Hat nicht jede Regierung eins?
Das Geheimprotokoll bleibt bis zum heutigen Tag der in Großbritannien am meisten diskutierte und kontroverseste Film von Regisseur Ken Loach. Bei seiner Uraufführung 1990 in Cannes, der Film erhielt den Preis für die beste Regie, kam es auf der anschließenden Pressekonferenz zu einem Eklat, als ein britischer Kritiker Ken Loach und seinen Drehbuchautor vehement angriff. Das Geheimprotkoll - Hidden Agenda schaffte es sogar bis in das britische Unterhaus, wo der Film von einem Abgeordneten der regierenden Konservativen, als der „Eintritt der IRA in das Filmfestival von Cannes“ bezeichnet wurde.
Zum damaligen Zeitpunkt hielten sich in Großbritannien hartnäckig Gerüchte wonach politische Kräfte in den siebziger Jahren versucht hatten den bürgerkriegsähnlichen Konflikt in Nordirland zu eskalieren, um der Regierung unter Harold Wilson Schaden zuzufügen und um die Konservativen unter Margaret Thatcher an die Macht zu bringen. Zugleich gab es Beweise, dass Polizei- und Armeekräfte gezielt Mitglieder terroristischer Gruppen, vornehmlich der IRA, ohne Gerichtsverfahren exekutierten. Natürlich konnte bis heute nichts dergleichen offiziell nachgewiesen werden.
Ken Loach verwebt in seinem Thriller beide Theorien geschickt. Ein amerikanischer Anwalt, der Mitglied einer internationalen Kommission ist, die Foltervorwürfe gegen die nordirische Polizei untersucht, wird unter mysteriösen Umständen, an einer Straßensperre von der Polizei erschossen. Die Ehefrau des Opfers (Frances McDormand) und der Spezialermittler Inspektor Kerrigan (Brian Cox) versuchen die Hintergründe der Tat aufzudecken. Alles deutet darauf hin, dass hinter dem Mord, ein Komplott der britischen Regierung steckt. Kerrigan erfährt, daß dem Anwalt ein Tonband von einem britischen Offizier namens Harris (Maurice Roeves) zugespielt worden ist, dass belastendes Material enthalten haben soll. Das ungleiche Ermittlerpaar macht sich auf, den verschwundenen Offizier und das Beweismaterial zu suchen.
Kalt, hart und fast bewegungslos gefilmt, erinnert Hidden Agenda an manchen Stellen fast an eine Reportage oder Dokumentarfilm. Sicherlich ein gewollter Effekt, den Ken Loach ist dafür bekannt, dass seine Filme immer eine politische Intention haben. Hidden Agenda liefert sicher keine ausgewogene Darstellung der Verhältnisse in Nordirland, aber eine spannende Story über einen fast vergessenen Konflikt am Rande Europas und dessen politische Hintergründe.
Zum damaligen Zeitpunkt hielten sich in Großbritannien hartnäckig Gerüchte wonach politische Kräfte in den siebziger Jahren versucht hatten den bürgerkriegsähnlichen Konflikt in Nordirland zu eskalieren, um der Regierung unter Harold Wilson Schaden zuzufügen und um die Konservativen unter Margaret Thatcher an die Macht zu bringen. Zugleich gab es Beweise, dass Polizei- und Armeekräfte gezielt Mitglieder terroristischer Gruppen, vornehmlich der IRA, ohne Gerichtsverfahren exekutierten. Natürlich konnte bis heute nichts dergleichen offiziell nachgewiesen werden.
Ken Loach verwebt in seinem Thriller beide Theorien geschickt. Ein amerikanischer Anwalt, der Mitglied einer internationalen Kommission ist, die Foltervorwürfe gegen die nordirische Polizei untersucht, wird unter mysteriösen Umständen, an einer Straßensperre von der Polizei erschossen. Die Ehefrau des Opfers (Frances McDormand) und der Spezialermittler Inspektor Kerrigan (Brian Cox) versuchen die Hintergründe der Tat aufzudecken. Alles deutet darauf hin, dass hinter dem Mord, ein Komplott der britischen Regierung steckt. Kerrigan erfährt, daß dem Anwalt ein Tonband von einem britischen Offizier namens Harris (Maurice Roeves) zugespielt worden ist, dass belastendes Material enthalten haben soll. Das ungleiche Ermittlerpaar macht sich auf, den verschwundenen Offizier und das Beweismaterial zu suchen.
Kalt, hart und fast bewegungslos gefilmt, erinnert Hidden Agenda an manchen Stellen fast an eine Reportage oder Dokumentarfilm. Sicherlich ein gewollter Effekt, den Ken Loach ist dafür bekannt, dass seine Filme immer eine politische Intention haben. Hidden Agenda liefert sicher keine ausgewogene Darstellung der Verhältnisse in Nordirland, aber eine spannende Story über einen fast vergessenen Konflikt am Rande Europas und dessen politische Hintergründe.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das Geheimprotokoll - Hidden Agenda - Jetzt auf DVD
Produktionsland:
Großbritannien
Produktionsjahr:
1990
Länge:
104 (Min.)
Erschienen bei:
Sunfilm
Extras:
Biographien, Trailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
07.10.2004
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