Der ewige Tanz um Liebe und Eifersucht
Seit die Oper Carmen von Georges Bizet im Jahre 1875 in Paris mit nur mäßigem Erfolg uraufgeführt wurde, hat diese Geschichte und ihre Musik in zahlreichen Variationen mit der Zeit doch ein begeistertes Publikum gefunden. Heute gehört sie zu den international am häufigsten inszenierten Opern, und nicht wenige Filmemacher haben den Stoff nach dem Roman von Prosper Mérimée für die Leinwand adaptiert, wobei Carmen von Carlos Saura mit den umwerfenden Flamenco-Klängen Paco de Lucías und den feurigen Tanzchoreographien von Antonio Gades, die beide auch als Akteure agieren, wohl die packendste und auch erfolgreichste Inszenierung darstellt. Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 1983 als Bester künstlerischer Beitrag ausgezeichnet und für den Oscar, den César und den Golden Globe nominiert.
Für eine Aufführung der berühmten Oper Carmen begibt sich der spanische Choreograph Antonio (Antonio Gades) auf die Suche nach einer perfekten Hauptdarstellerin, was sich gar nicht so einfach gestaltet, doch als er die junge Carmen (Laura del Sol) sieht, ist es um ihn geschehen. Es sind nicht so sehr ihre tänzerischen Qualitäten, die ihn überzeugen, sondern eher ihr leicht derbes, lockeres Wesen, das ihn anzieht, und entgegen der Ratschläge seiner Tanzlehrerin Cristina (Cristina Hoyos) und seines Komponisten Paco (Paco de Lucía) hält er an seiner Wahl fest. Die Proben mit Carmen beginnen, und sie muss hart arbeiten, um die Anforderungen zu erfüllen. Antonio verfällt der jungen Frau zusehends, ungeachtet der Tatsache, dass sie verheiratet ist und ihr Mann zunächst noch wegen einer Drogengeschichte im Knast sitzt. Die beiden kommen sich näher und geraten in eine Affäre, doch bald wird Carmens Mann entlassen und bei Antonio zeigen sich erste Spuren einer Eifersucht, die Schatten über die intensive Arbeit an der Oper wirft. Dann kommt es während einer Spielrunde zur Konfrontation zwischen dem Dealer und dem Choreographen, die Antonio eindeutig für sich entscheidet, woraufhin sich Carmen offiziell auf seine Seite stellt. Doch kurz darauf erwischt Antonio sie beim Austausch einschlägiger Körperlichkeiten mit einem seiner Mitarbeiter in der Kleiderkammer, und Carmen macht deutlich, dass sie ihn zwar liebt, sich aber nicht einschränken lässt. Antonios Eifersucht schwillt an, und bei seinem nächsten Ausbruch sagt Carmen sich von ihm los ...
Carmen ist ein Tanzfilm, und auf tänzerische Art und Weise werden auch die entstehenden Konflikte ausgetragen, die sich zunehmend mit der Handlung des Films und jener der Oper vermischen, so dass ein intensiv und ausdrucksstark inszeniertes Spiel zwischen Realität und Fiktion entsteht, das den Zuschauer in seinen Bann zieht, ihn aber gleichermaßen im ungewissen Raum der Mehrdeutigkeit zurücklässt. Die Leidenschaft, Tragik und Erotik der Choreographien und Musik schaffen ein modernes Werk der klassischen Kunst, das sowohl Carmen- wie auch Flamenco-Fans zu begeistern versteht.
(Marie Anderson)
Für eine Aufführung der berühmten Oper Carmen begibt sich der spanische Choreograph Antonio (Antonio Gades) auf die Suche nach einer perfekten Hauptdarstellerin, was sich gar nicht so einfach gestaltet, doch als er die junge Carmen (Laura del Sol) sieht, ist es um ihn geschehen. Es sind nicht so sehr ihre tänzerischen Qualitäten, die ihn überzeugen, sondern eher ihr leicht derbes, lockeres Wesen, das ihn anzieht, und entgegen der Ratschläge seiner Tanzlehrerin Cristina (Cristina Hoyos) und seines Komponisten Paco (Paco de Lucía) hält er an seiner Wahl fest. Die Proben mit Carmen beginnen, und sie muss hart arbeiten, um die Anforderungen zu erfüllen. Antonio verfällt der jungen Frau zusehends, ungeachtet der Tatsache, dass sie verheiratet ist und ihr Mann zunächst noch wegen einer Drogengeschichte im Knast sitzt. Die beiden kommen sich näher und geraten in eine Affäre, doch bald wird Carmens Mann entlassen und bei Antonio zeigen sich erste Spuren einer Eifersucht, die Schatten über die intensive Arbeit an der Oper wirft. Dann kommt es während einer Spielrunde zur Konfrontation zwischen dem Dealer und dem Choreographen, die Antonio eindeutig für sich entscheidet, woraufhin sich Carmen offiziell auf seine Seite stellt. Doch kurz darauf erwischt Antonio sie beim Austausch einschlägiger Körperlichkeiten mit einem seiner Mitarbeiter in der Kleiderkammer, und Carmen macht deutlich, dass sie ihn zwar liebt, sich aber nicht einschränken lässt. Antonios Eifersucht schwillt an, und bei seinem nächsten Ausbruch sagt Carmen sich von ihm los ...
Carmen ist ein Tanzfilm, und auf tänzerische Art und Weise werden auch die entstehenden Konflikte ausgetragen, die sich zunehmend mit der Handlung des Films und jener der Oper vermischen, so dass ein intensiv und ausdrucksstark inszeniertes Spiel zwischen Realität und Fiktion entsteht, das den Zuschauer in seinen Bann zieht, ihn aber gleichermaßen im ungewissen Raum der Mehrdeutigkeit zurücklässt. Die Leidenschaft, Tragik und Erotik der Choreographien und Musik schaffen ein modernes Werk der klassischen Kunst, das sowohl Carmen- wie auch Flamenco-Fans zu begeistern versteht.
(Marie Anderson)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Carmen
Produktionsland:
Spanien
Produktionsjahr:
1983
Länge:
97 (Min.)
Bildformat:
1,66:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital Mono, Spanisch
Extras:
Keine
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
12.10.2007
CAST & CREW
Regie:
Carlos Saura
Hauptdarsteller:
Antonio Gades, Laura del Sol, Cristina Hoyos, Paco de Lucía, Sebastian Moreno
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 2 von insgesamt 2)
Von: Selcuk Kandemir am: 17.02.12
finde ich auch
Von: Cordula Kallenbach am: 21.05.10
Einer der beeindruckensten und schönsten Tanzfilme, die ich je gesehen habe.










