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Alice Cooper - Welcome to my Nightmare

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DVD-Start: 31.10.2005

Der King des Schockrock live

Vincent Damon Furnier gehörte schon lange vor einem Marylin Manson zu den unterhaltsamsten Bühnen-Performern des Rock. Furnier, besser bekannt als sein alter ego Alice Cooper, perfektionierte in den 70ern und 80ern den Schock-Rock. Sprich, auf der Bühne wurde gefoltert und gemetzelt, wurden Baby (-puppen) geköpft, mit Riesenschlangen hantiert und allerlei Unfug getrieben. Genau wie KISS wusste Alice nur zu gut, dass, wenn man Erfolg haben wollte, man etwas bieten musste, dass es noch nicht so gab. Und Alice traf ins Schwarze. Manson hat in den 90ern alles nur noch einmal perfektioniert und nachexerziert.

1975 kam schließlich mit Welcome to my Nightmare einer der Meilensteine des Schockrocks heraus. Gewürzt mit beißender Sozialkritik und eingängigen Songs, lieferte Alice sein erstes Soloalbum (vorher hieß seine Band Alice Cooper) und ein frühes Masterpiece ab. Der dazugehörige Konzertfilm bietet neben großartigem Rock viel Theater. Pantomime, Musical-Einlagen und eine experimentelle Videoshow zeigen den Frank Zappa-Zögling Alice auf einem weiteren Höhepunkt seines Schaffens. Das die Band und auch der Meister selbst des Öfteren neben der Spur liegen und zeitweise ausgelaugt rüberkommen, liegt daran, dass die damalige Tour, auf der man die Bänder mitlaufen lies, schon eine Weile lief und Alice und Konsorten keineswegs illegalen Substanzen abgeneigt waren. Zwei der Höhepunkte des Konzerts sind der Kampf Alice’ mit einem Zyklopen bei dem Song Steven und die zehnminütige Jamsession beim Finale.

Heutzutage wirkt Alice Cooper – Welcome to my Nightmare an manchen Stellen eher albern und kindisch als shocking. Klar, 1975 tickten nicht nur die Uhren anders. Die Bildqualität kann wenig überzeugen, wobei der Ton besseren Bootleg-Charakter besitzt. Doch das ist zu verschmerzen. Extras bleiben leider außen vor.

(Renatus Töpke)

Daten & Fakten

Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: 1975
Länge: 84 (Min.)
Erschienen bei: Edel Distribution GmbH
Bildformat: 1.33:1
Ton/Sprache: Dolby Digital 2.0, Englisch
DVD-Start: 31.10.2005
Extras: Keine

Cast & Crew

Regie: David Winters

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