Geächtet und verehrt
Es gibt Filme, die prägen das Lebensgefühl einer ganzen Generation und die Wahrnehmung einer gesamten Epoche. Der letzte Tango in Paris kann mit Sicherheit zu dieser Gattung gezählt werden. 1972 veröffentlicht, handelte sich der Regisseur Bernardo Bertolucci heftigen Ärger mit den Behörden seines Heimatlandes Italien ein, die den Film auf den Index setzten, von dem er erst 1987 wieder verschwand. Bertolucci wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt und verlor seine bürgerlichen Ehrenrechte für fünf Jahre.
In Bernardo Bertoluccis kontroversen Film spielt Marlon Brando die Hauptrolle eines in Paris lebenden, vom Selbstmord seiner Frau tief erschütterten Amerikaners, der eine nihilistische sexuelle Beziehung mit einer jungen Frau (Maria Schneider) eingeht. Der Film schockiert noch immer, nicht einfach nur wegen seiner (manchmal unkonventionellen) Sexsequenzen, sondern weil Bertoluccis Protagonist darauf besteht, dass die Liaison anonym bleibt, eine Erfahrung, die nicht miteinander geteilt, sondern von beiden Seiten lediglich für sich genossen wird. Bertolucci arbeitet hier zudem sehr metaphorisch: In gewisser Weise ist Brandos unverbindliche Verbindung eine Metapher für eine bestimmte Haltung gegenüber dem Filmemachen.
Jean-Pierre Léaud spielt eine weitere Hauptrolle, aber mehr als alles andere stellt Der letzte Tango von Paris ein Vehikel für die großartige schauspielerische Leistung Marlon Brandos dar.
Bertoluccis Film über die sexuelle Befreiung bleibt ein Meisterwerk des europäischen Kinos
In Bernardo Bertoluccis kontroversen Film spielt Marlon Brando die Hauptrolle eines in Paris lebenden, vom Selbstmord seiner Frau tief erschütterten Amerikaners, der eine nihilistische sexuelle Beziehung mit einer jungen Frau (Maria Schneider) eingeht. Der Film schockiert noch immer, nicht einfach nur wegen seiner (manchmal unkonventionellen) Sexsequenzen, sondern weil Bertoluccis Protagonist darauf besteht, dass die Liaison anonym bleibt, eine Erfahrung, die nicht miteinander geteilt, sondern von beiden Seiten lediglich für sich genossen wird. Bertolucci arbeitet hier zudem sehr metaphorisch: In gewisser Weise ist Brandos unverbindliche Verbindung eine Metapher für eine bestimmte Haltung gegenüber dem Filmemachen.
Jean-Pierre Léaud spielt eine weitere Hauptrolle, aber mehr als alles andere stellt Der letzte Tango von Paris ein Vehikel für die großartige schauspielerische Leistung Marlon Brandos dar.
Bertoluccis Film über die sexuelle Befreiung bleibt ein Meisterwerk des europäischen Kinos
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der letzte Tango in Paris
Produktionsland:
Frankreich, Italien
Produktionsjahr:
1972
Länge:
129 (Min.)
Verleih:
Alamode Film
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
17.06.2004
CAST & CREW
Regie:
Bernardo Bertolucci
Hauptdarsteller:
Marlon Brando, Maria Schneider, Jean-Pierre Léaud
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Artikel zum Thema
Bernardo Bertolucci – Arthaus Close-Up
Little Buddha
Die Träumer - Meisterwerke Edition
Himmel über der Wüste - Arthaus Collection
Der letzte Kaiser
Shandurai und der Klavierspieler (DVD)
Shandurai und der Klavierspieler
Der letzte Tango in Paris (DVD)
DIE TRÄUMER von Bernardo Bertolucci nun auch in den USA in voller Länge zu sehen.
Die Träumer - The Dreamers
Bernardo Bertolucci - Biographie und Filmographie





