Donnerstag, 11.8. 2005, ARD, 00:35
Der stille Hamburger Jonathan Zimmermann (Bruno Ganz) stellt in seiner Werkstatt am Hafen Bilderrahmen her und ist glücklich mit Marianne (Lisa Kreuzer) verheiratet. Doch Jonathan leidet an Leukämie, er wird nicht mehr allzu lange leben. Eines Tages taucht der Franzose Minot (Gerard Blain) in seinem Laden auf. Auf unerklärliche Weise kennt er, der vollkommen Fremde, nahezu alle Details über Jonathans Erkrankung und macht ihm ein unglaubliches Angebot: Für eine Viertelmillion soll er in Paris einen Mafia-Killer umbringen. Im ersten Moment ist Jonathan schockiert, und zwar sowohl über die genauen Kenntnisse Minots als auch über dessen verlockendes Angebot. Allen Bedenken zum Trotz nimmt Jonathan den Auftrag an, um seiner Frau und seinem Sohn Daniel (Andreas Dedecke) ein Erbe hinterlassen zu können. Er führt den Auftrag aus und kehrt unerkannt nach Hamburg zurück.
Marianne ist wegen Jonathans geheimnisvollem Verhalten bereits misstrauisch geworden, nur mühsam kann er sie beruhigen. Schon bald taucht Minot wieder auf, der bereits einen neuen Auftrag für ihn hat. Verzweifelt nimmt Jonathan auch diesen Auftrag an, doch er überlebt das Abenteuer nur, weil ihm plötzlich sein amerikanischer Freund Tom (Dennis Hopper) zur Seite steht, den er vor kurzem auf einer Kunstauktion kennen gelernt hat. Schon bald braucht Tom Jonathans Hilfe, denn es stellt sich heraus, dass auch der amerikanische Freund in die Machenschaften des Monsieur Minot verstrickt ist. Und Zug um Zug enthüllt sich, in welches perfides Spiel Jonathan geraten ist...
Wim Wenders gelang 1977 mit der atmosphärischen und sensiblen Verfilmung von Patricia Highsmiths Roman Ripley's Game der internationale Durchbruch, so dass er für Der amerikanische Freund schließlich sogar für die Goldene Palme und einen César nominiert war. Der Film wird zugleich wie eine Zeitdiagnose der späten Siebziger, von denen vor allem die Parolen im Hamburger Hafen zeugen („Rache für Holger Meins“) und wie ein Science-fiction, in dem alle Menschen längst zu Zombies und Mördern geworden sind. So ernsthaft und düster der Film auch sein mag, einen großen Spaß hat sich Wenders doch erlaubt: alle Gangsterrollen sind fast durchgängig mit Regisseuren besetzt, „weil das die einzigen Gauner sind, die ich kenne". Und so gibt es in diesem Film nicht nur eine Begegnung mit einem der größten deutschen Regisseure, sondern auch mit Nicholas Ray, Samuel Fuller, Peter Lilienthal, Daniel Schmid, Jean Eustache und Lou Castel.
Marianne ist wegen Jonathans geheimnisvollem Verhalten bereits misstrauisch geworden, nur mühsam kann er sie beruhigen. Schon bald taucht Minot wieder auf, der bereits einen neuen Auftrag für ihn hat. Verzweifelt nimmt Jonathan auch diesen Auftrag an, doch er überlebt das Abenteuer nur, weil ihm plötzlich sein amerikanischer Freund Tom (Dennis Hopper) zur Seite steht, den er vor kurzem auf einer Kunstauktion kennen gelernt hat. Schon bald braucht Tom Jonathans Hilfe, denn es stellt sich heraus, dass auch der amerikanische Freund in die Machenschaften des Monsieur Minot verstrickt ist. Und Zug um Zug enthüllt sich, in welches perfides Spiel Jonathan geraten ist...
Wim Wenders gelang 1977 mit der atmosphärischen und sensiblen Verfilmung von Patricia Highsmiths Roman Ripley's Game der internationale Durchbruch, so dass er für Der amerikanische Freund schließlich sogar für die Goldene Palme und einen César nominiert war. Der Film wird zugleich wie eine Zeitdiagnose der späten Siebziger, von denen vor allem die Parolen im Hamburger Hafen zeugen („Rache für Holger Meins“) und wie ein Science-fiction, in dem alle Menschen längst zu Zombies und Mördern geworden sind. So ernsthaft und düster der Film auch sein mag, einen großen Spaß hat sich Wenders doch erlaubt: alle Gangsterrollen sind fast durchgängig mit Regisseuren besetzt, „weil das die einzigen Gauner sind, die ich kenne". Und so gibt es in diesem Film nicht nur eine Begegnung mit einem der größten deutschen Regisseure, sondern auch mit Nicholas Ray, Samuel Fuller, Peter Lilienthal, Daniel Schmid, Jean Eustache und Lou Castel.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der amerikanische Freund - TV-Tipp der Woche
Produktionsland:
Frankreich
Produktionsjahr:
1976
Länge:
120 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Wim Wenders
Hauptdarsteller:
Bruno Ganz, Dennis Hopper, Nicholas Ray, Lisa Kreuzer, Gerard Blain
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Artikel zum Thema
"Pina" mit World Award der Internationalen 3D Society ausgezeichnet
Da waren's nur noch neun – "Pina" weiterhin im Rennen um den Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film.
Hammett
Verlosung zum DVD-Start von "Pina"
Pina (DVD)
Wim Wenders "Pina" geht für Deutschland ins Oscar-Rennen
"Pina" – Verlosung
Interview: Wim Wenders über "Pina" und 3D
Pina
Herbert Strate-Preis für Wim Wenders
Der Himmel über Berlin
Wim Wenders berichtet über "Pina"
Wim Wenders setzt Dreharbeiten für "Pina" fort
Im Lauf der Zeit
Palermo Shooting (DVD)
Palermo Shooting
Filmfestival Venedig: Wim Wenders übernimmt Juryvorsitz
"Palermo Shooting“ eröffnet Internationalen Filmkongress in Köln
Alice in den Städten - Arthaus Collection
Wim Wenders dreht "The Palermo Shooting"
Alice in den Städten
Paris, Texas
Wim Wenders Director's Edition
Falsche Bewegung
Don't Come Knocking - Jetzt auf DVD
Land of Plenty - Jetzt auf DVD
Don't Come Knocking - Das Buch zum Film
Don’t Come Knocking
Wim Wenders erhält Ehrenleoparden des Filmfestivals Locarno
The Soul of a Man - Jetzt auf DVD
Der amerikanische Freund - Jetzt auf DVD
Land of Plenty
Regisseur Wim Wenders wirft dem Hitler-Film Der Untergang Verharmlosung vor
Wenders dreht mit Eva Marie Saint
Wenders droht mit Weggang aus Hamburg
The Blues Project
The Soul of a Man
Wim Wenders - Biographie





