24 Hour Party People
DVD-Start:
20.06.2008
FSK:
16
Leserbewertung:
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Rock 'til you drop!
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete 24 Hour Party People gehört wohl ungefragt zu den besten Musikfilmen, die es derzeit gibt. Anhand von Konzertausschnitten, Spielszenen und in die Kamera gesprochener Kommentaren, gibt Michael Winterbottoms (9 Songs) Film das Lebensgefühl von 'Madchester' wieder. 'Madchester', das ist das nordbritische Manchester in der Zeit von 1976 bis etwa 1997. Sex, Drugs & Punk n Rave – oh ja. Bands wie die Stone Roses, Happy Mondays, Joy Division respektive New Order, die Buzzcocks oder The Fall waren Teil eines Lebensgefühls, das Drogenmissbrauch zelebrierte und Musik jenseits des glattgebügelten Pops atmete.
Mit Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten führt The Factory Boss Tony Wilson (Steve Coogan) durch den Film und die Musikszene Manchesters. Immer wieder werden historische Konzertaufnamen eingeflochten und somit Geschichte lebendig gemacht. Mit dokumentarischer Akribie bringt Regisseur Winterbottom dem Zuschauer Musik und Lebensgefühl dieser Zeit nahe.
Tony Wilson und seine Factory waren von immenser Bedeutung für die damalige Musikszene: Von Wilson gegründet, nachdem er die Sex Pistols live erlebt hatte, war das Plattenlabel geboren worden, um Musikgeschichte zu schreiben: Joy Division, James, New Order und die Happy Mondays veröffentlichten hier ihre Meilensteine. Der 57jährige Wilson starb erst im vergangenen Jahr an Nierenkrebs.
Besonders reizvoll an diesem cineastischen Experiment ist, dass trotz der Spielhandlung, der Zuschauer in den Film involviert wird. Wenn sich Statisten plötzlich zur Kamera drehen und die gezeigte Szene kommentieren, hat das einfach was. Für den Otto Normal Seher wird dies gewöhnungsbedürftig sein, denn eine richtige Handlung gibt es zudem auch nicht. 24 Hour Party People ist das Zelebrieren einer Bewegung, einer Musik und eines Ortes. Der legendäre niederländische Kameramann Robby Müller (Breaking the Waves, Ghost Dog) fängt zudem wundervoll-raue Bilder ein.
Fans oben genannter Bands sollten sich unbedingt die Special Edition zulegen, denn nicht nur ist das Bonusmaterial besonders üppig, sondern auch informativ. Eine kaum verzichtbare Ergänzung zum grandiosen Joy Division-Film Control. Das man sich den Soundtrack gleich dazu kauft, ist vorprogrammiert.
(Renatus Töpke)
Mit Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten führt The Factory Boss Tony Wilson (Steve Coogan) durch den Film und die Musikszene Manchesters. Immer wieder werden historische Konzertaufnamen eingeflochten und somit Geschichte lebendig gemacht. Mit dokumentarischer Akribie bringt Regisseur Winterbottom dem Zuschauer Musik und Lebensgefühl dieser Zeit nahe.
Tony Wilson und seine Factory waren von immenser Bedeutung für die damalige Musikszene: Von Wilson gegründet, nachdem er die Sex Pistols live erlebt hatte, war das Plattenlabel geboren worden, um Musikgeschichte zu schreiben: Joy Division, James, New Order und die Happy Mondays veröffentlichten hier ihre Meilensteine. Der 57jährige Wilson starb erst im vergangenen Jahr an Nierenkrebs.
Besonders reizvoll an diesem cineastischen Experiment ist, dass trotz der Spielhandlung, der Zuschauer in den Film involviert wird. Wenn sich Statisten plötzlich zur Kamera drehen und die gezeigte Szene kommentieren, hat das einfach was. Für den Otto Normal Seher wird dies gewöhnungsbedürftig sein, denn eine richtige Handlung gibt es zudem auch nicht. 24 Hour Party People ist das Zelebrieren einer Bewegung, einer Musik und eines Ortes. Der legendäre niederländische Kameramann Robby Müller (Breaking the Waves, Ghost Dog) fängt zudem wundervoll-raue Bilder ein.
Fans oben genannter Bands sollten sich unbedingt die Special Edition zulegen, denn nicht nur ist das Bonusmaterial besonders üppig, sondern auch informativ. Eine kaum verzichtbare Ergänzung zum grandiosen Joy Division-Film Control. Das man sich den Soundtrack gleich dazu kauft, ist vorprogrammiert.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
24 Hour Party People
Produktionsland:
Großbritannien
Produktionsjahr:
2002
Länge:
112 (Min.)
Bildformat:
1,78:1 (anamorph)
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Englisch
Extras:
Audiokommentare mit Tony Wilson sowie Steve Coogan und Produzent Andrew Eaton (OmU), Featurettes über Tony Wilson und die Dreharbeiten, Porträt über Michael Winterbottom, Interviews mit Andrew Eaton, Steve Coogan u.v.a., 24 Deleted Scenes, "Here to Stay" Musikvideo von New Order, 24-seitiges Booklet zum Film von der INTRO-Redaktion
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
20.06.2008
CAST & CREW
Regie:
Michael Winterbottom
Hauptdarsteller:
Sean Harris, Paddy Considine, Shirley Henderson, Steve Coogan, Lennie James
MEINUNGEN
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