In der Falle
Die Grenzen des Zumutbaren werden immer wieder verschoben und ausgelotet. Die aktuell abebbende Schwemme der so genannten" Torture Porns" der Marke Hostel 1 und 2, der Saw-Reihe und der französischen Welle der Gewalt (Martyrs, Frontier(s) und Inside) suchte ihr Heil im plakativen zur Schau stellen, härter kann es eigentlich nicht werden. Variationen sind der einzige Ausweg aus der Sackgasse. The Collector gehört zu einer dieser Variationen. Die Saw-Autoren Marcus Dunstan (Feast 1-3) und Patrick Melton (ebenfalls Feast) haben sich des Grundkonzeptes "Der Feind in meinem Haus trifft auf Saw" angenommen und liefern dank Dunstans überraschend routinierter (Debüt)Regie einen straffen, brutalen und sehenswerten Psychothriller ab, der immer wieder mit Splatter- und Gewalteinlagen aufwartet, dabei aber auch nichts wirklich Neues bietet.
Arkin (Josh Stewart, Gesetz der Rache) hat Schulden und muss auch noch seiner Ex aus der Patsche helfen. Der sympathische Handwerker guckt sich also für einen letzten Einbruch das Haus der reichen Familie aus, für die er gerade arbeitet. Nachts bricht er ein, will den Tresor knacken und das Weite suchen – doch es kommt anders. Denn ein zweiter Fremder ist im Haus – und hat die komplette Familie gefesselt, geknebelt und gefoltert. Und Arkin ist mittendrin. Zudem sind die Räume des Hauses mit menschenverachtenden, hinterhältigen Fallen gespickt. Arkin will abhauen, doch schlägt sein schlechtes Gewissen an – er muss der Familie helfen.
Ein wahres Katz-und-Maus-Spiel ist The Collector geworden. Optisch wie darstellerisch wird ein unterhaltsamer und nie langweiliger Genrecocktail gemixt, der jeden Fan zufriedenstellen sollte. Dazu liefert der Nine Inch Nails-Schlagzeuger Jerome Dillon einen eindringlichen, an seine Hausband erinnernden Soundtrack ab, der die düstere und ausweglose Situation toll unterstreicht. Darstellerisch punktet vor allem Hauptdarsteller Josh Stewart mit seinem intensiven Spiel. Der Rest der Darsteller muss hauptsächlich schreien; vor Angst, vor Schmerz, vor Panik.
Die Kameraarbeit sollte noch extra erwähnt werden. Denn Kameramann Brandon Cox kleidet The Collector mit originellen Einstellungen, stimmiger Ausleuchtung und einem Look, der an den Kultfilm Sie7en gemahnt, in ein tolles Licht.
(Renatus Töpke)
Arkin (Josh Stewart, Gesetz der Rache) hat Schulden und muss auch noch seiner Ex aus der Patsche helfen. Der sympathische Handwerker guckt sich also für einen letzten Einbruch das Haus der reichen Familie aus, für die er gerade arbeitet. Nachts bricht er ein, will den Tresor knacken und das Weite suchen – doch es kommt anders. Denn ein zweiter Fremder ist im Haus – und hat die komplette Familie gefesselt, geknebelt und gefoltert. Und Arkin ist mittendrin. Zudem sind die Räume des Hauses mit menschenverachtenden, hinterhältigen Fallen gespickt. Arkin will abhauen, doch schlägt sein schlechtes Gewissen an – er muss der Familie helfen.
Ein wahres Katz-und-Maus-Spiel ist The Collector geworden. Optisch wie darstellerisch wird ein unterhaltsamer und nie langweiliger Genrecocktail gemixt, der jeden Fan zufriedenstellen sollte. Dazu liefert der Nine Inch Nails-Schlagzeuger Jerome Dillon einen eindringlichen, an seine Hausband erinnernden Soundtrack ab, der die düstere und ausweglose Situation toll unterstreicht. Darstellerisch punktet vor allem Hauptdarsteller Josh Stewart mit seinem intensiven Spiel. Der Rest der Darsteller muss hauptsächlich schreien; vor Angst, vor Schmerz, vor Panik.
Die Kameraarbeit sollte noch extra erwähnt werden. Denn Kameramann Brandon Cox kleidet The Collector mit originellen Einstellungen, stimmiger Ausleuchtung und einem Look, der an den Kultfilm Sie7en gemahnt, in ein tolles Licht.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
The Collector - He Always Takes One (DVD)
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2009
Länge:
85 (Min.)
Erschienen bei:
Splendid
Ton/Sprache:
Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
28.05.2010
CAST & CREW
Regie:
Marcus Dunstan
Drehbuch:
Patrick Melton, Marcus Dunstan
Kamera:
Brandon Cox
Schnitt:
Alex Luna, James Mastracco
Musik:
Jerome Dillon
Hauptdarsteller:
Andrea Roth, Madeline Zima, Daniella Alonso, Robert Wisdom, Josh Stewart
FILMBEWERTUNG
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