Eine verstörende Parabel
Yeo-Jin (Kwak Ji-min) und Jae-Young (Seo Min-jung) sind zwei ganz normale koreanische Teenager und Schulmädchen – so denkt man. Doch der Schein trügt, denn Jae-Young arbeitet nach der Schule als Prostituierte, während ihre Freundin so etwas wie ihre Managerin und Kupplerin ist. Mit dem ersparten Geld wollen die beiden eine Reise nach Europa finanzieren. Ein fragiles und höchst gefährliches Arrangement, das endgültig zu scheitern droht, als sich Jae-Young in einen Freier verliebt. Yeo-Jin ist zutiefst verärgert über die Unprofessionalität und bringt sie schließlich dazu, die Verabredung mit dem Freier zu einem Abendessen zu dritt abzusagen.
Kurz darauf geschieht ein verhängnisvoller Fehler, der alles verändert: Jae-Young übersieht beim Schmierestehen die Polizisten, die nach minderjährigen Prostituierten fahnden. Um nicht geschnappt zu werden, springt Jae-Young aus dem Fenster und verletzt sich dabei schwer. Auf dem Sterbebett bittet sie Yeo-Jin, den Mann herbeizuholen, mit dem sie zum Essen verabredet waren. Nach kurzem Zögern willigt Yeo-Jin ein, doch der Mann will Jae-Young nicht sehen – außer wenn Yeo-Jin mit ihm ins Bett geht. Ihrer Freundin zuliebe tut sie es. Doch als die zwei im Krankenhaus eintreffen, ist Jae-Young bereits tot.
Fortan trifft sich Yeo-Jin mit den ehemaligen Freiern ihrer Freundin und schläft mit ihnen. Doch es geht ihr nicht darum, das Geschäft einfach weiterzuführen, sie gibt im Gegenteil den Männern sogar das Geld zurück. Doch ihr Vater ahnt Böses und kommt hinter das Geheimnis seiner Tochter. Außer sich vor Wut beginnt er sie zu verfolgen und rächt sich an den Freiern – bis er eines Tages zu hart zuschlägt und ein Freier stirbt. Eine Schuld, die sein Leben und die Beziehung zu seiner Tochter schwer belastet...
Kim Ki-Duk ist ohne Zweifel der Shooting Star des an Talenten nicht gerade armen asiatischen Kinos. Selten war ein Regisseur innerhalb eines Jahres so präsent in den deutschen Kinos wie der Koreaner, denn nach seinem Film Frühling, Sommer, Herbst, Winter...und Frühling ist Samaria bereits der zweite Film Ki-Duks, der in diesem Jahr in die Kinos kommt. Und wie bereits der erste Film, so präsentiert sich auch Samaria als bildschwere, religiös anmutende und mitunter etwas naive Parabel über Schuld, Sühne und Entfremdung. Die Logik der Geschichte droht zuweilen im Rausch der Bilder unterzugehen, doch wer sich auf den Strom der intimen Gefühle und symbolträchtigen Gesten einlassen kann, den erwartet ein verstörendes Epos von spröder Schönheit. Das fand übrigens auch die Jury der Berlinale und zeichnete Samaria mit dem Silbernen Bären aus.
Kurz darauf geschieht ein verhängnisvoller Fehler, der alles verändert: Jae-Young übersieht beim Schmierestehen die Polizisten, die nach minderjährigen Prostituierten fahnden. Um nicht geschnappt zu werden, springt Jae-Young aus dem Fenster und verletzt sich dabei schwer. Auf dem Sterbebett bittet sie Yeo-Jin, den Mann herbeizuholen, mit dem sie zum Essen verabredet waren. Nach kurzem Zögern willigt Yeo-Jin ein, doch der Mann will Jae-Young nicht sehen – außer wenn Yeo-Jin mit ihm ins Bett geht. Ihrer Freundin zuliebe tut sie es. Doch als die zwei im Krankenhaus eintreffen, ist Jae-Young bereits tot.
Fortan trifft sich Yeo-Jin mit den ehemaligen Freiern ihrer Freundin und schläft mit ihnen. Doch es geht ihr nicht darum, das Geschäft einfach weiterzuführen, sie gibt im Gegenteil den Männern sogar das Geld zurück. Doch ihr Vater ahnt Böses und kommt hinter das Geheimnis seiner Tochter. Außer sich vor Wut beginnt er sie zu verfolgen und rächt sich an den Freiern – bis er eines Tages zu hart zuschlägt und ein Freier stirbt. Eine Schuld, die sein Leben und die Beziehung zu seiner Tochter schwer belastet...
Kim Ki-Duk ist ohne Zweifel der Shooting Star des an Talenten nicht gerade armen asiatischen Kinos. Selten war ein Regisseur innerhalb eines Jahres so präsent in den deutschen Kinos wie der Koreaner, denn nach seinem Film Frühling, Sommer, Herbst, Winter...und Frühling ist Samaria bereits der zweite Film Ki-Duks, der in diesem Jahr in die Kinos kommt. Und wie bereits der erste Film, so präsentiert sich auch Samaria als bildschwere, religiös anmutende und mitunter etwas naive Parabel über Schuld, Sühne und Entfremdung. Die Logik der Geschichte droht zuweilen im Rausch der Bilder unterzugehen, doch wer sich auf den Strom der intimen Gefühle und symbolträchtigen Gesten einlassen kann, den erwartet ein verstörendes Epos von spröder Schönheit. Das fand übrigens auch die Jury der Berlinale und zeichnete Samaria mit dem Silbernen Bären aus.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Samaria - Jetzt auf DVD
Produktionsland:
Korea
Produktionsjahr:
2004
Länge:
95 (Min.)
Erschienen bei:
Rapid Eye Movies
Extras:
Poster, Making of, Interviews, Berlinale Preisverleihung, Kinotrailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
14.10.2005
FILMBEWERTUNG
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