Léon – Der Profi (Director’s Cut, Digital Remastered) - DVD - kino-zeit.de - das Portal für Film und Kino
  • Home
  • DVD & Bluray
  • Léon – Der Profi (Director’s Cut, Digital Remastered)
Zurück zur Übersicht

Léon – Der Profi (Director’s Cut, Digital Remastered)

Meinungen
0

4.2 Sterne aus 10 Bewertungen

DVD-Start: 13.02.2014
FSK: 16
Genre: Drama, Thriller, Action
Tags: Mafia, Auftragskiller, Rache, Korruption, Waise

Luc Bessons bevorzugte Fassung des beliebten Klassikers

Vor zwanzig Jahren eroberte ein Film von Luc Besson die Kinoleinwände, der sich weltweit ein begeistertes Publikum erspielte und nicht nur unter Fans des Action Genres als eines der besten Werke seiner Art gilt: Léon – Der Profi mit Jean Reno und Natalie Portman in den Hauptrollen erzählt auf gleichermaßen spannende wie einfühlsame Weise die Geschichte der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einem einsamen Auftragskiller und einem jungen Mädchen, dessen Familie gerade ermordet wurde und das nun auf Rache sinnt. Nun erscheint erneut der Director’s Cut dieses beliebten Klassikers mit reichlich ansprechendem Bonusmaterial bei Studiocanal auf DVD und bietet ausführliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte und Hintergründe des Films, der ursprünglich in einer über zwanzig Minuten kürzeren Version in den Kinos zu sehen war. Dieser Director’s Cut in seiner präzise digital nachbearbeiteten Fassung besticht zuvorderst durch seine nähere Fokussierung der brisanten, zutiefst berührenden Beziehung zwischen dem traumatisierten Mädchen und dem emotional verwahrlosten Killer, die nach starken Momenten der Geborgenheit und des Glücks unbeirrt auf ihre finale Katastrophe zusteuert.

Mit gerade einmal elf Jahren las Natalie Portman das Drehbuch dieser heftigen Geschichte, das sie zu Tränen rührte, und war trotz des anfänglichen Widerstands ihrer Eltern fest entschlossen, die Rolle der Mathilda zu übernehmen, wie die Featurette "Natalie Portman – Starting Young" unter den Extras der DVD, die auch frühe Probeaufnahmen präsentiert, anschaulich dokumentiert. Erstmals vor einer Kamera agierend konnte sie bereits nach dem zweiten Vorsprechen Regisseur Luc Besson davon überzeugen, dass sie absolut geeignet für diese schwierige, ambivalente Rolle war. Nachdem ihre Eltern entschärfende Bedingungen vor allem hinsichtlich der erotischen Freizügigkeit Mathildas und ihres Zigarettenkonsums ausgehandelt hatten, konnten die Dreharbeiten in New York City beginnen, und Natalie Portman begegnete dem Schauspieler Jean Reno, den Luc Besson von Anfang an als ideale Besetzung für Léon anvisiert hatte.

Ein höchst ansprechendes kleines Porträt von Jean Reno, dessen Leben 1948 in der marokkanischen Metropole Casablanca begann und sich später in Paris als Schauspieler fortsetzte, zeichnet das Feature "Jean Reno – The Road to Léon". Hier berichtet der charismatische Akteur auch von seinen akribischen, geradezu asketischen Vorbereitungen auf die vielschichtige Rolle des exzentrischen Auftragskillers, die für seine persönliche Entwicklung und für seine internationale Karriere gleichermaßen eine immense Bedeutung besaß. Seine Betrachtungen der schillernden Figur Léons werden in einem Interview mit Jean Reno noch vertieft, in dem er auch von der spannenden Zusammenarbeit mit der jungen Natalie Portman berichtet, deren kluges Talent ihn von Beginn der Dreharbeiten an kräftig beeindruckt hat, in deren Verlauf die beiden extrem unterschiedlichen Charaktere zu stimmigen Partnern avancierten, deren gemeinsames Schauspiel schlichtweg begeistert.

Zehn Jahre nach der Premiere von Léon – Der Profi fand im Rahmen eines virtuellen "Treffens" von Cast und Crew des Films eine Rückschau auf die Entwicklung der Produktion statt, die in der Dokumentation Léon – A Ten Year Retrospective von Stuart Richardson geschildert wird. Hier kommen unter anderem der Produzent Patrice Ledoux, die Filmemacherin und Aktrice Maïwenn Le Besco, die Cutterin Sylvie Landra sowie der Casting Director Todd Thaler zu Wort, die flankiert von visuellen Impressionen interessante Details über die Dreharbeiten und die Entstehungsgeschichte des Films erzählen.

Im Rahmen eines Interviews berichtet der französische Komponist Éric Serra, der für beinahe alle Filme von Luc Besson die Musik kreierte und für Léon – Der Profi für einen César nominiert wurde, von seiner ersten Begegnung mit dem Regisseur, als beide 18 Jahre alt waren, bis hin zu ihrer nunmehr Jahrzehnte währenden, fruchtbaren Kooperation. Dabei beschreibt er ihre gemeinsame Methode beim Ersinnen einer passenden Musik für einen Film, die für Luc Besson so etwas wie einen zweiten Dialog angelehnt an das Drehbuch darstellt. Beim Fact Track schließlich findet der näher interessierte Zuschauer ausführliche Untertitel über die gesamte Länge des Films hinweg, die illustre Informationen zu den Darstellern, den einzelnen Szenen, den Dreharbeiten und weiteren Hintergründen liefern.

Eingebettet in das aufschlussreiche Bonusmaterial stellt dieser sorgfältig bearbeitete Director’s Cut von Léon – Der Profi das kostbare Kleinod eines starken Klassikers dar, dessen Geheimnisse der bewegenden Intensität sich in den begleitenden Dokumentationen enthüllen, die von der umfassenden, ungeheuer facettenreichen Arbeit des Filmemachens zeugen, die hier ein immer wieder sehenswertes Prachtexemplar geschaffen hat.

(Marie Anderson)

Daten & Fakten

Produktionsland: Frankreich
Produktionsjahr: 1998
Länge: 127 (Min.)
Erschienen bei: StudioCanal
Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph)
Ton/Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
DVD-Start: 13.02.2014
Extras: Interviews mit Eric Serra und Jean Reno, "The Road to Léon, Léon – A Ten Year Retrospective", "Natalie Portman – Starting Young", Fact Track, Trailer

Cast & Crew

Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson
Kamera: Thierry Arbogast
Schnitt: Sylvia Landra
Musik: Éric Serra
Hauptdarsteller: Jean Reno, Natalie Portman, Gary Oldman, Danny Aiello, Peter Appel, Don Creech, Michael Badalucco, Ellen Greene, Elizabeth Regen

MEINUNGEN

Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope