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Devil's Due - Teufelsbrut

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2 Sterne aus 2 Bewertungen

Originaltitel: Devil's Due
Kinostart: 08.05.2014
FSK: 16
Genre: Horror
Tags: Dämon, Schwangerschaft, Ehepaar, Antichrist

Gruselig geht anders

Immerhin kann man Devil’s Due – Teufelsbrut zu Gute halten, dass der Film nicht wie klassisches Found Footage daherkommt. Den Anspruch, dass das Gezeigte real sein soll, stellt man hier gar nicht erst auf. Das Ganze fühlt sich mehr wie eine Familiendokumentation an, weil der Ehemann ständig die Kamera mit dabei hat. Gewackelt wird natürlich trotzdem, aber immerhin hält sich das hier noch in Grenzen.

Samantha (Alison Miller) und Zach (Zach McCall) machen Flitterwochen in der Dominikanischen Republik. Sie landen eines Abends bei einer ungewöhnlichen Party, können sich dann aber nicht mehr daran erinnern, was hier passiert ist. Wieder zurück zu Hause merkt Samantha, dass sie schwanger ist – und das, obwohl sie eigentlich immer die Pille genommen hat. Aber egal, das Paar freut sich auf den Nachwuchs. Schon schnell ist das jedoch anders, denn Samantha benimmt sich immer merkwürdiger. Sie verschlingt im Supermarkt rohes Fleisch und ein Priester in ihrer Nähe beginnt, Blut zu spucken. Samantha mutmaßt, dass etwas mit ihrem Kind nicht in Ordnung ist.

Anders als üblich bei diesem Format setzt man auch nicht ausschließlich auf unbeleckte Schauspieler, die mehr oder minder talentiert improvisieren müssen. Große Stars findet man hier auch nicht, aber gestandene Schauspieler, die wie Alison Miller auf zahlreiche Arbeiten, so z.B. die Serie Terra Nova, verweisen können. Miller ist es auch, die den Film zumindest halbwegs interessant werden lässt. Sie liefert eine differenzierte, vielschichtige Darstellung ab und schafft es, die Mixtur aus Paranoia und Angst, von der ihre Figur gepackt wird, spürbar werden zu lassen.

Leider stehen dem so etwa 20 Minuten langweiligster Einstieg in den Film gegenüber. In diesen Sequenzen hat Devil’s Due – Teufelsbrut den Charme eines Urlaubsvideos von Leuten, die man nicht kennt. Das Interesse für die Figuren wird hier nicht geweckt, eher droht man, zu einem frühen Stadium des Films bereits zu entschlummern. Übersteht man diesen zähen Einstieg, präsentiert sich der Film aber zumindest als passabler Horrorstreifen, der vor allem durch die Atmosphäre überzeugt. Denn Schockmomente, wie sie vor allem dem Found-Footage-Format inhärent sind, gibt es hier erstaunlich wenige. Dabei lässt der Film auch kein Klischee aus, das mit Antichristen-im-Mutterleib einhergeht. Das gilt auch für das Ende, das frei von jeder Überraschung daherkommt. Stattdessen plätschert der Film einfach aus...

(Peter Osteried)

Daten & Fakten

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2014
Länge: 89 (Min.)
Verleih: Twentieth Century Fox
Kinostart: 08.05.2014

Cast & Crew

Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
Drehbuch: Lindsay Devlin, Zoe Green
Kamera: Justin Martinez
Schnitt: Rod Dean
Hauptdarsteller: Allison Miller, Zach Gilford, Sam Anderson, Kurt Krause, Robert Belushi, Stephanie Grote

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