In der Reihe Hollywood Highlights erscheint dieser Schwarzweißfilm aus dem Jahre 1941 bei Universum auf DVD, der nach dem Broadway Musical Hellzapoppin’ entstand, das von 1938 bis 1941 überaus erfolgreich in New York aufgeführt wurde. In der Hölle ist der Teufel los ist eine kostümprächtige, filmische Lustspiel-Revue mit einer verkanteten Liebesgeschichte und einer heiteren Metaebene mit parodistischen Perspektiven auf Showgeschäft und Filmbetrieb, die 1942 eine Osacar-Nominierung für die Beste Musik von Gene de Paul und Don Raye erhielt.
Der Musikfilm mit einem Höllen-Szenario, der sich gerade ereignet, wird jäh unterbrochen, denn allzu groß ist der Unmut des Regisseurs (Richard Lane) in Bezug auf die Dramaturgie, die ihm schlichtweg zu wenig Romantik enthält. Kurzerhand werden die Komiker Ole (Ole Olsen) und Chic (Chic Johnson), die einst das Bühnenstück verfassten, beauftragt, der Verfilmung auf die Sprünge zu helfen, die nun ebenso engagiert wie chaotisch ins Geschehen eingreifen. Zunächst einmal geht es darum, der reizenden Millionärstochter Kitty Rand (Jane Freeze), die eine Karriere als Schauspielerin anstrebt, in Liebesdingen zur Seite zu stehen. Denn obwohl ihre Eltern darauf drängen, dass sie den nur augenscheinlich passenden Woody Tailor (Lewis Howard) ehelichen soll, fühlt sich Kitty insgeheim zu dessen Freund Jeff Hunter (Robert Paige) hingezogen. Auch wenn dieser seinerseits Kitty verehrt, hält er sich doch vornehm zurück, so dass Ole und Chic zu intriganten Mitteln greifen, um die festgefahrenen Konstellationen zu erschüttern. Dabei gerät die gesamte Ausrichtung des Stück gefährlich ins Wanken, doch es zeigt sich, dass Erfolg sich letztlich auf vielerlei Weise einstellen kann ...
Bei allen teilweise schwer zu verfolgenden Entwicklungen im Spannungsfeld von Fiktion, Inszenierung und wiederum installierter Reflexion lebt das rasante Stück voller rasender Turbulenzen vorrangig von seiner verbalen und natürlich visuellen Situationskomik, die sich häufig am Slapstick-Stil der Stummfilmzeiten orientiert. Hier jagt eine Holprigkeit die andere, folgt Gag auf Gag, so dass dem Zuschauer kaum ein Verschnaufen bleibt, bis das wilde Spektakel am Ende erneut eine selbstkritische Betrachtung erfährt. Diese Rückbezüglichkeit, die sich durch den gesamten Film zieht, stellt eine ansprechende Komponente innerhalb der Handlung dar, die sich damit stets aufs Neue selbst ironisiert. Sehr solide und sorgfältig gestaltet erscheint In der Hölle ist der Teufel los als ein lebendiges, anschauliches Relikt aus der Zeit der großen Bühnenshows mit ihrer prächtigen Nostalgie, die sich in einem dichten Klamauk entlädt, der heute allerdings eher wehmütig als witzig wirkt, nichtsdestotrotz aber zum Dauerschmunzeln einlädt.
(Marie Anderson)
Der Musikfilm mit einem Höllen-Szenario, der sich gerade ereignet, wird jäh unterbrochen, denn allzu groß ist der Unmut des Regisseurs (Richard Lane) in Bezug auf die Dramaturgie, die ihm schlichtweg zu wenig Romantik enthält. Kurzerhand werden die Komiker Ole (Ole Olsen) und Chic (Chic Johnson), die einst das Bühnenstück verfassten, beauftragt, der Verfilmung auf die Sprünge zu helfen, die nun ebenso engagiert wie chaotisch ins Geschehen eingreifen. Zunächst einmal geht es darum, der reizenden Millionärstochter Kitty Rand (Jane Freeze), die eine Karriere als Schauspielerin anstrebt, in Liebesdingen zur Seite zu stehen. Denn obwohl ihre Eltern darauf drängen, dass sie den nur augenscheinlich passenden Woody Tailor (Lewis Howard) ehelichen soll, fühlt sich Kitty insgeheim zu dessen Freund Jeff Hunter (Robert Paige) hingezogen. Auch wenn dieser seinerseits Kitty verehrt, hält er sich doch vornehm zurück, so dass Ole und Chic zu intriganten Mitteln greifen, um die festgefahrenen Konstellationen zu erschüttern. Dabei gerät die gesamte Ausrichtung des Stück gefährlich ins Wanken, doch es zeigt sich, dass Erfolg sich letztlich auf vielerlei Weise einstellen kann ...
Bei allen teilweise schwer zu verfolgenden Entwicklungen im Spannungsfeld von Fiktion, Inszenierung und wiederum installierter Reflexion lebt das rasante Stück voller rasender Turbulenzen vorrangig von seiner verbalen und natürlich visuellen Situationskomik, die sich häufig am Slapstick-Stil der Stummfilmzeiten orientiert. Hier jagt eine Holprigkeit die andere, folgt Gag auf Gag, so dass dem Zuschauer kaum ein Verschnaufen bleibt, bis das wilde Spektakel am Ende erneut eine selbstkritische Betrachtung erfährt. Diese Rückbezüglichkeit, die sich durch den gesamten Film zieht, stellt eine ansprechende Komponente innerhalb der Handlung dar, die sich damit stets aufs Neue selbst ironisiert. Sehr solide und sorgfältig gestaltet erscheint In der Hölle ist der Teufel los als ein lebendiges, anschauliches Relikt aus der Zeit der großen Bühnenshows mit ihrer prächtigen Nostalgie, die sich in einem dichten Klamauk entlädt, der heute allerdings eher wehmütig als witzig wirkt, nichtsdestotrotz aber zum Dauerschmunzeln einlädt.
(Marie Anderson)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
In der Hölle ist der Teufel los
Originaltitel:
Hellzapoppin’
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
1941
Länge:
81 (Min.)
Erschienen bei:
Universum Film
Bildformat:
1,33:1
Ton/Sprache:
Dolby Digital 2.0 Mono, Deutsch, Englisch
Extras:
Keine
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
08.05.2009
CAST & CREW
Regie:
H. C. Potter
Drehbuch:
Nat Perrin, Warren Wilson
Kamera:
Elwood Bredell
Schnitt:
Milton Carruth
Musik:
Gene de Paul, Don Raye
Hauptdarsteller:
Ole Olsen, Chic Johnson, Martha Raye, Hugh Herbert, Jane Frazee
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