Im Laufe eines Sommers
Sommerzeit ist Ferienzeit in dem kleinen Seebad Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom, ganz nah bei der polnischen Grenze. Doch wo andere Leute Urlaub machen, findet für den 18-jährigen Malte (Jacob Matschenz) der ganz normale Alltag steht, denn er lebt hier gemeinsam mit seinem versoffenen Vater Dietmar (Peter Kurth) in einem heruntergekommenen Haus. Seitdem Maltes Mutter gestorben und seine ältere Schwester in den Westen gezogen ist, schlagen sich die beiden Männer mehr schlecht als recht durchs Leben. Doch Malte hat ein großes Ziel: Erst den Führerschein und dann nichts wie weg aus dem kleinen Kaff, in dem nur im Sommer etwas los ist.
Malte jobbt in einem Fischimbiss und schmuggelt ab und zu mit seinem Freund Pavel (Adrian Topol) Zigaretten aus Polen nach Deutschland, ein Unternehmen, das halb Mutprobe und halb Beitrag zum spärlichen Lebensunterhalt ist. Im Gegensatz zum eher stillen und grüblerischen Malte ist Pavel ein echtes Schlitzohr, immer gut drauf und ständig hinter irgendwelchen Mädels her. Da trifft es sich gut, dass die Schwestern Annika (Alice Dwyer) und Lisa (Jessica Richter) gemeinsam mit ihrer Mutter den Urlaub auf der Insel verbringen. Während Pavel mit Lisa anbandelt, wagt Malte erste schüchterne Annäherungsversuche bei Annika. Doch das sich anbahnende kurze Glück wird schnell von der Ankunft von Maltes Schwester Hannah (Victoria Mayer)überschattet, die gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn Lukas (Benjamin Meyer) in den Schoß der nicht mehr ganz heilen Familie zurückkehrt. Und als wäre das nicht schlimm genug, hat ausgerechnet Maltes kleiner Neffe einen ausgesprochen Narren an seinem Onkel gefressen, was dem überhaupt nicht passt. Als Hannah dann auch noch einen Job findet, wird die kleine Nervensäge zur Dauereinrichtung, bis Malte eines Tages entnervt die Sachen packt und zu Pavel zieht. Als dann auch noch klar wird, dass die alte Villa, in der seine Familie wohnt, baufällig ist und abgerissen werden soll, spitzt sich die Situation zu, bis sie schließlich eskaliert und Malte erkennen muss, dass seine Jugend nun bald vorbei ist...
Vor allem Jacob Matschenz als Malte überzeugt in Till Endemanns Spielfilm Das Lächeln der Tiefseefische voll und ganz und liefert eine überzeugende darstellerische Leistung, die zu den Highlights des Films gehört und die ihm zurecht den Preis als bester Hauptdarsteller beim diesjährigen Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken einbrachte. Auch sonst dominieren junge und weitgehend unbekannte Gesichter den Film und geben ihm eine sonnentrunkene Beiläufigkeit, die die Coming-of-Age-Geschichte vor allzu viel Erdenschwere bewahrt, sie aber auch streckenweise ein wenig beliebig wirken lässt. Ein Film der eher leisen Töne; wenn man so will ein typisches deutsches Debüt, eher privat, eher behutsam, kein Knaller, aber sehr solide gemachtes Filmhandwerk, das wie fürs Fernsehen gemacht zu sein scheint.
Malte jobbt in einem Fischimbiss und schmuggelt ab und zu mit seinem Freund Pavel (Adrian Topol) Zigaretten aus Polen nach Deutschland, ein Unternehmen, das halb Mutprobe und halb Beitrag zum spärlichen Lebensunterhalt ist. Im Gegensatz zum eher stillen und grüblerischen Malte ist Pavel ein echtes Schlitzohr, immer gut drauf und ständig hinter irgendwelchen Mädels her. Da trifft es sich gut, dass die Schwestern Annika (Alice Dwyer) und Lisa (Jessica Richter) gemeinsam mit ihrer Mutter den Urlaub auf der Insel verbringen. Während Pavel mit Lisa anbandelt, wagt Malte erste schüchterne Annäherungsversuche bei Annika. Doch das sich anbahnende kurze Glück wird schnell von der Ankunft von Maltes Schwester Hannah (Victoria Mayer)überschattet, die gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn Lukas (Benjamin Meyer) in den Schoß der nicht mehr ganz heilen Familie zurückkehrt. Und als wäre das nicht schlimm genug, hat ausgerechnet Maltes kleiner Neffe einen ausgesprochen Narren an seinem Onkel gefressen, was dem überhaupt nicht passt. Als Hannah dann auch noch einen Job findet, wird die kleine Nervensäge zur Dauereinrichtung, bis Malte eines Tages entnervt die Sachen packt und zu Pavel zieht. Als dann auch noch klar wird, dass die alte Villa, in der seine Familie wohnt, baufällig ist und abgerissen werden soll, spitzt sich die Situation zu, bis sie schließlich eskaliert und Malte erkennen muss, dass seine Jugend nun bald vorbei ist...
Vor allem Jacob Matschenz als Malte überzeugt in Till Endemanns Spielfilm Das Lächeln der Tiefseefische voll und ganz und liefert eine überzeugende darstellerische Leistung, die zu den Highlights des Films gehört und die ihm zurecht den Preis als bester Hauptdarsteller beim diesjährigen Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken einbrachte. Auch sonst dominieren junge und weitgehend unbekannte Gesichter den Film und geben ihm eine sonnentrunkene Beiläufigkeit, die die Coming-of-Age-Geschichte vor allzu viel Erdenschwere bewahrt, sie aber auch streckenweise ein wenig beliebig wirken lässt. Ein Film der eher leisen Töne; wenn man so will ein typisches deutsches Debüt, eher privat, eher behutsam, kein Knaller, aber sehr solide gemachtes Filmhandwerk, das wie fürs Fernsehen gemacht zu sein scheint.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das Lächeln der Tiefseefische
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2004
Länge:
88 (Min.)
Verleih:
Central
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
07.07.2005
CAST & CREW
Regie:
Till Endemann
Hauptdarsteller:
Alice Dwyer, Jacob Matschenz, Adrian Topol, Victoria Mayer, Benjamin Meyer
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 5)
Von: am: 01.07.05
Echt in Ordnung, gute Story, gute Darsteller
Von: @Agate am: 26.06.05
Dann ist das Leben auf der Insel wohl spannender ...
Von: Agate Bäuerle am: 25.06.05
Ach übrigens, das Leben auf dieser kleinen Insel, zwischen zwei Ländern, zwei Kulturen ist dermaßen spannend, daß der Film ganicht gemächlich sein kann..nicht, wenn nur ein Bruchteil der tatsächlichen Atmosphäre eingefangen werden konnte.Freue mich, ihn bald sehen zu können.
Von: Agate Bäuerle am: 25.06.05
mein Junge hat mitgespielt, wann und wo kann man den Film zuerst sehen? Wer kann mich informieren
Von: am: 08.06.05
Eine typisch deutscher Coming-Of-Age Film. Recht gemächlich, aber auch ansprechend. Ob der Film fürs Kino geeignet ist bezweifle ich.





