Bilder, die sich in den Kopf brennen
Eine junge Frau verliert jeglichen Bezug zu Realität und Mitmenschen. Und Roman Polanski lässt uns daran teilhaben…
Es gibt Filme, die verblassen schon beim Abspann und es gibt solche, die brennen sich ins Hirn und bleiben dort haften. Roman Polanski kann es sich zu Gute halten mehr als einen der letzteren Art gemacht zu haben: Der Mieter zum Beispiel, Rosemaries Baby und eben Ekel. Wobei der Rezensent Der Mieter als kleiner Junge gesehen hat. Das Bild des fliegenden Kopfes vor dem Fenster ist er nie mehr losgeworden, ohne zu wissen, um welchen Film es sich handelte. Erst gut 20 Jahre später und durch Zufall wieder gesehen, konnte sich besagter Rezensent endlich seinen Ängsten stellen (hüstel) und besagte "Kopfball"-Szene zuordnen. Endlich Alpträume mit Quellenangabe…
Carole Ledoux (Catherine Deneuve) lebt mit ihrer Schwester Hélène (Yvonne Furneaux) in London. Sie arbeitet in einem Schönheitssalon und man würde die junge, hübsche Maid wohl als Tagträumerin bezeichnen. Carole lebt nahezu emotionslos vor sich hin und hat keinerlei Bezug zur Außenwelt. Auch Michael, Lover ihrer Schwester und zeitweiser Scheinasylant in der gemeinsamen Wohnung, ändert mit seiner Anwesenheit nichts an diesem Zustand. Alles um Carole ist Außenwelt im wahrsten Sinne. Colin (John Fraser) ein junger Kerl, der sich indes in das stille Mädchen verkuckt hat, beißt sich an ihr schier die Zähne aus, und muss sich deswegen von seinen Freunden aufziehen lassen.
Eines Tages eröffnet Hélène ihrer Schwester, dass sie für eine Weile in Urlaub fährt. Carole ist schockiert, weiß nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen soll. Und Hélène? Die sieht nicht die Zeichen einer sich anbahnenden Katastrophe. Nachdem Carole allein ist, zieht sich diese völlig zurück, geht nicht mehr ans Telefon oder vor die Tür. Ein toter Hase verrottet - stellvertretend für das Innere des jungen Mädchens – irgendwo in der Wohnung. Als der geschmähte Lover Colin auf der Matte steht und sich Zutritt zur Festung Carole verschafft, geht das logischerweise nicht gut aus – für Colin…
Die DVD bietet ein anständiges, manchmal schmutziges Bild und den Ton in Mono. Bonus ist nur in Form eines Trailers, einer Fotogalerie und Texttafeln mit Biografien vorhanden.
(Renatus Töpke)
Es gibt Filme, die verblassen schon beim Abspann und es gibt solche, die brennen sich ins Hirn und bleiben dort haften. Roman Polanski kann es sich zu Gute halten mehr als einen der letzteren Art gemacht zu haben: Der Mieter zum Beispiel, Rosemaries Baby und eben Ekel. Wobei der Rezensent Der Mieter als kleiner Junge gesehen hat. Das Bild des fliegenden Kopfes vor dem Fenster ist er nie mehr losgeworden, ohne zu wissen, um welchen Film es sich handelte. Erst gut 20 Jahre später und durch Zufall wieder gesehen, konnte sich besagter Rezensent endlich seinen Ängsten stellen (hüstel) und besagte "Kopfball"-Szene zuordnen. Endlich Alpträume mit Quellenangabe…
Carole Ledoux (Catherine Deneuve) lebt mit ihrer Schwester Hélène (Yvonne Furneaux) in London. Sie arbeitet in einem Schönheitssalon und man würde die junge, hübsche Maid wohl als Tagträumerin bezeichnen. Carole lebt nahezu emotionslos vor sich hin und hat keinerlei Bezug zur Außenwelt. Auch Michael, Lover ihrer Schwester und zeitweiser Scheinasylant in der gemeinsamen Wohnung, ändert mit seiner Anwesenheit nichts an diesem Zustand. Alles um Carole ist Außenwelt im wahrsten Sinne. Colin (John Fraser) ein junger Kerl, der sich indes in das stille Mädchen verkuckt hat, beißt sich an ihr schier die Zähne aus, und muss sich deswegen von seinen Freunden aufziehen lassen.
Eines Tages eröffnet Hélène ihrer Schwester, dass sie für eine Weile in Urlaub fährt. Carole ist schockiert, weiß nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen soll. Und Hélène? Die sieht nicht die Zeichen einer sich anbahnenden Katastrophe. Nachdem Carole allein ist, zieht sich diese völlig zurück, geht nicht mehr ans Telefon oder vor die Tür. Ein toter Hase verrottet - stellvertretend für das Innere des jungen Mädchens – irgendwo in der Wohnung. Als der geschmähte Lover Colin auf der Matte steht und sich Zutritt zur Festung Carole verschafft, geht das logischerweise nicht gut aus – für Colin…
Die DVD bietet ein anständiges, manchmal schmutziges Bild und den Ton in Mono. Bonus ist nur in Form eines Trailers, einer Fotogalerie und Texttafeln mit Biografien vorhanden.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ekel
Produktionsland:
Großbritannien
Produktionsjahr:
1965
Länge:
100 (Min.)
Erschienen bei:
mc one
Bildformat:
1.85:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital Mono, Deutsch, Englisch
Extras:
Trailer, Fotogalerie, Biographien
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
27.09.2006
CAST & CREW
Regie:
Roman Polanski
Hauptdarsteller:
Catherine Deneuve, Ian Hendry, John Fraser, Yvonne Furneaux
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Artikel zum Thema
Chinatown – TV-Tipp der Woche
Der Gott des Gemetzels
Tanz der Vampire – TV-Tipp der Woche
Zwei Jahre Verspätung: Roman Polanski erhält Auszeichnung fürs Lebenswerk
FIPRESCI kürt Roman Polanskis "Der Ghostwriter" zum Film des Jahres
Der Ghostwriter (DVD)
Roman Polanski - Regisseur und Schauspieler - Ausstellung im Filmmuseum Düsseldorf
Der Ghostwriter
Roman Polanski bald auf freiem Fuss
Studio Babelsberg fordert sofortige Freilassung von Roman Polanski
Regisseur Roman Polanski verhaftet
Roman Polanski dreht "The Ghost"
Roman Polanski dreht "Ghost"
Bitter Moon - Arthaus Collection
Roman Polanski
Polanskis "Pompeji" vor dem Aus?
Die neun Pforten
Constantin Film coproduziert Polanskis "Pompeji"
Roman Polanski dreht "Pompeji"
Bitter Moon
Oliver Twist (DVD)
Roman Polanski - Biographie und Filmographie
Oliver Twist
Roman Polanski gewinnt Prozess wegen übler Nachrede
Regisseur Roman Polanski im Clinch mit "Vanity Fair"
Macbeth
Polanski verfilmt Oliver Twist






