Ich bin tot. Mir geht es gut.
Als Wim Wenders 1976 den Film Der amerikanische Freund drehte war er ein aufstrebender deutscher Jungregisseur. Doch die Adaption des Romans Ripley’s Game von Patricia Highsmith sollte sich als entscheidender Punkt in seiner Karriere entpuppen, denn dieser Film bahnte ihm den Weg nach Hollywood und zu einer Zusammenarbeit mit Regie-Gigant Francis Ford Coppola aus der später der Film Hammet entstand. Wenders hatte sich als einer der Großen im europäischen Kino etabliert.
In der Nähe des Hamburger Hafens lebt Jonathan Zimmermann (Bruno Ganz) mit seiner Frau Marianne (Lisa Kreuzer) und deren Sohn Daniel. Jonathan arbeitet als Restaurator und rahmt Bilder. Bei einer Gemäldeauktion lernt er den amerikanischen Geschäftsmann Tom Ripley (Dennis Hopper) kennen, der seine Brötchen mit dem Verkauf von Gemälden eines angeblich toten Malers verdient. Der mysteriöse Ripley hat etliche Beziehungen zur Unterwelt, unter anderem nach Paris. Dort sucht der Mafiosi Raoul Minot (Gérard Blain) nach einem Killer der einen missliebigen Konkurrenten erledigen soll. Ripley empfiehlt den eigentlich harmlosen Jonathan. Denn Ripley weiß, dass Jonathan an einer Bluterkrankung leidet und nicht mehr lange zu leben hat. Ripley bietet ihm genug Geld, um seine Familie finanziell abzusichern und ermöglicht Jonathan auch den Besuch bei einem Pariser Spezialisten, der mit gefälschten Attesten belegt, dass sich Jonathans Krankheit weiter verschlimmert hat. Jonathan beschließt, um seiner Familie Willen, den Mord zu begehen. Doch Ripley hat nicht genug, kaum hat Jonathan seine Tat in der Pariser Métro vollbracht, verlangt Ripley einen zweiten Auftragsmord von ihm. Dabei hatte bereits die erste Tat starke Auswirkungen auf Jonathan. Seine Beziehung zu seiner Frau Marianne gestaltet sich zunehmend schwieriger, da er ihr von seinen Taten nicht berichten kann. Das Paar entfremdet sich langsam.
Der amerikanische Freund ist ein Film der Ehrerbietung und der Reverenz vor großem Kino. Gespickt mit filmischen Zitate der Regisseure, die auch Rollen in dem Film übernahmen, Samuel Fuller und Nicholas Ray, verneigt sich Wenders vor den Größen der Filmwelt. Heute würde man wohl den Begriff „postmodern“ verwenden und doch entwickelt Wenders einen vollkommen eigenen kraftvollen Stil. Das Thema der Entfremdung und Schicksalhaftigkeit dominiert. Zu gerne möchten Wenders Figuren ihr Leben in ihre eigene Hand nehmen und werden immer wieder manipuliert und sich und ihrer Umwelt fremd. Der amerikanische Freund ist einer der Höhepunkte des deutschen Kinos der siebziger Jahre - ein Jahrzehnt, in dem der deutsche Film den Ruf genoss, den er heute gerne wieder hätte.
In der Nähe des Hamburger Hafens lebt Jonathan Zimmermann (Bruno Ganz) mit seiner Frau Marianne (Lisa Kreuzer) und deren Sohn Daniel. Jonathan arbeitet als Restaurator und rahmt Bilder. Bei einer Gemäldeauktion lernt er den amerikanischen Geschäftsmann Tom Ripley (Dennis Hopper) kennen, der seine Brötchen mit dem Verkauf von Gemälden eines angeblich toten Malers verdient. Der mysteriöse Ripley hat etliche Beziehungen zur Unterwelt, unter anderem nach Paris. Dort sucht der Mafiosi Raoul Minot (Gérard Blain) nach einem Killer der einen missliebigen Konkurrenten erledigen soll. Ripley empfiehlt den eigentlich harmlosen Jonathan. Denn Ripley weiß, dass Jonathan an einer Bluterkrankung leidet und nicht mehr lange zu leben hat. Ripley bietet ihm genug Geld, um seine Familie finanziell abzusichern und ermöglicht Jonathan auch den Besuch bei einem Pariser Spezialisten, der mit gefälschten Attesten belegt, dass sich Jonathans Krankheit weiter verschlimmert hat. Jonathan beschließt, um seiner Familie Willen, den Mord zu begehen. Doch Ripley hat nicht genug, kaum hat Jonathan seine Tat in der Pariser Métro vollbracht, verlangt Ripley einen zweiten Auftragsmord von ihm. Dabei hatte bereits die erste Tat starke Auswirkungen auf Jonathan. Seine Beziehung zu seiner Frau Marianne gestaltet sich zunehmend schwieriger, da er ihr von seinen Taten nicht berichten kann. Das Paar entfremdet sich langsam.
Der amerikanische Freund ist ein Film der Ehrerbietung und der Reverenz vor großem Kino. Gespickt mit filmischen Zitate der Regisseure, die auch Rollen in dem Film übernahmen, Samuel Fuller und Nicholas Ray, verneigt sich Wenders vor den Größen der Filmwelt. Heute würde man wohl den Begriff „postmodern“ verwenden und doch entwickelt Wenders einen vollkommen eigenen kraftvollen Stil. Das Thema der Entfremdung und Schicksalhaftigkeit dominiert. Zu gerne möchten Wenders Figuren ihr Leben in ihre eigene Hand nehmen und werden immer wieder manipuliert und sich und ihrer Umwelt fremd. Der amerikanische Freund ist einer der Höhepunkte des deutschen Kinos der siebziger Jahre - ein Jahrzehnt, in dem der deutsche Film den Ruf genoss, den er heute gerne wieder hätte.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Der amerikanische Freund - Jetzt auf DVD
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
1976
Länge:
121 (Min.)
Erschienen bei:
Arthaus
Extras:
Wim Wenders befragt von Roger Willemsen, Audiokommentar von Wim Wenders und Dennis Hopper, Biografie Wim Wenders, geschnittene Szenen, Trailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
10.02.2005
CAST & CREW
Regie:
Wim Wenders
Hauptdarsteller:
Bruno Ganz, Liza Kreuzer, Dennis Hopper, Samuel Fuller, Nicholas Ray
FILMBEWERTUNG
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