Fleisch und Binsenweisheiten
Jeder kann sich mal irren und das ist auch gut so, denn schließlich lernt man aus seinen Fehlern. Einen größeren Irrtum leistete sich die ansonsten hervorragende französische Filmzeitschrift Cahiers de cinéma, als sie im Jahre 2002 Jean-Claude Brisseaus Heimliche Spiele zum besten Film des Jahres wählte.
Sandrine (Sabrina Seyvecou) arbeitet als Kellnerin in einem Stripclub. Dort lernt sie die Stripperin Natalie (Coralie Revel) kennen und ist von ihrer Art ihre Sexualität offen auszuleben fasziniert. Natalie nimmt Sandrine unter ihre Fittiche, um ihr beizubringen, wie sie ihren Körper auch als Waffe einsetzen kann. Dazu ist es immens wichtig, in U-Bahnstationen öffentlich zu masturbieren und nackt durch die Pariser Innenstadt zu laufen. Die zwei sexuell befreiten Frauen beschließen nun den Geschlechterkampf aufzunehmen und ihre soziale Position zu verbessern und Macht zu erlangen, indem sie dumpfe Männchen in einer Pariser Bank hörig machen. Ein paar vorgetäuschte Orgasmen später sind sie auch schon am Ziel. Beide haben einen guten Job ergattert, und die Geschichte könnte ein frühzeitiges Ende nehmen, wenn da nicht Christophe (Patrice Deville), der Unternehmenserbe, auftauchen würde. Christophe ist eine geradezu barocke Gestalt, die spricht, als wäre er Marquis de Sade, der eine Gesamtausgabe von Michel Foucault verschluckt hat. Und tatsächlich kann Christophe noch besser manipulieren, als die beiden Damen. Sein Hobby ist es, Frauen dazu zu bringen, sich vor seinem Schloss anzuzünden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es schon einigen Geschicks. Natürlich verfallen die beiden Frauen dem Jungmachiavelli und das Unheil nimmt seinen schrecklichen Lauf.
Als „in hohem Maße erotisch“ bezeichneten die Cahiers de cinéma in ihrer Kritik Heimliche Spiele. Tatsächlich kann man das dem Film in den ersten zehn Minuten auch nicht absprechen. Doch sehr langsam aber sicher, entwickelt sich der Streifen zu einem gut fotografierten Ärgernis und einer reinen Inszenierung von Männerphantasien, als da wären Inzest, Gruppensex, und, und, und, die von schwülstiger, klassischer Musik untermalt und pseudophilosophischen Diskursen unterbrochen werden. Heimliche Spiele ist eine Fleischbeschau, die nur Umschnitte davor bewahren, als Pornographie eingestuft zu werden, ein prätentiöses Machwerk, das Binsenweisheiten verkündet.
Sandrine (Sabrina Seyvecou) arbeitet als Kellnerin in einem Stripclub. Dort lernt sie die Stripperin Natalie (Coralie Revel) kennen und ist von ihrer Art ihre Sexualität offen auszuleben fasziniert. Natalie nimmt Sandrine unter ihre Fittiche, um ihr beizubringen, wie sie ihren Körper auch als Waffe einsetzen kann. Dazu ist es immens wichtig, in U-Bahnstationen öffentlich zu masturbieren und nackt durch die Pariser Innenstadt zu laufen. Die zwei sexuell befreiten Frauen beschließen nun den Geschlechterkampf aufzunehmen und ihre soziale Position zu verbessern und Macht zu erlangen, indem sie dumpfe Männchen in einer Pariser Bank hörig machen. Ein paar vorgetäuschte Orgasmen später sind sie auch schon am Ziel. Beide haben einen guten Job ergattert, und die Geschichte könnte ein frühzeitiges Ende nehmen, wenn da nicht Christophe (Patrice Deville), der Unternehmenserbe, auftauchen würde. Christophe ist eine geradezu barocke Gestalt, die spricht, als wäre er Marquis de Sade, der eine Gesamtausgabe von Michel Foucault verschluckt hat. Und tatsächlich kann Christophe noch besser manipulieren, als die beiden Damen. Sein Hobby ist es, Frauen dazu zu bringen, sich vor seinem Schloss anzuzünden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es schon einigen Geschicks. Natürlich verfallen die beiden Frauen dem Jungmachiavelli und das Unheil nimmt seinen schrecklichen Lauf.
Als „in hohem Maße erotisch“ bezeichneten die Cahiers de cinéma in ihrer Kritik Heimliche Spiele. Tatsächlich kann man das dem Film in den ersten zehn Minuten auch nicht absprechen. Doch sehr langsam aber sicher, entwickelt sich der Streifen zu einem gut fotografierten Ärgernis und einer reinen Inszenierung von Männerphantasien, als da wären Inzest, Gruppensex, und, und, und, die von schwülstiger, klassischer Musik untermalt und pseudophilosophischen Diskursen unterbrochen werden. Heimliche Spiele ist eine Fleischbeschau, die nur Umschnitte davor bewahren, als Pornographie eingestuft zu werden, ein prätentiöses Machwerk, das Binsenweisheiten verkündet.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Heimliche Spiele
Produktionsland:
Frankreich
Produktionsjahr:
2002
Länge:
115 (Min.)
Erschienen bei:
Alive
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
15.10.2004
CAST & CREW
Regie:
Jean-Claude Brisseau
FILMBEWERTUNG
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