The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine
DVD-Start:
20.04.2007
FSK:
18
Leserbewertung:
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Sex und Slapstick
Bei dem vorliegenden Film mit dem merkwürdigen Titel The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine handelt es sich um einen "Pink Eigu". Pink Eigu, nie gehört? Macht nichts, denn in einem ausführlichen Interview, das auf der DVD enthalten ist, erklärt Regisseur Yuji Tajiri genau, was einen Pink Film, so die Übersetzung, ausmacht. Pink Filme heißen so, weil in ihnen viel nackte, eben pinke, Haut so sehen ist. Das Genre entstand Ende der sechziger Jahre in Japan, zu Zeiten also, als auch in Deutschland Soft-Sex-Filme den fröhlichen Aufstand der sexuellen Revolution probten. Ein Pink Film hat 60 Minuten lang zu sein, enthält mindestens 4 gespielte Sexszenen und wird in der Regel in 5 Tagen abgedreht. Mittlerweile ist die Gattung in Japan vom Aussterben bedroht, denn der fernöstliche Konsument möchte Härteres zu sehen bekommen. Allerdings werden pro Jahr immer noch einige Filme produziert, die nicht nur nostalgisch, sondern sehr wohl auch politisch verstanden werden möchten, doch davon später mehr.
"Eine durchgeknallte Parodie, eine schräge Liebesgeschichte oder ein Sexfilm auf Speed?", fragte sich das Filmfestival Nippon Connection, auf dem der Film seine deutsche Premiere erlebte. Tatsächlich besitzt The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine nicht nur einen merkwürdigen Titel, auch der Film selber ist höchst befremdlich, denn im Prinzip geht es lediglich um zwei Dinge: Sex und Grillen-Sumo. Der Rumtreiber Hiroshi (Matsuo Yoshioka) nistet sich bei der schönen Haruka (Rinako Hirasawa) ein. Das Paar hat vor allem Eines: Sex, der nicht nur Harukas Wohnung, sondern das gesamte Haus erbeben lässt. Durch Haruka lernt Hiroshi auch das Grillen-Sumo als einen neuen Zeitvertreib kennen. Dabei bekämpfen sich zwei männliche Grillen in einer Arena, die aus einem Wassereimer gebildet wird. Einziger Wermutstropfen in Hiroshis Welt ist der finstere Sumogrillen-Händler Anzai (Kazuhiro Sano), der sich nur zu gern selbst an Harukas Seite sehen würde. Schließlich muss sich Hiroshi dem entscheidenden Sumo-Grillen-Showdown stellen. Doch Hiroshi hat bereits einen Plan ausgeheckt, wie er Anzais wohl trainierte Kampfgrillen außer Gefecht setzen kann.
Zurück zum politischen Aspekt des Films, der sich wohl nur Kennern der japanischen Kultur ohne Erläuterung erschließen wird. Laut Regisseur Yuji Tajiri, ist es vor allem die Darstellung Harukas, die außergewöhnlich ist. Eine Frau, die sich selbst bestimmt nimmt, was sie braucht, sei in der japanischen Gesellschaft auch heute noch unüblich. Hinzu kommt der utopische Entwurf einer Gesellschaft, die sich über eine Absurdität wie Grillen-Sumo definiert. Das kann man sicher so sehen, doch auf jeden Fall ist The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine der durchgeknallteste Film, den der Rezensent in letzter Zeit zu sehen bekommen hat. Ist das nun eine Empfehlung oder nicht?
(Mike Swain)
"Eine durchgeknallte Parodie, eine schräge Liebesgeschichte oder ein Sexfilm auf Speed?", fragte sich das Filmfestival Nippon Connection, auf dem der Film seine deutsche Premiere erlebte. Tatsächlich besitzt The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine nicht nur einen merkwürdigen Titel, auch der Film selber ist höchst befremdlich, denn im Prinzip geht es lediglich um zwei Dinge: Sex und Grillen-Sumo. Der Rumtreiber Hiroshi (Matsuo Yoshioka) nistet sich bei der schönen Haruka (Rinako Hirasawa) ein. Das Paar hat vor allem Eines: Sex, der nicht nur Harukas Wohnung, sondern das gesamte Haus erbeben lässt. Durch Haruka lernt Hiroshi auch das Grillen-Sumo als einen neuen Zeitvertreib kennen. Dabei bekämpfen sich zwei männliche Grillen in einer Arena, die aus einem Wassereimer gebildet wird. Einziger Wermutstropfen in Hiroshis Welt ist der finstere Sumogrillen-Händler Anzai (Kazuhiro Sano), der sich nur zu gern selbst an Harukas Seite sehen würde. Schließlich muss sich Hiroshi dem entscheidenden Sumo-Grillen-Showdown stellen. Doch Hiroshi hat bereits einen Plan ausgeheckt, wie er Anzais wohl trainierte Kampfgrillen außer Gefecht setzen kann.
Zurück zum politischen Aspekt des Films, der sich wohl nur Kennern der japanischen Kultur ohne Erläuterung erschließen wird. Laut Regisseur Yuji Tajiri, ist es vor allem die Darstellung Harukas, die außergewöhnlich ist. Eine Frau, die sich selbst bestimmt nimmt, was sie braucht, sei in der japanischen Gesellschaft auch heute noch unüblich. Hinzu kommt der utopische Entwurf einer Gesellschaft, die sich über eine Absurdität wie Grillen-Sumo definiert. Das kann man sicher so sehen, doch auf jeden Fall ist The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine der durchgeknallteste Film, den der Rezensent in letzter Zeit zu sehen bekommen hat. Ist das nun eine Empfehlung oder nicht?
(Mike Swain)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine
Produktionsland:
Japan
Produktionsjahr:
2005
Länge:
65 (Min.)
Erschienen bei:
Rapid Eye Movies
Bildformat:
1,85:1
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, DD 2.0, Jap.
Extras:
Interviews, Trailer, Mini-Poster
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
20.04.2007
CAST & CREW
Regie:
Yuji Tajiri
Hauptdarsteller:
Rinako Hirasawa, Matsuo Yoshioka, Kazuhiro Sano, Minami Aiyama, Akino Hirasawa
FILMBEWERTUNG
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