Tages des Ruhms - Trailer
Die Tradition der Kriegsfilme ist eine lange. Neben Klassikern wie Die Brücke (gerade erneut verfilmt), The Big Red One oder Der längste Tag, gibt es immer wieder Filme, die die zwei Weltkriege thematisieren.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Tage des Ruhms
Produktionsland:
Frankreich, Belgien, Algerien, Marokko
Produktionsjahr:
2006
Länge:
119 (Min.)
Erschienen bei:
Ascot Elite Home Entertainment
Bildformat:
16:9
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, Französisch
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
23.10.2008
CAST & CREW
Regie:
Rachid Bouchareb
Hauptdarsteller:
Jamel Debbouze, Sami Bouajila, Roschdy Zem, Samy Nacéri, Bernard Blancan
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Doomy Gee am: 09.03.10
Ich kenne nur das französische Original, weiß also nicht, ob in der deutschen Übersetzung etwas verloren geht.
Das alles in diesem Film "schon mal da gewesen ist" stimmt allerdings ganz und gar nicht. Die angewandten Mittel sind zwar konventionell, aber gerade deswegen auch angemessen; denn "Indigènes" erzählt eine in Frankreich lange tabuisierte und noch nie filmisch umgesetzte Geschichte, nämlich die Beteiligung von 233.000 Kolonialsoldaten aus dem Maghreb und Subsaharischen Afrika bei der Befreiung Frankreichs und ihre systematische Diskriminierung.
Das "die Freunde auch in den eigenen Reihen gegen Vorurteile und Rassismus kämpfen müssen" ist fast schon eine Verniedlichung der realen Ereignisse angesichts der Tatsache, dass den wenigen Überlebenden Veteranen der Kolonialarmee teils bis heute ihre Militärpensionen vorenthalten werden, schlicht weil ihre Herkunftsländer es wagten, zumindest nominell von Frankreich unabhängig zu werden. Dies erwähnt der Film ja auch zum Schluss.
"Tage des Ruhms" heißt im Original übersetzt nicht umsonst "Eingeborene".
Einige Stichwörter zu diesem Thema sind das Massaker von Setif in Algerien, das Massaker von Thiaroye am 1. Dezember 1944 und nicht zu vergessen die Ermordung gefangener französischer Kolonialsoldaten durch Nazideutschland. Wen dies näher interessiert, dem sei das Buch und die Ausstellung "Die dritte Welt im zweiten Weltkrieg" empfohlen.
Im übrigen empfehle ich die Besprechung auf dieser Seite unter dem Originaltitel "Indigènes", die ist wesentlich angemessener für diesen sehr klug inszenierten, mutigen und bewegenden Film.





