Die Geister, die ich rief
An Larry Clarks Filmen scheiden sich immer wieder die Geister. Für die einen ist der Regisseur einer der bedeutendsten modernen Filmemacher Amerikas, für die anderen ein sensationslüsterner Nestbeschmutzer. Clarks schonungslose Darstellung orientierungsloser, amoralischer Teenager – sei es in Kids oder Ken Park – schafft es immer wieder zu schockieren, ist sein Bild des jugendlichen Amerikas doch Äonen entfernt von dem, das Hollywood normalerweise zeichnet.
In seinem 2001 entstanden Spielfilm Bully nimmt sich Clark eines authentischen Kriminalfalls an. Im Jahr 1993 ermorden sieben Teenager den 20-jährigen Bobby Kent auf bestialische Weise. Unter den Mördern ist sein bester Freund Marty Puccio und dessen Freundin Lisa Connelly. Auf Basis eines Buchs über diesen Fall - Bully: Does Anyone Deserve to Die? A True Story of High School Revenge von Jim Schutze drehte Larry Clark seinen provozierenden Film.
Marty (Brad Renfro) und Bobby (Nick Stahl) kennen sich, seit sie kleine Kinder sind. Bobby liebt es Marty zu schikanieren und zu quälen. Er demütigt ihn, wo er nur kann. Als Marty Lisa (Rachel Miner) kennen lernt und sich in sie verliebt, wird sie von Bobby vergewaltigt, ebenso wie ihre Freundin Ali (Bijou Phillips). Lisa beschließt, dass es nur eine Lösung gibt - Bobby muss sterben. Zusammen mit einigen von Alis Freunden plant die permanent zugedröhnte Clique den Mord im örtlichen Pizza Hut und heuert zur Sicherheit noch einen vermeintlichen Auftragskiller an. Dilettantisch setzen sie ihren Mordplan um und werden nur kurze Zeit später von der Polizei verhaftet. Vor Gericht wird Marty zum Tode verurteilt (mittlerweile wurde dieses Urteil in lebenslänglich umgewandelt), alle weiteren Beteiligten bekommen langjährige Haftstrafen.
Wie in allen Filmen von Larry Clark machten seine Kritiker ihre negativen Urteile hauptsächlich an Clarks freizügiger Darstellung jugendlicher Sexualität fest. Die New York Times schrieb gar, der Film sei „ekelhaft“ und Clark als Pornographen zu bezeichnen sei „eine Beleidigung für jeden ehrlichen Schmutzverkäufer“. Man kann dazu stehen, wie man will, es sind nicht die Sexszenen, die in Bully schockieren. Vielmehr ist es das Versagen aller Autoritäten in einer von Erwachsenen geschaffenen Plastikwelt, das einen mit Übelkeit erfüllen sollte. Denn keine der vermeintlichen Autoritäten hat es geschafft, den Kids Werte zu vermitteln. Die Promiskuität der Beteiligten repräsentiert nur ihre Gefühllosigkeit gegenüber sich selber und anderen Menschen. Während die Kids also kiffen und morden, sitzen die Eltern vor der Glotze oder mähen ihren Rasen.
Es ist immer wieder erstaunlich welche schauspielerische Intensität Clark bei seinen Darstellern wecken kann, allen voran Nick Stahl als Bösewicht Bobby. Kein Wunder also, dass Bully ein Film ist, der aufwühlt und seine Zuschauer mit Schrecken erfüllt und Ratlosigkeit entlässt.
In seinem 2001 entstanden Spielfilm Bully nimmt sich Clark eines authentischen Kriminalfalls an. Im Jahr 1993 ermorden sieben Teenager den 20-jährigen Bobby Kent auf bestialische Weise. Unter den Mördern ist sein bester Freund Marty Puccio und dessen Freundin Lisa Connelly. Auf Basis eines Buchs über diesen Fall - Bully: Does Anyone Deserve to Die? A True Story of High School Revenge von Jim Schutze drehte Larry Clark seinen provozierenden Film.
Marty (Brad Renfro) und Bobby (Nick Stahl) kennen sich, seit sie kleine Kinder sind. Bobby liebt es Marty zu schikanieren und zu quälen. Er demütigt ihn, wo er nur kann. Als Marty Lisa (Rachel Miner) kennen lernt und sich in sie verliebt, wird sie von Bobby vergewaltigt, ebenso wie ihre Freundin Ali (Bijou Phillips). Lisa beschließt, dass es nur eine Lösung gibt - Bobby muss sterben. Zusammen mit einigen von Alis Freunden plant die permanent zugedröhnte Clique den Mord im örtlichen Pizza Hut und heuert zur Sicherheit noch einen vermeintlichen Auftragskiller an. Dilettantisch setzen sie ihren Mordplan um und werden nur kurze Zeit später von der Polizei verhaftet. Vor Gericht wird Marty zum Tode verurteilt (mittlerweile wurde dieses Urteil in lebenslänglich umgewandelt), alle weiteren Beteiligten bekommen langjährige Haftstrafen.
Wie in allen Filmen von Larry Clark machten seine Kritiker ihre negativen Urteile hauptsächlich an Clarks freizügiger Darstellung jugendlicher Sexualität fest. Die New York Times schrieb gar, der Film sei „ekelhaft“ und Clark als Pornographen zu bezeichnen sei „eine Beleidigung für jeden ehrlichen Schmutzverkäufer“. Man kann dazu stehen, wie man will, es sind nicht die Sexszenen, die in Bully schockieren. Vielmehr ist es das Versagen aller Autoritäten in einer von Erwachsenen geschaffenen Plastikwelt, das einen mit Übelkeit erfüllen sollte. Denn keine der vermeintlichen Autoritäten hat es geschafft, den Kids Werte zu vermitteln. Die Promiskuität der Beteiligten repräsentiert nur ihre Gefühllosigkeit gegenüber sich selber und anderen Menschen. Während die Kids also kiffen und morden, sitzen die Eltern vor der Glotze oder mähen ihren Rasen.
Es ist immer wieder erstaunlich welche schauspielerische Intensität Clark bei seinen Darstellern wecken kann, allen voran Nick Stahl als Bösewicht Bobby. Kein Wunder also, dass Bully ein Film ist, der aufwühlt und seine Zuschauer mit Schrecken erfüllt und Ratlosigkeit entlässt.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Bully (DVD)
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2001
Länge:
107 (Min.)
Erschienen bei:
Sunfilm Entertainment
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
21.12.2005
CAST & CREW
Regie:
Larry Clark
Hauptdarsteller:
Brad Renfro, Nick Stahl, Rachel Miner, Bijou Phillips
FILMBEWERTUNG
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(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: jedi285 am: 13.02.05
super film,
kann ich nur jedem entfehlen , der sich mit der jungendlichen gesellschaft, sowie aber auch mit der mentalität in den suburbs amerikas beschäftigen möchte.
man darf den flm nur nicht zu kritisch nehmen und ihn einfach auf sich wirken lassen






