Neues aus Tandern
Marcus H. Rosenmüller ist ein Phänomen – anders kann man es nicht nennen. Seit dem unerwarteten Erfolg mit Wer früher stirbt, ist länger tot hat sich der Regisseur längst in der deutschen Filmszene etabliert, dreht unermüdlich Film um Film und hat es verstanden, den Begriff des Heimatfilms neu zu definieren und mit neuer Kraft zu versehen. Wie sehr er damit den Nerv der Zeit und die Befindlichkeiten der Kinobesucher trifft, zeigen die Besucherzahlen seiner Filme – so sahen allein in Bayern 260.000 Besucher seinen Film Beste Zeit. Der "neue bayrische Heimatfilm" à la Rosenmüller – er ist ein Erfolgsmodell. Umso erfreulicher, dass der Filmemacher trotz eines enormen Outputs – seit Wer früher stirbt, ist länger tot (2006) entstanden Schwere Jungs und Beste Zeit, gerade abgedreht wurde Räuber Kneissl, die nächsten Dreharbeiten zu Die Perlmutterfarbe stehen im Frühjahr 2008 an – die eigenen Qualitätsansprüche nicht vergisst und durch Genauigkeit in der Beobachtung, Humor und Sensibilität besticht wie kaum ein anderer Regisseur in Deutschland. Mit Beste Gegend setzt er nun seine Trilogie um zwei Mädchen im oberbayrischen Tandern fort, als letzter Teil soll Beste Chance den Zyklus schließlich zu einem guten Abschluss bringen. Und wer das Arbeitstempo von Rosenmüller kennt, der weiß, dass auch dieser Film nicht lange wird auf sich warten lassen.
Zwei Jahre sind ins Dachauer Land gegangen, seitdem Kati (Anna Maria Sturm) sich dazu durchgerungen hat, nicht nach Amerika zu gehen, um zuhause im beschaulichen Tandern nicht die beste Zeit ihres Lebens zu verpassen. Das Abitur liegt nun endlich hinter ihr, und die Welt steht ihr und ihrer besten Freundin Jo (Rosalie Thomass) weit offen. Allerdings hat Jo die Abschlussprüfung verhauen und soll zur Nachprüfung antreten. Doch sie denkt nicht im Traum daran, denn in die Schule, so hat sie sich entschlossen, bringen sie keine zehn Pferde mehr – sie hat gemeinsam mit Kati andere Pläne: Gemeinsam wollen sie in Katis lilafarbenem altem Mercedes – ein Geschenk des Vaters zum Abitur – erst einmal die große weite Welt erkunden. Doch schon kurz hinterm Brenner ist Schluss, der Wagen ist defekt. Und das Unglück geht weiter, als Kati am nächsten Tag einen Anruf erhält, dass ihr geliebter Opa (Peter Mitterrutzner) ins Krankenhaus eingeliefert wurde und im Sterben liegt. Auch wenn sie nun zurückkehren müssen – die Rückkehr nach Tandern ist nur von kurzer Dauer, da sind sich die beiden ganz sicher. Doch dann kommt alles anders…
Auch wenn im zweiten Teil der Trilogie der Fokus beinahe unmerklich von Kati zu Jo wechselt – Marcus H. Rosenmüller bleibt sich, seiner Geschichte und seinen Hauptfiguren auch in Beste Gegend bemerkenswert treu und zeigt die Stürme und Hoffnungen, die Rückschläge und die Zweifel der Jugend, die nicht nur in Tandern, sondern ebenso gut an jedem anderen Ort in Deutschland spielen könnte. Diese Mischung aus eindeutiger Verortung im Dachauer Land und Allgemeingültigkeit der Themen ist es, die den Reiz von Beste Gegend ausmacht, dessen Darsteller haufenweise Identifikationspotenzial bieten. Und sympathisch sind sie sowieso, so dass die Rosi-Fans (so der Spitzname von Rosenmüller) schon ungeduldig auf das Ende des Abenteuers Erwachsenwerden von Kati und Jo warten dürften. Im Jahre 2008 oder 2009 soll die erste Klappe für den letzten Teil fallen. Und man darf gespannt sein, was sich der Regisseur und seine Drehbuchautorin Karin Michalke bis dahin haben einfallen lassen. Nur eines ist gewiss: Die Geschichte von Kati und Jo kann nur gut ausgehen – weil wir sie so in unser Herz geschlossen haben, dass wir ihnen nichts anderes wünschen als das Beste.
