Independent-Thriller über Gedächtnisverlust, Vertrauen und Selbsterhaltungstrieb
Fünf Männer ohne Gedächtnis wachen in einer Lagerhalle irgendwo in der Wüste auf. Einer ist an einen Stuhl gefesselt (Joe Pantoliano), einer hängt mit Handschellen und Schusswunde an einem Geländer (Jeremy Sisto) und die übrigen drei (Greg Kinnear, Barry Pepper und James Caviezel) haben massive Kopfschmerzen. Was ist passiert? Wer ist wer? Erste Anzeichen belegen, dass es einen Kampf gegeben haben muss, dass es unter den Fünfen Entführer und Geiseln geben muss. Schließlich findet man die Leiche eines erschossenen Wachmanns und langsam kehren auch Erinnerungsfetzen bei dem einen oder anderen zurück. Durch einen Anruf erfahren die Eingesperrten schließlich, dass die Komplizen der Entführer bei Sonnenuntergang kommen werden, um die Geiseln zu töten. Doch wer gehört denn nun zu welcher Seite?
Misstrauen, Stress, Erinnerungsfetzen, Desorientierung – das sind die Zustände, die Unknown dominieren. Die Umsetzung ist für eine kleine Independent-Produktion routiniert und spannend gelungen. Musikvideo-Regisseur Simon Brand lässt sich für sein Spielfilmdebüt einiges einfallen, um die Klaustrophobie greifbar zu machen, während sich Drehbuchautor Matthew Waynee Mühe gibt, abwechslungsreich und originell zu bleiben. Das gelingt zwar nicht immer (zum Beispiel die sich wiederholenden Spiegelszenen), doch bleibt der Adrenalinpegel stets im grünen Bereich. Auch können die Schauspieler allesamt überzeugen, allen voran Barry Pepper (Soldat James Ryan), Greg Kinnear (Little Miss Sunshine) und James Caviezel (Die Passion Christi).
Langeweile kommt wirklich nie auf und wer mal wieder einen spannenden Thriller sehen möchte, bei dem es auch ohne viel Blutvergießen hoch her geht, ist mit Unknown gut beraten.
Die DVD kommt im hübschen Schuber und beherbergt unter anderem ein interessantes Making of, in dem Produzenten und Regie über die Schwierigkeiten berichten, Unknown an den Start zu bringen.
(Renatus Töpke)
Misstrauen, Stress, Erinnerungsfetzen, Desorientierung – das sind die Zustände, die Unknown dominieren. Die Umsetzung ist für eine kleine Independent-Produktion routiniert und spannend gelungen. Musikvideo-Regisseur Simon Brand lässt sich für sein Spielfilmdebüt einiges einfallen, um die Klaustrophobie greifbar zu machen, während sich Drehbuchautor Matthew Waynee Mühe gibt, abwechslungsreich und originell zu bleiben. Das gelingt zwar nicht immer (zum Beispiel die sich wiederholenden Spiegelszenen), doch bleibt der Adrenalinpegel stets im grünen Bereich. Auch können die Schauspieler allesamt überzeugen, allen voran Barry Pepper (Soldat James Ryan), Greg Kinnear (Little Miss Sunshine) und James Caviezel (Die Passion Christi).
Langeweile kommt wirklich nie auf und wer mal wieder einen spannenden Thriller sehen möchte, bei dem es auch ohne viel Blutvergießen hoch her geht, ist mit Unknown gut beraten.
Die DVD kommt im hübschen Schuber und beherbergt unter anderem ein interessantes Making of, in dem Produzenten und Regie über die Schwierigkeiten berichten, Unknown an den Start zu bringen.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Unknown (2006)
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2006
Länge:
92 (Min.)
Erschienen bei:
Ascot Elite Home Entertainment GmbH
Bildformat:
1.85:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, Englisch
Extras:
Featurette, Trailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
22.03.2007
CAST & CREW
Regie:
Simon Brand
Hauptdarsteller:
James Caviezel, Greg Kinnear, Jeremy Sisto, Bridget Moynahan, Joe Pantoliano
FILMBEWERTUNG
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