Ewige Schönheit - Jetzt auf DVD
DVD-Start:
10.11.2005
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Die Filmästhetik des Nationalsozialismus
Der Film Ewige Schönheit des Regisseurs Marcel Schwierin widmet sich einem ganz besonderen Aspekt des Nationalsozialismus, und zwar dem des Filmschaffens. Wie kaum eine Bewegung zuvor verstanden es die Nazis, sich des neuen Mediums Film anzunehmen und benutzten das Kinos als zentrales Element ihrer Propaganda. Die Machtergreifung war auch eine Inbesitznahme der Bilder und Visionen der Deutschen, die sich fortan aus einer kruden Mixtur aus Germanentümelei, seichtem Spießertum, esoterischem „Blut und Boden“-Gestammel, bolschewistischer Ästhetik, übelster Hasspropaganda und wagnerianischer Todessehnsucht speiste. Doch die Bilder verfehlten ihre Wirkung nicht und entwickeln bis heute einen Sog, der subliminal bis in unser ach so aufgeklärtes Leben hineinwirkt – die tumben Muskelpakete aus Bildstrecken für Calvin Klein und andere bedienen sich mehr oder minder ungeniert den Inszenierungen eines Arno Breker oder einer Leni Riefenstahl. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.
Ewige Schönheit ist ein durchaus beeindruckendes Dokument und die erste filmische Untersuchung des nationalsozialistischen Filmschaffens. Kenntnisreich, gründlich und mit Ausschnitten aus Filmen, die wahrscheinlich noch niemals jemand gesehen haben dürfte, untersucht der Regisseur Marcel Schwierin Bildästhetik und Konstruktionsprinzipien des nationalsozialistischen Films, und zwar von den Anfängen der „Bewegung“ 1919 bis zum ihrem verdienten Ende im Jahre 1945. Einige Male geht die filmische Fleißarbeit des Regisseurs aber arg daneben, gerät zu salopp, dann wieder zu ernsthaft und droht dann wieder genau dem zu erliegen, das beklagt und analysiert wird – dem Rausch der zweifelsohne sehr verführerischen Bilder. Und wie beim ähnlich gearteten Film Hitlers Hitparade stumpft der Zuseher zunehmend ab gegen die Bilder, die sich am Schluss in einem weißen Rauschen verlieren. Das ist – mit Verlaub – bei einem Film, der sich politisch bewusst und aufklärerisch gibt, fast ein wenig kontraproduktiv, doch trotzdem gelingt Schwierin ein interessanter Film, der die Bilderwelten der Nationalsozialisten als schaurig-schönes Sammelsurium obskurer Kleinbürger-Mythen demaskiert
Ewige Schönheit ist ein durchaus beeindruckendes Dokument und die erste filmische Untersuchung des nationalsozialistischen Filmschaffens. Kenntnisreich, gründlich und mit Ausschnitten aus Filmen, die wahrscheinlich noch niemals jemand gesehen haben dürfte, untersucht der Regisseur Marcel Schwierin Bildästhetik und Konstruktionsprinzipien des nationalsozialistischen Films, und zwar von den Anfängen der „Bewegung“ 1919 bis zum ihrem verdienten Ende im Jahre 1945. Einige Male geht die filmische Fleißarbeit des Regisseurs aber arg daneben, gerät zu salopp, dann wieder zu ernsthaft und droht dann wieder genau dem zu erliegen, das beklagt und analysiert wird – dem Rausch der zweifelsohne sehr verführerischen Bilder. Und wie beim ähnlich gearteten Film Hitlers Hitparade stumpft der Zuseher zunehmend ab gegen die Bilder, die sich am Schluss in einem weißen Rauschen verlieren. Das ist – mit Verlaub – bei einem Film, der sich politisch bewusst und aufklärerisch gibt, fast ein wenig kontraproduktiv, doch trotzdem gelingt Schwierin ein interessanter Film, der die Bilderwelten der Nationalsozialisten als schaurig-schönes Sammelsurium obskurer Kleinbürger-Mythen demaskiert
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ewige Schönheit - Jetzt auf DVD
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2003
Länge:
91 (Min.)
Erschienen bei:
Neue Visionen
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
10.11.2005
CAST & CREW
Regie:
Marcel Schwierin
FILMBEWERTUNG
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