Annie Leibovitz: Life Through a Lens
DVD-Start:
08.02.2008
FSK:
6
Leserbewertung:
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Porträt einer faszinierenden Porträtiererin
Wenn zu Beginn dieser Dokumentation der Name Annie Leibovitz von einigen Vertretern der US-amerikanischen Hochprominenz artikuliert wird, schwingt bei dieser bloßen Erwähnung bereits ebenso viel Bewunderung wie Respekt mit. Und diese Regungen sind es auch, die den Zuschauer im Laufe des Films zunehmend ergreifen, denn diese Annie Leibovitz erscheint nicht nur als eine meisterhafte Fotografin, sondern auch als eine coole, authentische und beieindruckende Persönlichkeit, die ganz konzentriert und unspektakulär ihrer Arbeit nachgeht, die sie immer wieder in Berührung mit den Berühmtesten dieser Welt bringt, die sich nur allzu gern von der außergewöhnlichen Künstlerin porträtieren lassen, deren unzählige Werke teilweise bereits legendär sind, wie die Fotogafie von Nelson Mandela in Soweto, die Aufnahmen von Yoko Ono und John Lennon oder das Bild des nackten, erdigen Sting auf einem Bein.
Geboren 1949 als Anna-Lou Leibovitz erlebte die kleine Annie mit ihren vier Geschwistern eine Art Vagabunden-Kindheit, denn die Familie war auf Grund der Tätigkeit des Vaters als Leutnant der Air Force permanent von einem Luftwaffenstützpunkt zum anderen unterwegs, so dass der geräumige Wagen zum Ort der Familieneinheit wurde, von dem aus Annie die Welt bereits gerahmt durch das Autofenster wahrnahm. Jahre später studierte sie Malerei und Fotografie am San Francisco Art Institute, und bald nach ihrem Abschluss begann sie ihre sensationelle Karriere beim Rolling-Stone-Magazine, innerhalb welcher ihre Begleitung der gleichnamigen Band während der Tournee von 1975 als Fotografin sicherlich einen Meilenstein darstellt. Ihre spätere Liebes- und Arbeitsbeziehung mit der Journalistin Susan Sontag endete mit deren Tod im Jahre 2004, und heute lebt sie mit ihren drei Kindern in New York.
Mittlerweile sind ihre Aufsehen erregenden Arbeiten so zahlreich und berühmt geworden, dass Annie Leibovitz durchaus als die populärste Fotografin der Gegenwart bezeichnet werden kann.
Die Regisseurin Barbara Leibovitz, die Schwester von Annie, dokumentiert das Leben und Schaffen der Künstlerin mit einer lebhaften Offenheit, die niemals voyeuristisch wirkt und von den fotografischen Arbeiten aus über dreißig Jahren flankiert wird. Der Zuschauer erlebt eine unabhängige, kraftvolle Frau zwischen Professionalität und Kindern, deren Unermüdlichkeit und Kreativität in ihren faszinierenden Bildern zum Ausdruck kommen. Ihre Mutter Marylin, ihre Schwester Barbara, Freunde und einige Prominente, die von ihr abgelichtet wurden – zum Beispiel Hillary Clinton, Yoko Ono, Whoopi Goldberg, Mick Jagger und Arnold Schwarzenegger – erzählen Begebenheiten aus Annies Leben oder schildern ihre Begegnungen mit der als scheu geltenden Fotografin, die in diesem Film allerdings eher aufgeschlossen und mitteilsam daherkommt. Ein wundervoller Dokumentarfilm über eine ebensolche Frau, deren einziges Defizit darin besteht, dass sie recht kurz und damit sehr dicht geraten ist, und dadurch wirkt Annie Leibovitz: Life Through a Lens / American Masters – Annie Leibovitz: Life Through a Lens mitunter ein wenig zu rasant und gehetzt, zumal die starken Bilder zum Verweilen einladen – doch zu den Vorteilen der DVD, die zusätzlich mit Untertiteln für Hörgeschädigte ausgestattet ist, gehört es schließlich, dass sie sich jederzeit anhalten lässt.
(Marie Anderson)
Geboren 1949 als Anna-Lou Leibovitz erlebte die kleine Annie mit ihren vier Geschwistern eine Art Vagabunden-Kindheit, denn die Familie war auf Grund der Tätigkeit des Vaters als Leutnant der Air Force permanent von einem Luftwaffenstützpunkt zum anderen unterwegs, so dass der geräumige Wagen zum Ort der Familieneinheit wurde, von dem aus Annie die Welt bereits gerahmt durch das Autofenster wahrnahm. Jahre später studierte sie Malerei und Fotografie am San Francisco Art Institute, und bald nach ihrem Abschluss begann sie ihre sensationelle Karriere beim Rolling-Stone-Magazine, innerhalb welcher ihre Begleitung der gleichnamigen Band während der Tournee von 1975 als Fotografin sicherlich einen Meilenstein darstellt. Ihre spätere Liebes- und Arbeitsbeziehung mit der Journalistin Susan Sontag endete mit deren Tod im Jahre 2004, und heute lebt sie mit ihren drei Kindern in New York.
Mittlerweile sind ihre Aufsehen erregenden Arbeiten so zahlreich und berühmt geworden, dass Annie Leibovitz durchaus als die populärste Fotografin der Gegenwart bezeichnet werden kann.
Die Regisseurin Barbara Leibovitz, die Schwester von Annie, dokumentiert das Leben und Schaffen der Künstlerin mit einer lebhaften Offenheit, die niemals voyeuristisch wirkt und von den fotografischen Arbeiten aus über dreißig Jahren flankiert wird. Der Zuschauer erlebt eine unabhängige, kraftvolle Frau zwischen Professionalität und Kindern, deren Unermüdlichkeit und Kreativität in ihren faszinierenden Bildern zum Ausdruck kommen. Ihre Mutter Marylin, ihre Schwester Barbara, Freunde und einige Prominente, die von ihr abgelichtet wurden – zum Beispiel Hillary Clinton, Yoko Ono, Whoopi Goldberg, Mick Jagger und Arnold Schwarzenegger – erzählen Begebenheiten aus Annies Leben oder schildern ihre Begegnungen mit der als scheu geltenden Fotografin, die in diesem Film allerdings eher aufgeschlossen und mitteilsam daherkommt. Ein wundervoller Dokumentarfilm über eine ebensolche Frau, deren einziges Defizit darin besteht, dass sie recht kurz und damit sehr dicht geraten ist, und dadurch wirkt Annie Leibovitz: Life Through a Lens / American Masters – Annie Leibovitz: Life Through a Lens mitunter ein wenig zu rasant und gehetzt, zumal die starken Bilder zum Verweilen einladen – doch zu den Vorteilen der DVD, die zusätzlich mit Untertiteln für Hörgeschädigte ausgestattet ist, gehört es schließlich, dass sie sich jederzeit anhalten lässt.
(Marie Anderson)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Annie Leibovitz: Life Through a Lens
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2006
Länge:
79 (Min.)
Bildformat:
1,78:1 (Letterbox)
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Englisch
Extras:
Fotogalerie, Trailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
08.02.2008
CAST & CREW
Regie:
Barbara Leibovitz
FILMBEWERTUNG
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