This is not a love song
Irgendetwas ist zwischen den beiden Brüdern Tobias (Florian Lukas) und Markus Hansen (Jürgen Vogel) vorgefallen, seitdem der jüngere gemeinsam mit seiner Freundin Ellen (Heike Makatsch) den älteren in Hamburg besuchte. Vielleicht, so mutmaßt Tobias, ist damals ja etwas zwischen seiner Freundin und seinem Bruder gelaufen, doch einfach zu fragen, das traut er sich nicht. Da trifft es sich gut, das Markus eine Band namens Hansen hat und der angehende Regisseur Tobias auf die Idee kommt, eine Dokumentation über die Tour der Gruppe zu drehen. Vielleicht gelingt es ihm ja so, seinem Bruder nahe zu kommen und endlich Antworten darüber zu erhalten, was eigentlich zwischen ihnen steht. Doch im Verlauf des Projekts und der Tour nimmt die Dokumentation einen anderen Charakter an, sie wird mehr und mehr zu einer emotionalen Tour de Force, zu einer Studie über Liebe, Freundschaft und Verrat, über Betrug und Eifersucht. Und Tobias muss erkennen, dass er Dinge über sich und seinen Bruder erfährt, die er eigentlich besser nicht gewusst hätte.
Keine Lieder über Liebe ist ein wohl ziemlich einmaliges Projekt in der deutschen Filmlandschaft, denn für die Dreharbeiten wurde eine echte Allstar-Band, bestehend aus Jürgen Vogel und Mitgliedern von Kettcar und Tomte gegründet, die dann auf eine echte Tour geschickt wurde. Die Schauspieler reisten mit und improvisierten nach einem dramaturgischen Gerüst ihre Szenen, so dass der Film verblüffend lebensnah und authentisch wirkt. Dass solch eine offene Struktur tatsächlich nahezu über den ganzen Film trägt, liegt vor allem an den beiden Hauptdarstellern Jürgen Vogel und Florian Lukas, denen diese Form sichtlich Spaß machte, und auch Heike Makatsch weiß nach ihrem letzten etwas enttäuschenden Film Almost Heaven auf angenehme Weise zu überzeugen. Natürlich wirkt manches an dem Film rau und ungeschliffen, und jedem Dialogcoach sträuben sich angesichts angefangener Halbsätze und Unterbrechungen die Haare, doch genau das macht den Reiz des Films aus, der sich verdammt nah am echten Leben bewegt. Viel gewagt und einiges gewonnen, Respekt die Herren!
Keine Lieder über Liebe ist ein wohl ziemlich einmaliges Projekt in der deutschen Filmlandschaft, denn für die Dreharbeiten wurde eine echte Allstar-Band, bestehend aus Jürgen Vogel und Mitgliedern von Kettcar und Tomte gegründet, die dann auf eine echte Tour geschickt wurde. Die Schauspieler reisten mit und improvisierten nach einem dramaturgischen Gerüst ihre Szenen, so dass der Film verblüffend lebensnah und authentisch wirkt. Dass solch eine offene Struktur tatsächlich nahezu über den ganzen Film trägt, liegt vor allem an den beiden Hauptdarstellern Jürgen Vogel und Florian Lukas, denen diese Form sichtlich Spaß machte, und auch Heike Makatsch weiß nach ihrem letzten etwas enttäuschenden Film Almost Heaven auf angenehme Weise zu überzeugen. Natürlich wirkt manches an dem Film rau und ungeschliffen, und jedem Dialogcoach sträuben sich angesichts angefangener Halbsätze und Unterbrechungen die Haare, doch genau das macht den Reiz des Films aus, der sich verdammt nah am echten Leben bewegt. Viel gewagt und einiges gewonnen, Respekt die Herren!
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Keine Lieder über Liebe (DVD)
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2005
Länge:
98 (Min.)
Erschienen bei:
Warner Home Video
Extras:
Audiokommentar von Jürgen Vogel, Florian Lukas und Regisseur Lars Kraume, Interviews: Jürgen Vogel, Florian Lukas, Heike Makatsch, Lars Kraume, Thees Ullmann (Tomte) und Marcus Wiebusch (Kettcar), Musikvideos "Baby Melancholie", "Kamera" und "Hansen
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
19.05.2006
CAST & CREW
Regie:
Lars Kraume
Hauptdarsteller:
Florian Lukas, Jürgen Vogel, Heike Makatsch, Monika Hansen, Thees Uhlmann
FILMBEWERTUNG
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