Das Leben ist eine wahnsinnige Reise
Manchmal kommen Filme, die dieselbe Grundgeschichte erzählen, mehr oder weniger zeitgleich heraus. Das war bei Armageddon und Deep Impact so, bei Red Planet und Mission to Mars, Dante’s Peak und Volcano und eben auch bei The Butterfly Effect und Donnie Darko. Zeitreisen, Veränderung der Vergangenheit, coming of age – The Butterfly Effect ist die Mainstream Variante Donnie Darkos.
Jake Gyllenhaal spielt den ziemlich strange rüberkommenden Donnie, der im Jahr 1988 nur deshalb dem Tod entkommt, weil er schlafwandelnderweise unterwegs ist, als eine Flugzeugturbine in sein Zimmer unterm Dach einschlägt. Der oft apathische Donnie wird fortan von Ohnmachtsanfällen, Persönlichkeitsstörungen und einem Typen im Hasenkostüm besucht, der sich Frank nennt. Dieser Frank prophezeit Donnie, dass in 28 Tagen die Welt untergehen wird. Dessen nicht genug, gibt Frank dem willenlos gehorchenden Donnie zerstörerische Befehle, die dieser ohne jeglichen Widerstand ausführt und die kleine Gemeinde, in der er lebt ins Chaos stürzt…
Donnie Darko ist ein Phänomen. Im Kino ein Flop vor dem Herrn, wuchs mit der DVD-Veröffentlichung die Fangemeinde und erhob Donnie Darko zum Kult und Jake Gyllenhaal zum Sternchen, aus dem später ein Star werden sollte. Da Regisseur Richard Kelly seinerzeit den Film um gut 20 Minuten kürzen musste, wird nun der Director’s Cut im schönen Pappschuber nachgeschoben. Finanzielle Interesse dürften dabei natürlich auch eine nicht zu verachtende Rolle spielen.
Der Donnie Darko Director’s Cut bietet neben den erwähnten 20 Minuten zusätzlicher und erweiterter Szenen auch, von Fans zu Recht kritisierte, Änderungen im Soundtrack. Beispielsweise wurde der Eröffnungssong "The Killing Moon" von Echo And The Bunnymen durch "Never Tear Us Apart" der großartigen INXS ausgetauscht, andere Songs tauchen jetzt nur noch im Autoradio auf. Ob der Director’s Cut nun besser ist, als die Original Fassung, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Rezensent zieht eindeutig letztere vor. Mystik und der Flair des Besonderen gehen im übererklärten Director’s Cut verloren, kaum etwas bleibt der Phantasie des Zuschauers überlassen. In sofern muss man den Produzenten dankbar sein, das sie ein Auge auf die kinotaugliche Filmdauer hatten. Ohne ihr Eingreifen wäre Donnie Darko vermutlich nie zu solchen Kultfilm-Ehren gekommen, wie es letztendlich passierte.
Die üppig ausgestatte Bonus-DVD ist mit der der Originalfassung nahezu identisch. Schön, dass es das Originalvideo des Tears For Fears-Songs "Mad World" in der Originalfassung auf den Silberling geschafft hat. Bild und Ton überzeugen, vor allem bei den wirklich tollen Effekten, die sich vor Großproduktion wie The Butterfly Effect nicht verstecken brauchen.
(Renatus Töpke)
Jake Gyllenhaal spielt den ziemlich strange rüberkommenden Donnie, der im Jahr 1988 nur deshalb dem Tod entkommt, weil er schlafwandelnderweise unterwegs ist, als eine Flugzeugturbine in sein Zimmer unterm Dach einschlägt. Der oft apathische Donnie wird fortan von Ohnmachtsanfällen, Persönlichkeitsstörungen und einem Typen im Hasenkostüm besucht, der sich Frank nennt. Dieser Frank prophezeit Donnie, dass in 28 Tagen die Welt untergehen wird. Dessen nicht genug, gibt Frank dem willenlos gehorchenden Donnie zerstörerische Befehle, die dieser ohne jeglichen Widerstand ausführt und die kleine Gemeinde, in der er lebt ins Chaos stürzt…
Donnie Darko ist ein Phänomen. Im Kino ein Flop vor dem Herrn, wuchs mit der DVD-Veröffentlichung die Fangemeinde und erhob Donnie Darko zum Kult und Jake Gyllenhaal zum Sternchen, aus dem später ein Star werden sollte. Da Regisseur Richard Kelly seinerzeit den Film um gut 20 Minuten kürzen musste, wird nun der Director’s Cut im schönen Pappschuber nachgeschoben. Finanzielle Interesse dürften dabei natürlich auch eine nicht zu verachtende Rolle spielen.
Der Donnie Darko Director’s Cut bietet neben den erwähnten 20 Minuten zusätzlicher und erweiterter Szenen auch, von Fans zu Recht kritisierte, Änderungen im Soundtrack. Beispielsweise wurde der Eröffnungssong "The Killing Moon" von Echo And The Bunnymen durch "Never Tear Us Apart" der großartigen INXS ausgetauscht, andere Songs tauchen jetzt nur noch im Autoradio auf. Ob der Director’s Cut nun besser ist, als die Original Fassung, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Rezensent zieht eindeutig letztere vor. Mystik und der Flair des Besonderen gehen im übererklärten Director’s Cut verloren, kaum etwas bleibt der Phantasie des Zuschauers überlassen. In sofern muss man den Produzenten dankbar sein, das sie ein Auge auf die kinotaugliche Filmdauer hatten. Ohne ihr Eingreifen wäre Donnie Darko vermutlich nie zu solchen Kultfilm-Ehren gekommen, wie es letztendlich passierte.
Die üppig ausgestatte Bonus-DVD ist mit der der Originalfassung nahezu identisch. Schön, dass es das Originalvideo des Tears For Fears-Songs "Mad World" in der Originalfassung auf den Silberling geschafft hat. Bild und Ton überzeugen, vor allem bei den wirklich tollen Effekten, die sich vor Großproduktion wie The Butterfly Effect nicht verstecken brauchen.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Donnie Darko - Director's Cut
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2001
Länge:
128 (Min.)
Erschienen bei:
Ascot Elite Home Entertainment GmbH
Bildformat:
2.35:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, Englisch
Extras:
Audiokommentar von Regisseur Richard Kelly und Kevin Smith, Trailer, Making of, Storyboard/Film-Vergleich, Darkomentary, Video Clip "Mad World" von Tears For Fears, Fotogalerie, 15 Interviews mit Cast & Crew, Cunning Visions, The Philosophy of Time Travel, Filmmusik, Wissenswertes, Biographien, 16-seitiges Booklet
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
06.10.2006
CAST & CREW
Regie:
Richard Kelly
Hauptdarsteller:
Jake Gyllenhaal, Maggie Gyllenhaal, Holmes Osborne, Daveigh Chase, Mary McDonnell
FILMBEWERTUNG
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