Montag, 17. Oktober 2011, ARTE, 20:15 Uhr
Da findet sich ein gewaltiger Konvoi aus Trucks mit widerspenstigen Fahrern aus dem ganzen Land zusammen, die gegen die Willkür der Polizei aufbegehren und in den USA für Furore sorgen: Convoy aus dem Jahre 1978 von Sam Peckinpah mit Kris Kristofferson in seiner legendären Rolle als "Rubber Duck" erzählt diese Geschichte eines Aufstands der Trucker mit packender Hochspannung. Der damals enorm erfolgreiche Soundtrack mit Convoy von C. W. McCall, Lucille von Kenny Rogers und Southern Nights von Glen Campbell flankiert die atmosphärisch dichte Dramaturgie, die nicht zuletzt durch die Musik eine romantische Komponente erhält.
Der als nur allzu korrupt bekannte Sheriff "Dirty Lyle" Wallace (Ernest Borgnine) lockt seinen Erzfeind "Rubber Duck" Penwald (Kris Kristofferson), der in weiten Kreisen den Ruf eines ebenso gewieften wie engagierten Truckers genießt, sowie zwei seiner Kollegen in Arizona in eine Radarfalle, woraufhin sich anschließend in einer Raststätte eine derbe Prügelei zwischen den LKW-Fahrern und der Polizei ereignet. Die Trucker-Gemeinde erklärt sich mit Rubber Duck solidarisch, und mit Hilfe eines rasch entstehenden Konvois gelingt ihm die Flucht nach New Mexico. Nicht nur die Presse, sondern bald auch Gouverneur Jerry Haskins (Seymour Cassel) interessieren sich brennend für die massiven Proteste der Trucker, die so zu einem brisanten Politikum geraten. Während der Konvoi stetig neue Anhänger gewinnt, rüstet aber auch Sheriff Wallace kräftig auf und setzt alles daran, Rubber Duck auf dem Highway zur Strecke zu bringen...
Ein aufregendes Roadmovie mit Duell-Charakter ist dem US-amerikanischen Regisseur Sam Peckinpah (Sacramento / Ride the High Country, 1962, Pat Garrett jagt Billy the Kid / Pat Garrett & Billy the Kid, 1973, Steiner – Das Eiserne Kreuz / Cross of Iron, 1977) hier gelungen, dessen Hintergründe ein deutlich pessimistisches Bild der politischen Moral der USA der späten 1970er Jahre zeichnen. Wie in zahlreichen seiner Filme spielt auch bei Convoy das Thema der rohen Gewalt eine große Rolle, und Sam Peckinpah lässt keinen Zweifel an seinem Misstrauen sowohl staatlicher Integrität als letztlich auch gesellschaftlicher Solidarität gegenüber, die hier zwar positiv repräsentiert wird, am Ende aber doch scheitert. Vor allem mit dem euphorisch besetzten Heldenmythos räumt Convoy auf seine Weise auf, auch wenn der augenzwinkernde Schluss dem Zuschauer deutlich das Gefühl vermittelt, dass dieser Kampf nicht ganz verloren ist.
(Marie Anderson)
Der als nur allzu korrupt bekannte Sheriff "Dirty Lyle" Wallace (Ernest Borgnine) lockt seinen Erzfeind "Rubber Duck" Penwald (Kris Kristofferson), der in weiten Kreisen den Ruf eines ebenso gewieften wie engagierten Truckers genießt, sowie zwei seiner Kollegen in Arizona in eine Radarfalle, woraufhin sich anschließend in einer Raststätte eine derbe Prügelei zwischen den LKW-Fahrern und der Polizei ereignet. Die Trucker-Gemeinde erklärt sich mit Rubber Duck solidarisch, und mit Hilfe eines rasch entstehenden Konvois gelingt ihm die Flucht nach New Mexico. Nicht nur die Presse, sondern bald auch Gouverneur Jerry Haskins (Seymour Cassel) interessieren sich brennend für die massiven Proteste der Trucker, die so zu einem brisanten Politikum geraten. Während der Konvoi stetig neue Anhänger gewinnt, rüstet aber auch Sheriff Wallace kräftig auf und setzt alles daran, Rubber Duck auf dem Highway zur Strecke zu bringen...
Ein aufregendes Roadmovie mit Duell-Charakter ist dem US-amerikanischen Regisseur Sam Peckinpah (Sacramento / Ride the High Country, 1962, Pat Garrett jagt Billy the Kid / Pat Garrett & Billy the Kid, 1973, Steiner – Das Eiserne Kreuz / Cross of Iron, 1977) hier gelungen, dessen Hintergründe ein deutlich pessimistisches Bild der politischen Moral der USA der späten 1970er Jahre zeichnen. Wie in zahlreichen seiner Filme spielt auch bei Convoy das Thema der rohen Gewalt eine große Rolle, und Sam Peckinpah lässt keinen Zweifel an seinem Misstrauen sowohl staatlicher Integrität als letztlich auch gesellschaftlicher Solidarität gegenüber, die hier zwar positiv repräsentiert wird, am Ende aber doch scheitert. Vor allem mit dem euphorisch besetzten Heldenmythos räumt Convoy auf seine Weise auf, auch wenn der augenzwinkernde Schluss dem Zuschauer deutlich das Gefühl vermittelt, dass dieser Kampf nicht ganz verloren ist.
(Marie Anderson)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Convoy – TV-Tipp der Woche
Produktionsland:
USA, Großbritannien
Produktionsjahr:
1978
Länge:
111 (Min.)
VERÖFFENTLICHUNGEN
CAST & CREW
Regie:
Sam Peckinpah
Drehbuch:
Bill L. Norton
Kamera:
Harry Stradling Jr.
Schnitt:
Garth Craven, John Wright
Musik:
Chip Davis
Hauptdarsteller:
Kris Kristofferson, Ernest Borgnine, Ali McGraw, Madge Sinclair, Burt Young
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