(Joachim Kurz)
Zwei Jahre sind ins Dachauer Land gegangen, seitdem Kati (Anna Maria Sturm) sich dazu durchgerungen hat, nicht nach Amerika zu gehen, um zuhause im beschaulichen Tandern nicht die beste Zeit ihres Lebens zu verpassen. Das Abitur liegt nun endlich hinter ihr, und die Welt steht ihr und ihrer besten Freundin Jo (Rosalie Thomass) weit offen. Allerdings hat Jo die Abschlussprüfung verhauen und soll zur Nachprüfung antreten. Doch sie denkt nicht im Traum daran, denn in die Schule, so hat sie sich entschlossen, bringen sie keine zehn Pferde mehr – sie hat gemeinsam mit Kati andere Pläne: Gemeinsam wollen sie in Katis lilafarbenem altem Mercedes – ein Geschenk des Vaters zum Abitur – erst einmal die große weite Welt erkunden. Doch schon kurz hinterm Brenner ist Schluss, der Wagen ist defekt. Und das Unglück geht weiter, als Kati am nächsten Tag einen Anruf erhält, dass ihr geliebter Opa (Peter Mitterrutzner) ins Krankenhaus eingeliefert wurde und im Sterben liegt. Auch wenn sie nun zurückkehren müssen – die Rückkehr nach Tandern ist nur von kurzer Dauer, da sind sich die beiden ganz sicher. Doch dann kommt alles anders…
Auch wenn im zweiten Teil der Trilogie der Fokus beinahe unmerklich von Kati zu Jo wechselt – Marcus H. Rosenmüller bleibt sich, seiner Geschichte und seinen Hauptfiguren auch in Beste Gegend bemerkenswert treu und zeigt die Stürme und Hoffnungen, die Rückschläge und die Zweifel der Jugend, die nicht nur in Tandern, sondern ebenso gut an jedem anderen Ort in Deutschland spielen könnte. Diese Mischung aus eindeutiger Verortung im Dachauer Land und Allgemeingültigkeit der Themen ist es, die den Reiz von Beste Gegend ausmacht, dessen Darsteller haufenweise Identifikationspotenzial bieten. Und sympathisch sind sie sowieso, so dass die Rosi-Fans (so der Spitzname von Rosenmüller) schon ungeduldig auf das Ende des Abenteuers Erwachsenwerden von Kati und Jo warten dürften. Im Jahre 2008 oder 2009 soll die erste Klappe für den letzten Teil fallen. Und man darf gespannt sein, was sich der Regisseur und seine Drehbuchautorin Karin Michalke bis dahin haben einfallen lassen. Nur eines ist gewiss: Die Geschichte von Kati und Jo kann nur gut ausgehen – weil wir sie so in unser Herz geschlossen haben, dass wir ihnen nichts anderes wünschen als das Beste.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Beste Gegend
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2007
Länge:
90 (Min.)
Verleih:
Constantin Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
03.01.2008
CAST & CREW
Regie:
Marcus H. Rosenmüller
Hauptdarsteller:
Ferdinand Schmidt-Modrow, Volker Bruch, Anna Maria Sturm, Rosalie Thomass, Stefan Murr
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: Eva G am: 27.07.10
Ja... wir warten!
Von: Monika Paul am: 21.07.10
Mit dem dritten Teil sollte er sich aber nun mal ranhalten, ich glaube nicht, daß die Zuschauer an Kathi und Jo in den Wechseljahren interesiert sind. Der Filmstart war für Juni 2010 versprochen, aber vielleicht ist ja auch die Luft raus oder das Geld alle. Es wär nur schön, wenn man mal was Genaueres über Start oder Nichtstart erfahren würde, sonst kann es sein, dass die Fangemeinde das Interesse verliert.
Von: Mike am: 28.12.08
Beste Chance hat noch keinen genauen Starttermin.
Von: am: 26.12.08
super Film
kann aber leider nicht mit beste zeit mithalten.
wann kommt eigentlich beste chance raus?
Von: icefeuer am: 21.01.08
gibt es ein casting für den dritten teil?
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