An American Nightmare
DVD-Start:
12.05.2005
FSK:
18
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Die Anfänge des modernen Horrorfilms
Als Ergänzung zur tollen Going to Pieces-Dokumentation kann An American Nightmare betrachtet werden. Hatte sich erstgenannte Dokumentation dem neueren Horrorfilm angenommen, wendet sich An American Nightmare den ersten Gehversuchen eines George A. Romero, Tobe Hooper oder David Cronenberg zu. John Landis kommt ebenso zu Wort, wie Make up-Guru Tom Savini. Sie alle plaudern aus dem Nähkästchen, freuen sich rückblickend über ihre ersten Erfolge und die Geburt des Slasherkinos. Vor allem Cronenberg und Savini liefern tiefe Einblicke. Hatte Cronenberg doch seinerzeit mit Shivers (hierzulande unter dem mysteriösen Namen Parasitenmörder herausgebracht) sexuelle Tabus gebrochen, während Savini sich in Vietnam allerlei Inspiration für seine späteren 'Opfer' holte.
Einige Filmwissenschaftler erörtern die Zusammenhänge zwischen den Horrorfilmen der 70er Jahre und den damaligen politischen Querelen und sozialen Phänomenen wie zum Beispiel dem Krieg in Vietnam und der zunehmenden Massenarbeitslosigkeit infolge der Industrialisierung. Dabei stoßen sie auf frappierende Übereinstimmungen; tötet die irre Sippe aus Texas Chainsaw Massacre nicht, weil diese Schlachter-Familie arbeitslos wurde? Jetzt töten sie statt Rinder eben Menschen. Ähneln die Leichenberge im Film nicht den Toten im Dschungel Vietnams?
An American Nightmare ist nicht nur für Fans ein interessantes Zeitdokument, sondern bietet auch Neueinsteigern eine Basis, um sich in den kultigen Slasher- und Horrorfilmen von einst zurecht zu finden. Interessant ist übrigens, dass hier viele Szenen zu sehen sind, die sonst bei uns geschnitten sind (Scanners, Last House on the Left). Leider ist die Dauer mit unter 75 Minuten recht knapp bemessen.
(Renatus Töpke)
Einige Filmwissenschaftler erörtern die Zusammenhänge zwischen den Horrorfilmen der 70er Jahre und den damaligen politischen Querelen und sozialen Phänomenen wie zum Beispiel dem Krieg in Vietnam und der zunehmenden Massenarbeitslosigkeit infolge der Industrialisierung. Dabei stoßen sie auf frappierende Übereinstimmungen; tötet die irre Sippe aus Texas Chainsaw Massacre nicht, weil diese Schlachter-Familie arbeitslos wurde? Jetzt töten sie statt Rinder eben Menschen. Ähneln die Leichenberge im Film nicht den Toten im Dschungel Vietnams?
An American Nightmare ist nicht nur für Fans ein interessantes Zeitdokument, sondern bietet auch Neueinsteigern eine Basis, um sich in den kultigen Slasher- und Horrorfilmen von einst zurecht zu finden. Interessant ist übrigens, dass hier viele Szenen zu sehen sind, die sonst bei uns geschnitten sind (Scanners, Last House on the Left). Leider ist die Dauer mit unter 75 Minuten recht knapp bemessen.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
An American Nightmare
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2000
Länge:
71 (Min.)
Erschienen bei:
Epix
Bildformat:
16:9
Ton/Sprache:
Dolby Digital 2.0, Deutsch, Englisch
Extras:
Trailer, Regisseur-Biographien, Special: Kulturtechnik. Splatterfilm., Bodies That Splatter
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
12.05.2005
CAST & CREW
Regie:
Adam Simon
Hauptdarsteller:
Wes Craven, John Carpenter, David Cronenberg, Tobe Hooper, John Landis
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)









