Das Arche Noah Prinzip
DVD-Start:
24.08.2006
FSK:
12
Leserbewertung:
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Kein kleiner Anfang
Jeder hat mal klein angefangen. Bei Roland Emmerichs Debütfilm Das Arche Noah Prinzip könnte man den Eindruck bekommen, dass diese Weisheit nicht auf ihn zutrifft. Think big schon 1984.
Das Arche Noah Prinzip macht von der ersten Minute an den Eindruck, mehr als das Debüt eines Münchner Filmstudenten zu sein. Kulissen, Effekte und Cinemascope-Optik sprechen die Sprache des großen Kinos. Aus den seinerzeit 1,2 Millionen Mark Budget haben Emmerich und sein Team alles herausgeholt.
Die beiden Wissenschaftler Max Marek (Franz Buchrieser) und Billy Hayes (Richy Müller) leben in der Raumstation Florida Arklab hoch oben im Weltraum und kontrollieren von hier das Wetter auf der Erde. Dürren sind Geschichte, Hungersnöte abwendbar. Als im Nahen Osten geputscht wird, sollen die beiden Männer mit Hilfe ihrer Raumstation das Ruder rumreissen. Noch ahnen sie nichts von den Ausmaßen ihres Tuns, kennen sie doch nicht mal die wahren Hintergründe. Als Max beginnt der Bodenstation Fragen zu stellen und zu einem Risiko wird, werden zwei weitere Astronauten gesandt und Franz seines Kommandos enthoben. Als die Ablösung Florida Arklab erreicht, kommt es zur offenen Konfrontation…
Emmerich zeigt in seinem Erstling all das, was ihn später einmal groß rauskommen lassen wird. Natürlich ist der Maßstab um einiges kleiner, doch es ist abzusehen, dass hier einer am Werk ist, der noch Großes vorhat. Einzig die arg gewollten Szenen auf der Erde, die den Rahmen für die eigentliche (Rückblenden-)Handlung bieten, bremsen den Erzählfluss. Sie wirken wie Fremdkörper, die Zeit schinden sollen. Die wenigen Effektszenen sind auch heute noch gut anzusehen, die sparsame Action etwas holprig, dafür gut dosiert. Ansonsten gibt es wenig zu meckern, Science Fiction aus Deutschland funktioniert eh so gut wie gar nicht. Leider musste erst der arg schwache (T)Raumschiff Periode 1 kommen, um Science Fiction aus dem Heimatland wieder ins Kino zu bringen. 1994 war es dann soweit und Emmerich durfte mit Stargate seinen ersten Schritt nach Hollywood machen. Und wie wir alle wissen, ist er dort geblieben.
(Renatus Töpke)
Das Arche Noah Prinzip macht von der ersten Minute an den Eindruck, mehr als das Debüt eines Münchner Filmstudenten zu sein. Kulissen, Effekte und Cinemascope-Optik sprechen die Sprache des großen Kinos. Aus den seinerzeit 1,2 Millionen Mark Budget haben Emmerich und sein Team alles herausgeholt.
Die beiden Wissenschaftler Max Marek (Franz Buchrieser) und Billy Hayes (Richy Müller) leben in der Raumstation Florida Arklab hoch oben im Weltraum und kontrollieren von hier das Wetter auf der Erde. Dürren sind Geschichte, Hungersnöte abwendbar. Als im Nahen Osten geputscht wird, sollen die beiden Männer mit Hilfe ihrer Raumstation das Ruder rumreissen. Noch ahnen sie nichts von den Ausmaßen ihres Tuns, kennen sie doch nicht mal die wahren Hintergründe. Als Max beginnt der Bodenstation Fragen zu stellen und zu einem Risiko wird, werden zwei weitere Astronauten gesandt und Franz seines Kommandos enthoben. Als die Ablösung Florida Arklab erreicht, kommt es zur offenen Konfrontation…
Emmerich zeigt in seinem Erstling all das, was ihn später einmal groß rauskommen lassen wird. Natürlich ist der Maßstab um einiges kleiner, doch es ist abzusehen, dass hier einer am Werk ist, der noch Großes vorhat. Einzig die arg gewollten Szenen auf der Erde, die den Rahmen für die eigentliche (Rückblenden-)Handlung bieten, bremsen den Erzählfluss. Sie wirken wie Fremdkörper, die Zeit schinden sollen. Die wenigen Effektszenen sind auch heute noch gut anzusehen, die sparsame Action etwas holprig, dafür gut dosiert. Ansonsten gibt es wenig zu meckern, Science Fiction aus Deutschland funktioniert eh so gut wie gar nicht. Leider musste erst der arg schwache (T)Raumschiff Periode 1 kommen, um Science Fiction aus dem Heimatland wieder ins Kino zu bringen. 1994 war es dann soweit und Emmerich durfte mit Stargate seinen ersten Schritt nach Hollywood machen. Und wie wir alle wissen, ist er dort geblieben.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Das Arche Noah Prinzip
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
1983
Länge:
100 (Min.)
Erschienen bei:
Eurovideo
Bildformat:
2.35:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, DD 2.0. Englisch
Extras:
Keine
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
24.08.2006
CAST & CREW
Regie:
Roland Emmerich
Hauptdarsteller:
Richy Müller, Franz Buchrieser, Aviva Joel, Matthias Fuchs, Nikolas Lansky
FILMBEWERTUNG
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