länge:
99 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
CAST & CREW
Regie:
Claude Berri
Drehbuch:
Michel Grisolia, Claude Berri
Kamera:
Étienne Becker
Schnitt:
Arlette Langmann
Musik:
Serge Gainsbourg
FILMBEWERTUNG
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