Der Schriftsteller als bildender Künstler
Bertolt Brecht, dessen 50. Todestag sich am 14. August jährt, war nicht nur der vermutlich einflussreichster deutsche Dramatiker und Lyriker des gesamten Zwanzigsten Jahrhunderts. Seine zweite und zumeist verborgene Leidenschaft galt dem Film und der Fotografie. Und die Leidenschaft hatte selbst Einfluss auf sein dramatisches Werk, denn Brecht ließ es sich nicht nehmen, Szene für Szene seiner Inszenierungen ab zu fotografieren und so eine Art Drehbuch der jeweiligen Aufführung zu fixieren.
Bereits 1931 ließ Brecht Filmaufnahmen von zentralen Momenten seines Stückes Mann ist Mann anfertigen, um Studienmaterial in Händen zu halten. Auch im amerikanischen Exil hatte Brecht mit Film zu tun, wenngleich seine Bemühungen, als Drehbuchautor in Hollywood Fuß zu fassen, eher von bescheidenem Erfolg gekrönt waren. Doch selbst diese Rückschläge konnten Brecht Begeisterung für Film und Fotografie nicht schmälern, immer wieder entstanden Zeitrafferfilme von Theaterproduktionen und aufwändig gestaltete, szenische Collage-Hefte, die die Grundlage des Films Bertolt Brecht – Bild und Modell darstellen.
Die Klammer für den Film bildet ein Gespräch des Filmemachers, Brecht-Schülers und ehemaligen Assistenten des Dramatikers am Berliner Ensemble Peter Voigt mit dem Leiter des Brecht-Archivs Erdmut Wizisla; das Gespräch wird von Harald Müller, einem Mitarbeiter der Zeitschrift „Theater der Zeit“ geleitet.
Bei aller Hochachtung vor den Ambitionen des Filmemachers und des Verleihs: Bertolt Brecht – Bild und Modell ist ein Film, der ausschließlich absolute Brecht-Fans interessieren dürfte und bei dem man sich des Öfteren fragt, ob das Porträt nicht besser bei einem Themenabend von ARTE aufgehoben wäre als auf der Kinoleinwand. Aber dieses Gefühl beschleicht mich derzeit sowieso bei einigen Werken, die den Weg in die Kinos finden. Besser also, man gewöhnt sich an diese Form des Befremdens.
(Joachim Kurz)
Bereits 1931 ließ Brecht Filmaufnahmen von zentralen Momenten seines Stückes Mann ist Mann anfertigen, um Studienmaterial in Händen zu halten. Auch im amerikanischen Exil hatte Brecht mit Film zu tun, wenngleich seine Bemühungen, als Drehbuchautor in Hollywood Fuß zu fassen, eher von bescheidenem Erfolg gekrönt waren. Doch selbst diese Rückschläge konnten Brecht Begeisterung für Film und Fotografie nicht schmälern, immer wieder entstanden Zeitrafferfilme von Theaterproduktionen und aufwändig gestaltete, szenische Collage-Hefte, die die Grundlage des Films Bertolt Brecht – Bild und Modell darstellen.
Die Klammer für den Film bildet ein Gespräch des Filmemachers, Brecht-Schülers und ehemaligen Assistenten des Dramatikers am Berliner Ensemble Peter Voigt mit dem Leiter des Brecht-Archivs Erdmut Wizisla; das Gespräch wird von Harald Müller, einem Mitarbeiter der Zeitschrift „Theater der Zeit“ geleitet.
Bei aller Hochachtung vor den Ambitionen des Filmemachers und des Verleihs: Bertolt Brecht – Bild und Modell ist ein Film, der ausschließlich absolute Brecht-Fans interessieren dürfte und bei dem man sich des Öfteren fragt, ob das Porträt nicht besser bei einem Themenabend von ARTE aufgehoben wäre als auf der Kinoleinwand. Aber dieses Gefühl beschleicht mich derzeit sowieso bei einigen Werken, die den Weg in die Kinos finden. Besser also, man gewöhnt sich an diese Form des Befremdens.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Bertolt Brecht - Bild und Modell
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2006
Länge:
80 (Min.)
Verleih:
Salzgeber
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
03.08.2006
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: thomas am: 18.08.06
naja... nich so mein ding...







