Ein skandinavischer Herrenwitz
Manchmal kann die vermaledeite Sache mit dem Sex ja ziemlich einfach sein. Man nehme beispielsweise einfach einen Ex-Knacki, der wegen Mordes zwölf Jahre abgesessen hat und quartiere diesen bei einer weniger attraktiven, dafür aber umso lüsterneren Dame fortgeschrittenen Alters ein. Überhaupt hat der Mann, um den es sich hier dreht, einen ziemlichen Schlag bei den Frauen: Ulrik (Stellan Skarsgård) kommt gerade aus dem Knast und wird von seinem fürsorglichen und ziemlich dämlichen Gangsterboss ausgerechnet bei dessen Schwester untergebracht, die neben einer ziemlich schlechten Laune und miserablen Kochkünsten immerhin über einen enormen sexuellen Appetit verfügt. Nebenbei arbeitet Ulrik beim Ex-Mann seiner Vermieterin in der Werkstatt als Automechaniker und soll auf Geheiß seines Gangsterbosses den Kerl umnieten, der ihn vor vielen Jahren verpfiffen hat. Ulrik aber will nichts weiter als seine Ruhe. Und er will sich endlich um seinen Sohn Geir kümmern, dem er nie ein richtiger Vater war ...
Hans Petter Molands Ein Mann von Welt reiht sich ein in die Tradition skandinavischer Komödien mit Humor der eher derb-skurrilen Art. Bei oftmals bodenständigen Witzen mit ordentlich Potential in Richtung Fremdschämen scheut sich der Film auch nicht, das ein oder andere Klischee über die holde Weiblichkeit einzubauen – vom miserablen Einparken bis zur (sexuellen) Unersättlichkeit wird hier kaum etwas ausgelassen. Doch auch der ernste Anteil der Geschichte, bei dem der Ex-Knacki all das wieder gutzumachen versucht, was er in den Jahren seines Gefängnisaufenthalts versäumt hat, ist ein sichtbarer Teil dieses kurzweiligen Films
Selbst wenn es ab und an etwas platt zugeht und man einen subtilen Humor und verschmitzte Betrachtungen hier eher vergebens sucht: dass Ein Mann von Welt beim Zuschauer wohl gut ankommen werden wird, lässt die kürzliche Filmkunstmesse in Leipzig erahnen. Denn dort wurde er innerhalb eines öffentlichen Vorabscreenings mit dem Publikumspreis als "Bester Film" ausgezeichnet.
(Michael Spiegel)
Hans Petter Molands Ein Mann von Welt reiht sich ein in die Tradition skandinavischer Komödien mit Humor der eher derb-skurrilen Art. Bei oftmals bodenständigen Witzen mit ordentlich Potential in Richtung Fremdschämen scheut sich der Film auch nicht, das ein oder andere Klischee über die holde Weiblichkeit einzubauen – vom miserablen Einparken bis zur (sexuellen) Unersättlichkeit wird hier kaum etwas ausgelassen. Doch auch der ernste Anteil der Geschichte, bei dem der Ex-Knacki all das wieder gutzumachen versucht, was er in den Jahren seines Gefängnisaufenthalts versäumt hat, ist ein sichtbarer Teil dieses kurzweiligen Films
Selbst wenn es ab und an etwas platt zugeht und man einen subtilen Humor und verschmitzte Betrachtungen hier eher vergebens sucht: dass Ein Mann von Welt beim Zuschauer wohl gut ankommen werden wird, lässt die kürzliche Filmkunstmesse in Leipzig erahnen. Denn dort wurde er innerhalb eines öffentlichen Vorabscreenings mit dem Publikumspreis als "Bester Film" ausgezeichnet.
(Michael Spiegel)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ein Mann von Welt (DVD)
Originaltitel:
En ganske snill mann
Produktionsland:
Norwegen
Produktionsjahr:
2010
Länge:
107 (Min.)
Erschienen bei:
good! movies
Bildformat:
16:9
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, Norwegisch
Extras:
Trailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
16.09.2011
CAST & CREW
Regie:
Hans Petter Moland
Drehbuch:
Kim Fupz Aakeson
Kamera:
Philip Øgaard
Schnitt:
Jens Christian Fodstad
Hauptdarsteller:
Bjørn Floberg, Stellan Skarsgård, Bjørn Sundquist, Gard Eidsvold, Jorunn Kjellsby
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