Zurück zur Übersicht

Ghost Machine

Meinungen
0

16 Bewertungen

DVD-Start: 08.10.2010
FSK: 16
Genre: Horror
Tags: Gefängnis, Geister, Soldaten, Virtuelle Realität, Fantasy Filmfest 2010

Die Idee ist schon mal nicht schlecht – wenn auch nicht sehr originell: eXistenZ und Matrix standen für die Story hinter Ghost Machine Pate. Eine Gruppe junger Soldaten hat eine Software entwickelt, um in den Pixelkrieg zu ziehen. Die Soldaten klinken sich also virtuell von einem Sessel aus ins virtuelle Kriegsgeschehen ein. So sollen menschliche Verluste weitgehend umgangen und der Krieg 'human' werden. Was in der Theorie ein Fortschritt in der Kriegsführung sein könnte, ist natürlich im Endeffekt nicht so einfach. Denn einer tanzt immer aus der Reihe und sabotiert das Unterfangen...

Die jungen Wissenschaftler Vic und Tom arbeiten für das Militär an einem High Tech-Simulationsprogramm, mit dem der Kriegsschauplatz nur noch virtuell betreten wird. Man entwendet die besagte Maschine und will damit in einem verlassenen Gefängnis herumspielen. Mit dabei sind noch eine Rekrutin und befreundete Soldaten – und natürlich Bier, Dope und gute Laune. Doch schnell gerät der reale Egoshooter außer Kontrolle. Denn vor Jahren wurde in eben diesem Gefängnis eine Top-Terroristin zu Tode gefoltert. Und plötzlich ist ihr Geist in dem Spiel – auf der Suche nach blutiger Rache.

Ghost Machine ist zu aller erst ein Low-Budget-Actioner, der aus seiner guten Grundidee doch einiges rausholt. Action und Horror wechseln sich immer wieder ab, wobei die Mischung erfreulich ausgewogen ist. Nur sind leider die Charaktere beinahe durchgehend unsympathisch. In seinen besten Momenten erinnert Ghost Machine an einen aus dem Ruder gelaufenen Egoshooter, während in den schlechten ein bisschen 9/11 Paranoia, Army-Klischees und Softerotik zum Zuge kommen. Dazu gibt es gute Regiearbeit, maue Dialoge und gute Ansätze bei Story, Bildgestaltung und Ideen. Nichts besonderes, aber für Genrefreunde unterhaltsam und zum beim-Bier-hinternander-weggucken definitiv geeignet.

(Renatus Töpke)

Daten & Fakten

Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: 2009
Länge: 88 (Min.)
Erschienen bei: Sunfilm Entertainment
Bildformat: 16:9
Ton/Sprache: Dolby Digital 5.1, Deutsch, Englisch
DVD-Start: 08.10.2010
Extras: Keine

Cast & Crew

Regie: Chris Hartwill
Drehbuch: Sven Hughes, Malachi Smyth
Kamera: George Richmond
Schnitt: Emma Gaffney, Dayn Williams
Musik: Bill Grishaw
Hauptdarsteller: Rachael Taylor, Sean Faris, Luke Ford, Joshua Dallas, Sam Corry

MEINUNGEN

Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Cineplex Kinos
  • Filmfest München