Ein Werk, das Maßstäbe setzte
Erwartungsvoll versammelt sich die große Familie des Hoteliers Helge Klingfeld-Hansen (Henning Moritzen) auf dem Landsitz des Oberhauptes, um dessen 60. Geburtstag zu begehen. Auch die mittlerweile erwachsenen Kinder Christian (Ulrich Thomsen), Michael (Thomas Bo Larsen) und Helene (Paprika Steen) des Jubilars treffen ein, allerdings weniger erwartungsvoll, als es dem Anlass gemäß erscheint. Denn nebst Geschenken haben sie vor allem düstere Erinnerungen mitgebracht, Dämonen der Vergangenheit, die auch bald ihr Vater zu spüren bekommt. Erst wenige Wochen zuvor ereignete sich der Selbstmord ihrer Schwester Pia (Trine Dyrholm), und der Mann, der sie in den Tod trieb sitzt am Tisch. Doch die Zeit der Abrechung ist gekommen.
Bei der Tischrede Christians zu Ehren des Patriarchen schließlich entlädt sich die angestaute Spannung über der Festgesellschaft, denn der Redner beschuldigt seinen Vater, ihn und seine Zwillingsschwester Pia jahrelang sexuell missbraucht zu haben. Ein Trauma, so Christian, das schließlich zu Pias Freitod geführt habe. Anfangs reagiert die bestürzte Festgesellschaft mit Ignoranz bis Empörung auf die Einwürfe des schnöden Störenfrieds und bemüht sich, das Subjekt schnellstmöglich an die Luft zu setzen. Doch mit der Zeit kippt die Stimmung und die Familie nebst Festgesellschaft muss sich mit der Anklage befassen, ob sie will oder nicht. Denn der Chefkoch der Zeremonie, ein Jugendfreund Christians, hat alle Autoschlüssel verschwinden lassen, so dass es kein Entrinnen vor den Vergangenheitsbewältigung geben kann.
Thomas Vinterbergs Das Fest - Festen gilt als einer der Schlüsselfilme der neunziger Jahre. Als erster Film der von ihm und Lars von Trier initiierten Dogma-Bewegung demonstrierte Vinterberg die Möglichkeiten des bewussten Verzichts auf aufwändige Settings und technische Spielereien und zeigte, wie treffend, scharfsinnig und zugleich frisch und unerhört neu Filme sein können, die sich mit den Abgründen einer scheinbar normalen Familie auseinandersetzen. Ein Film, der Maßstäbe setzte und dessen neue Ein- und Ansichten auch heute noch ins Mark treffen.
Bei der Tischrede Christians zu Ehren des Patriarchen schließlich entlädt sich die angestaute Spannung über der Festgesellschaft, denn der Redner beschuldigt seinen Vater, ihn und seine Zwillingsschwester Pia jahrelang sexuell missbraucht zu haben. Ein Trauma, so Christian, das schließlich zu Pias Freitod geführt habe. Anfangs reagiert die bestürzte Festgesellschaft mit Ignoranz bis Empörung auf die Einwürfe des schnöden Störenfrieds und bemüht sich, das Subjekt schnellstmöglich an die Luft zu setzen. Doch mit der Zeit kippt die Stimmung und die Familie nebst Festgesellschaft muss sich mit der Anklage befassen, ob sie will oder nicht. Denn der Chefkoch der Zeremonie, ein Jugendfreund Christians, hat alle Autoschlüssel verschwinden lassen, so dass es kein Entrinnen vor den Vergangenheitsbewältigung geben kann.
Thomas Vinterbergs Das Fest - Festen gilt als einer der Schlüsselfilme der neunziger Jahre. Als erster Film der von ihm und Lars von Trier initiierten Dogma-Bewegung demonstrierte Vinterberg die Möglichkeiten des bewussten Verzichts auf aufwändige Settings und technische Spielereien und zeigte, wie treffend, scharfsinnig und zugleich frisch und unerhört neu Filme sein können, die sich mit den Abgründen einer scheinbar normalen Familie auseinandersetzen. Ein Film, der Maßstäbe setzte und dessen neue Ein- und Ansichten auch heute noch ins Mark treffen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das Fest
Originaltitel:
Festen
Produktionsland:
Dänemark
Produktionsjahr:
1997
Länge:
101 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
01.01.2005
CAST & CREW
Regie:
Thomas Vinterberg
Hauptdarsteller:
Trine Dyrholm, Henning Moritzen, Ulrich Thomsen, Paprika Steen, Thomas Bo Larsen
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: am: 17.04.05
Ein großartiger Film mit überragenden Schauspielern. Ab dem Augenblick, in dem Christian das erschütternde Geheimnis der Familie offenbart, fragt sich der Zuschauer wie er reagieren würde, wenn er selbst dem Geburtstagsfest beiwohnen würde. Wem ist mehr zu glauben? Dem angesehenen und erfolgreichen Vater Helge oder dem Sohn Christian, der bekanntermaßen schon mal in Therapie war, um seine Tablettensucht zu kurieren und dessen Zwillingsschwester Selbstmord beging? Der Film ist sehr beklemmend und macht darauf aufmerksam, daß das Aufdecken der Wahrheit zwar wichtig ist,aber manchmal einfach ein äußerst ungutes Gefühl (und kein Happy End) zurücklassen kann.





