Mini Max oder die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart
DVD-Start:
08.09.2006
FSK:
12
Leserbewertung:
TV by Mel Brooks
Er erfand das Schuh-Telefon und hat seit vier Jahrzehnten nichts von seinem schrägen Esprit und Charme verloren: Geheimagent Maxwell Smart (Don Adams) alias Agent 86 arbeitet für den so genannten US-Geheimdienst "Control", der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die noch einigermaßen heile Welt vor der Terrororganisation "Kaos" zu beschützen. Unterstützt wird er dabei von dem Roboter Hymie (Dick Gautier) und von der quirligen Agentin 99 (Barbara Feldon), deren Namen (obwohl sich die beiden im Laufe der Serie sogar real das Jawort gaben) nie namentlich auftauchte. Chaos-Cop Smart stürzte von einer Katastrophe in die nächste, gleichwohl gelang es ihm aber immer, nicht nur mit heiler Haut davon zu kommen, sondern obendrein noch, seine verqueren Missionen zu erfüllen.
Maxwell Smart ist die soziologische Synthese aus den zum damaligen Zeitpunkt noch relativ jungen Frischlingen James Bond und Inspektor Clouseau. Als die Serie 1965 erstmals gezeigt wurde (am 1. September 1965 auf NBC), wartete man gerade auf das vierte Bond-Sequel Feuerball. Das Pink Panther-Pendant Ein Schuss im Dunkeln, in dem Peter Sellers das zweite Mal den schusseligen Polizisten mimte, hatte die Lichtspielhäuser ein gutes Jahr vorher erfolgreich durchlaufen. Was aber auch Alan Spencer mit Sledge Hammer gute zwanzig Jahre später versuchte, funktionierte auch hier schon: Die Kombination zweier unterschiedlicher Genres zu einer Comedy-Stringenz. Geboren war ein Klassiker. Vor allem die Protagonisten trugen zum unnachahmlichen Erfolg bei, allen voran natürlich die Idealbesetzung Don Adams mit Barbara Feldon, die wie Dianna Rigg (Mit Schirm, Charme und Melone) auf der anderen Seite des Atlantiks einen Sexappeal und Erotik versprühte wie ein Nato-Stacheldrahtzaun beim Date mit einer angebissenen Frikadelle. Sehr interessant jedoch ebenso die einstens wundersamen Geheimdienst-Accessoires (Multifunktions-Relikte des Alltäglichen), die Smart an der Krimi-Front maßgeblich halfen.
Comedy-Titan Mel Brooks war mit Buck Henry der geistige Urvater dieser sprühend witzigen Persiflage auf Krimi- und Agentenfilme: Die Serie schaffte es zwischen 1965 und 1970 auf insgesamt 138 Folgen (die Pilotepisode in wurde in Schwarz/Weiß) gedreht. Einzelne Folgen der Serie liefen in Deutschland erstmals 1967 im Vorabendprogramm der ARD unter dem Titel Supermax, der Meisterspion. Weitere Episoden strahlte das ZDF zu Beginn der 70er Jahre unter dem Titel Mini-Max oder Die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smartaus. Darauf folgten noch zwei abendfüllende Filme, Die nackte Bombe 1 + 2 von 1980 und 1989) und eine leider nach nur sieben Folgen eingestellte Nachfolgeserie im Jahre 1995. Die Serie gewann insgesamt sieben Emmy Awards und wurde für weitere 14 Emmys nominiert. Außerdem kassierte sie zwei Golden Globes.
Der filmische Vorgänger von Inspektor Gadget und Alleskönner Don Adams starb am 25 September 2005 im Alter von 82 Jahren. Sein Mythos lebt weiter, unsterblich, auf DVD gebrannt.
(Jean Lüdeke)
Maxwell Smart ist die soziologische Synthese aus den zum damaligen Zeitpunkt noch relativ jungen Frischlingen James Bond und Inspektor Clouseau. Als die Serie 1965 erstmals gezeigt wurde (am 1. September 1965 auf NBC), wartete man gerade auf das vierte Bond-Sequel Feuerball. Das Pink Panther-Pendant Ein Schuss im Dunkeln, in dem Peter Sellers das zweite Mal den schusseligen Polizisten mimte, hatte die Lichtspielhäuser ein gutes Jahr vorher erfolgreich durchlaufen. Was aber auch Alan Spencer mit Sledge Hammer gute zwanzig Jahre später versuchte, funktionierte auch hier schon: Die Kombination zweier unterschiedlicher Genres zu einer Comedy-Stringenz. Geboren war ein Klassiker. Vor allem die Protagonisten trugen zum unnachahmlichen Erfolg bei, allen voran natürlich die Idealbesetzung Don Adams mit Barbara Feldon, die wie Dianna Rigg (Mit Schirm, Charme und Melone) auf der anderen Seite des Atlantiks einen Sexappeal und Erotik versprühte wie ein Nato-Stacheldrahtzaun beim Date mit einer angebissenen Frikadelle. Sehr interessant jedoch ebenso die einstens wundersamen Geheimdienst-Accessoires (Multifunktions-Relikte des Alltäglichen), die Smart an der Krimi-Front maßgeblich halfen.
Comedy-Titan Mel Brooks war mit Buck Henry der geistige Urvater dieser sprühend witzigen Persiflage auf Krimi- und Agentenfilme: Die Serie schaffte es zwischen 1965 und 1970 auf insgesamt 138 Folgen (die Pilotepisode in wurde in Schwarz/Weiß) gedreht. Einzelne Folgen der Serie liefen in Deutschland erstmals 1967 im Vorabendprogramm der ARD unter dem Titel Supermax, der Meisterspion. Weitere Episoden strahlte das ZDF zu Beginn der 70er Jahre unter dem Titel Mini-Max oder Die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smartaus. Darauf folgten noch zwei abendfüllende Filme, Die nackte Bombe 1 + 2 von 1980 und 1989) und eine leider nach nur sieben Folgen eingestellte Nachfolgeserie im Jahre 1995. Die Serie gewann insgesamt sieben Emmy Awards und wurde für weitere 14 Emmys nominiert. Außerdem kassierte sie zwei Golden Globes.
Der filmische Vorgänger von Inspektor Gadget und Alleskönner Don Adams starb am 25 September 2005 im Alter von 82 Jahren. Sein Mythos lebt weiter, unsterblich, auf DVD gebrannt.
(Jean Lüdeke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Mini Max oder die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
1965 - 1966
Länge:
698 (Min.)
Erschienen bei:
Kinowelt Home Entertainment
Bildformat:
1,33:1
Ton/Sprache:
Dolby Digital Mono, Deutsch, Englisch
Extras:
Keine
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
08.09.2006
FILMBEWERTUNG
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